
Die mit 360°-Objektiven ausgerüsteten Kamerawagen sind nach Aussage von Googles oberstem Datenschützer Peter Fleischer bereits in verschiedenen europäischen Ländern unterwegs. Erste Aufnahmen sollen in Spanien, Italien und der Schweiz gemacht worden sein, bald werde man auch nach Deutschland kommen. Welche Städte auf der Liste für die Aufnahmen stehen ist allerdings ist noch nicht bekannt.
Allerdings erregt Googles Treiben schon jetzt die Kritik vieler Datenschützer. In den USA gab es bereits eine spektakuläre Klage gegen Google, die aber keinen nennenswerten Einfluss auf "Street View" hatte. In Canada und Australien dagegen musste der Konzern bereits versprechen, Gesichter und KFZ-Kennzeichen auf den Aufnahmen zu anonymisieren. Da diese Anonymisierung allerdings automatisch geschieht ist fraglich, ob sie tatsächlich flächendeckend funktioniert.
Und selbst dann könnte es sein, dass sie für die Gesetze mancher europäischer Staaten nicht ausreicht. Ein Experte führt dazu das Beispiel eines britischen Klägers an:
"An einem Abend im August 1995 beging ein 42-jähriger namens Geoffrey P. einen Suizidversuch, indem er sich die Pulsadern mit einem Küchenmesser aufschnitt, während er auf der Brentwood High Street in Essex, England stand. Überwachungskameras nahmen die Aktion auf, der Kontrolleur der städtischen Überwachungskameras alarmierte die Polizei und die Polizei schritt ein. P. überlebte. Aber trotzdem wurden Bilder der Überwachungskamera vom Stadtrat an die Medien verkauft. P. zog mit seiner Klage bis zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte und gewann."
Zwar lässt sich dieser Fall nicht 1:1 auf die Lage von Google Street View übertragen. Aber dennoch gibt es ernsthafte Bedenken, ob sich das Programm mit europäischem Datenschutz- und Persönlichkeitsrecht vereinbaren lässt. Auch ein ähnliches Projekt der Deutschen Post wird nach Aussage einer Sprecherin des Datenschutzbeauftragten für NRW bereits überprüft:
"Die Post möchte die Bilder unter anderem für ihre Adressdatenbank statistisch auswerten und einen virtuellen Stadtbesuch anbieten",
hieß es von der Behörde. Sollte das Angebot der Deutschen Post bemängelt werden, dürfte die Kritik auch auf Google Street View zutreffen. Da hilft auch nicht, dass Googles Datenschützer Peter Fleischer bereits im vergangenen September versicherte, man habe intensiv darüber nachgedacht, wie die Privatsphäre der gefilmten Personen geschützt werden könne. So könnten Nutzer Aufnahmen melden, die ihre Persönlichkeitsrechte verletzten oder Verbrechen zeigten. Zu funktionieren scheint das jedenfalls nicht wirklich. Dafür sind bisher einfach zu viele Bilder aufgetaucht, die zumindest als problematisch beurteilt werden können.
(via futureZone)
News Redaktion am Sonntag, 25.05.2008 15:36 Uhr
Sind das Live aufnahmen oder einfache Photos? Gegen Live-Aufnahmen, also Kamera`s hätte ich was dagegen, gibt schlieslich ja eh schon genug idDE, da brauch ich nich auch noch welche, bei denen mich Nicht-Behörden auch noch bei Schritt und Tritt beobachten :dozey: Sollten es allerdings normale B ...
Ganz ehrlich ich freu mich schon drauf!Das ist eine geniale Erfindung von Google. Ich finde auch, dass es nicht wirklich benötigt wird.Das ist mit allen anderen Sachen auch so. Wasser und Brot reicht doch zum Leben es gibt trotzdem ein "paar" nützliche Sachen mehr.Und wenn ich im Urlaub bin dann m ...
Coole Sache. Onlinestadtführungen zur Orientierung sind bestimmt ne feine Sache. ...
Und wenn du kein problem damit hast, dass dich jeder nackich begutachten kann, bitte,..aber müssen deswegen andere das auch gut finden? (du erinnerst mich an die "wieso? wenn man nix zu verbergen hat, hat man auch nix zu befürchten" hopp, Kamera rein ins Zimmerchen :D ....blubb) [/ ...
Eigentlich macht das doch alles keinen sin ... Wer braucht so einen scheiss ? Abgesehen mal von den Einbrechern ;) Bankräubern ... usw Die brauchen voher nicht mal zu kucken ... Machen ihren PC an und können kucken wo sie am besten einsteigen .... Gibt es eigentlich noch genügend andere g ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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