
Derzeit ist von allen Seiten zu hören, dass das Internet kein rechtsfreier Raum sei. Felix von Leitner, in der Blogosphäre besser als Fefe bekannt, fordert: gleiches Recht für alle! Auch der Grundgedanke der Three-Strikes-Gesetze wird dabei angewendet. Konkret bedeutet sein Vorschlag: 3x die Unwahrheit erzählen, und der Politiker is out of his office!!! Wenn Filesharer bei Vergehen gegen gültiges Recht von ihrer Leitung getrennt werden sollen, warum sollte man diesen Gedanken nicht auch auf unsere Volksvertreter ausdehnen??
ghandy von gulli meint:
Ein durchaus extrem klingender aber fairer Vorschlag, der beim Volk bestimmt viel Beifall ernten würde. Sobald ein Politiker mehrfach falsche Versprechungen macht oder Gedächtnislücken aufweist, so lautet die Devise: Mauer hoch, Büro dicht. In dem Fall würden sich die Damen und Herren sehr genau überlegen, was sie tun und was sie von sich geben. Ein schöner Gedanke. Zu schön um wahr zu sein. Das wird genauso wenig umgesetzt, wie man in Berlin an Volksentscheiden auf Bundesebene interessiert ist. Denn bei Volksentscheiden würde tatsächlich das passieren, was die Mehrheit der Bürger will. Und nicht das, was unsere Volksvertreter für uns wollen oder was sie glauben, was für uns das Beste sei. Und unabhängig davon, wie oft bereits bewiesen wurde, wie unsinnig die Forderung nach mehr Zensur im Internet ist - so wenig wird auch Fefes Idee seine Anwendung finden. Aber so ganz ernsthaft war sein Vorschlag sowieso nicht gemeint.
Auf der Titelseite vom SPIEGEL werden derweil all die Bereiche des Netzes in typischer 8bit-Pixelgrafik dargestellt, die manche Volksvertreter sehr gerne unter ihre Kontrolle bringen würden. So die kostenlose Fleischbeschau bei YouPorn, Torrents von The Pirate Bay, denunzierende Meinungsäußerungen bei Rotten Neighbor oder SpickMich, der Mitschnitt all unserer Telefonate via Skype und vieles mehr. Mitten im Bild ein riesiges Stoppschild, der Bundesadler wird auch gerade vom Kran hochgezogen. Um beim Beispiel zu bleiben. Überwachen lassen wir uns aber nur dann gerne, sollten wir unseren Kontrolleuren blind vertrauen können. Und genau daran hapert es mittlerweile ganz gewaltig.
(via Fefe, danke!)
(BildQuelle: Nico4blood, thx!)
News Redaktion am Montag, 10.08.2009 13:33 Uhr
Lest lieber Aristoteles' Werke anstatt euch hier neunmalklug zu äußern. Da steht eigentlich alles drin, was, wie man so schön wieder hier auf beiden Seiten erkennen kann, wohl für viele zu hoch ist. Versuchs mal mit Konfuzius. Gut, die Werke sind nicht direkt von ihm, sonde ...
Dann gibts sicher auch bald den Internetführerschein den sich so manch DAU-geplagter Admin wünscht.Und wir bewegen uns wieder einen Schritt rückwärts? Auch ein unbewanderter Bürger hat ein Recht auf informationelle Selbstbestimmung. Und: Findest du DAU nicht ein ...
Boah, ich fass es nicht. Wieso könnt ihr den Günni nicht einfach mal ignorieren? @Ghandy Bitte nenn den Gravenreuth (Troll?) nicht "Günni", ich empfinde das als Beleidigung, diesen wundervollen Kosenamen, mit dem ich auch bedacht werde, an so jemanden zu vergeben! Mhmm ...
Zurück zum Thema ich denk, daß n' paar ehrliche und gut plaziere Bilder in Reportagen und div. Themen auch schon hilfreich in den actuellen Gesichtern zusehen wer sich hinter welchen Namen verbirgt , aber da helfen wahlplakate, die in Gulli plaziert werden nicht wirklich ...
Dann gibts sicher auch bald den Internetführerschein den sich so manch DAU-geplagter Admin wünscht. Dafür! Benutzer müssen mindestens 30 Tastenschläge pro Minute schaffen, dürfen keine Internetseiten ausdrucken und müssen sich verpflichten, die Nettiquette einz ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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