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Microsoft stellt Bücher-Suche ein

Microsoft stellt seinen Service "Live Search Books", mit dem man online Bücher ansehen, durchsuchen und auch als .pdf downloaden konnte, mit sofortiger Wirkung ein. Eine genaue Begründung dafür hat das Unternehmen allerdings bisher nicht veröffentlicht. Die entsprechenden Seiten sind jedoch schon abgeschaltet.

Seit dem Start des Angebotes im Dezember 2006 hatte Microsoft zusammen mit der Open Content Alliance mehr als 750.000 Bücher gescannt und über 80 Millionen Journal-Artikel indexiert, wie es in einem Blogpost zum Ende des Projektes heißt. Dabei handelt es sich beinahe ausschließlich um Bücher, deren Copyright-Schutz bereits ausgelaufen war, und in einigen Fällen um Bücher, bei denen die urheberrechtlichen Beschränkungen aufgehoben wurden. Anders als der (früher gestartete) Konkurrent Google umging man so die kontroverse Copyright-Problematik.

In einer Mitteilung, die Microsoft vor einigen Tagen an seine Projektpartner verschickt hatte, wird auf die dank Microsofts Bemühungen gesunkenen Preise für die Bücher-Digitalisierung verwiesen. Man wolle das Feld daher nun anderen überlassen, die ein kommerzielles Interesse an der Digitalisierung von Büchern hätten:

"Basierend auf unserer Erfahrung sehen wir voraus, dass der beste Weg für eine Suchmaschine, Buchinhalte verfügbar zu machen, der sein wird, Textsammlungen zu durchsuchen, die von Verlegern und Bibliotheken erstellt werden. Mit unseren Investitionen ist die Technologie für die Erstellung dieser Sammlungen nun zu niedrigeren Preisen für die verfügbar, die ein kommerzielles Interesse oder einen öffentlichen Auftrag für die Digitalisierung von Buchinhalten haben. Wir werden weiter die Entwicklung der Industrie verfolgen und zukünftige Möglichkeiten abwägen."

Vor nicht einmal anderthalb Jahren hörte sich das noch anders an: Damals hieß es, die Büchersuche solle ein Kernbereich des Portfolios von Microsofts "Live Search"-Angebot werden.

Mit dem jetzigen Rückzug scheint Microsoft zumindest dieses Feld dem Konkurrenten Google zu überlassen, der weiter fleißig Bücher scannt. Von 3000 Werken pro Tag ist dort die Rede, eine genaue Anzahl der bisher indexierten Schriftstücke will man aber in Mountain View nicht verraten. Die Millionen-Grenze soll allerdings bereits im März vergangenen Jahres gefallen sein - da war Microsofts Live Search Books noch keine vier Monate alt. Und erreichen wird es diese Grenze auch nicht mehr. Die Seiten sind bereits abgeschaltet, das Projekt beendet. Der letzte macht das Licht aus.

(via TechCrunch)

News Redaktion am Freitag, 23.05.2008 21:10 Uhr

tagsTags: microsoft google book search buch-digitalisierung live search books open content alliance

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2 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • phunkydizco am 24.05.2008 08:59:14

    Wie so oft versucht Microsoft einem Konkurrenten gleich zu ziehen und scheitert kläglich. ...

  • Teufel_in_Blau am 24.05.2008 03:17:02

    Tja, es ist nun halt so, dass die meisten Leser ein gedrucktes Buch den pdf`s vorziehen. Für wissenschaftliche Arbeiten sind eingescannte Bücher, die man dann ganz leicht durchsuchen kann zwar vom Vorteil, aber Bücher, deren Copyright bereits abgelaufen ist, haben, abgesehen vom historischen We ...

  • gullinews am 23.05.2008 21:10:09

    Microsoft stellt seinen Service "Live Search Books", mit dem man online Bücher ansehen, durchsuchen und auch als .pdf downloaden konnte, mit sofortiger Wirkung ein. Eine genaue Begründung dafür hat das Unternehmen allerdings bisher nicht veröffentlicht. Die entsprechenden Seiten sind jedoch s ...

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