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Ebay: Stadt Chicago will doppelt abkassieren

Das Unternehmen StuHub befand sich in letzter Zeit häufiger im Schussfeld diverser Kläger. Zunächst beklagte sich Konkurrent Ticketmaster darüber, StubHub würde gegen ihr exklusives Recht verstoßen, indem man dort Karten für spezielle Events anbot. Danach wollte das Management der Football-Mannschaft "New England Patriots" den Verkauf ihrer Eintrittskarten verbieten. Sie versuchten das Auktionshaus dazu zu zwingen, die Namen und Adressen aller Wiederverkäufer preiszugeben. Nun will die Stadt Chicago die eBay-Tochter verklagen. Neben der üblichen Mehrwertsteuer wurde versäumt, zudem Vergnügungssteuer für die verkauften Tickets diverser Events einzusammeln und abzuführen. Diese Beträge stellen einen nicht unerheblichen Betrag dar und sind Grund genug für Chicago vor Gericht zu ziehen.

Chicagos Gesetzeslage legt fest, dass beim Verkauf von Konzertkarten, auch im Internet, acht Prozent Vergnügungssteuer aufgeschlagen werden muss. Die Leitung des eBay Unternehmens ist jedoch nicht der Auffassung, dass dieser Beschluss für sie gilt, und hat es daher bei der Preisbildung versäumt die nötigen Steuern zu veranschlagen.

Momentan ist der konkret fällige Betrag noch unklar, als jedoch 2006 das erste Mal angekündigt wurde besonders auch auf die Steuerpflicht im Onlinehandel zu achten, äußerte ein Fachmann, dass der Stadt dadurch bis zu 16 Millionen US-Dollar verloren gehen könnten. Angesichts des hohen Betrags will man sich dieses Problems verstärkt annehmen und den Sachverhalt genau nachprüfen. Am vergangenen Montag hat die Stadt die ersten Beschwerdeschreiben Richtung eBay und Stubhub versendet und fordert die beiden Unternehmen zur Offenlegung ihrer Umsatzbilanzen auf. Wegen des derzeitigen Daten- und Informationsmangels kann die Stadt keine Schätzung über den aktuellen Steuerverlust durchführen. Das Chicago Law Department hofft auf kooperative Zusammenarbeit und arbeitet aktuell zugleich an ähnlichen Prozessen. Dazu zählen Verfahren gegen Amazon.com und ähnliche Anbieter. Ein Pressesprecher von eBay verkündete, dass die Steuererhebung besonders für kleine und mittelständische Unternehmen von großer Bedeutung sei.

In seinen Augen würde der Einbau eines solchen Steuersystems hohe Kosten verursachen und könnte kleinere Betriebe schädigen. Neben dem Verdienst durch Steuereinnahmen rechtfertigt die Stadt das Vorhaben damit, dass lokale Kartenverkäufer im Gegensatz zu den Onlineanbietern benachteiligt wären, weil diese ja die Steuern veranschlagen. Oder geht es den Stadtvätern doch nur um den schnöden Mammon?

(via smh.com.au, thx)

News Redaktion am Mittwoch, 21.05.2008 12:28 Uhr

tagsTags: prozess steuer ebay chicago karten stubhub

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5 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • Schattenspieler am 22.05.2008 04:36:21

    Und dann geht einem noch Geld verloren, wenn man darauf achtetMomentan ist der konkret fällige Betrag noch unklar, als jedoch 2006 das erste Mal angekündigt wurde besonders auch auf die Steuerpflicht im Onlinehandel zu achten, äußerte ein Fachmann, dass der Stadt dadurch bis zu ...

  • Raphnex am 21.05.2008 20:13:09

    Vergnügungssteuer.................................................... 8% Vergnügungssteuer!!!! ...

  • Moses am 21.05.2008 15:09:15

    Wenn ich es richtig gelesen habe, dann geht es um Wiederverkäufer. Die haben die Steuer schon beim Kauf entrichtet. Und jetzt soll sie nochmals beim Wiederverkauf drauf geschlagen werden? Dann würde ja die Steuer 2x für die gleiche Karte bezahlt werden. Das kann es doch eigentlich nicht sein. G ...

  • AluMiez am 21.05.2008 14:25:30

    Vergnügungssteuer.................................................... ...

  • am 21.05.2008 12:54:33

    Na ja, wenn die kleinen Händler zahlen sollen - warum dann nicht auch EBAY und CO:? Ich find das nur gerecht. Und ums Geld geht´s doch sowieso überall und immer und jedem... Also seh ich da keine "Mammon-Abzocke". Servus ...

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