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Open Source: Wien greift zu Vista und Berlin will Ubuntu

Eigentlich wollte die Stadt Wien ja mit gutem Beispiel vorangehen. Doch nun werden weder Kosten noch Mühen gescheut, denn es muss wieder Windows her. In Berlin soll es jedoch etwas "offener" zugehen. Dort wird nun ein Mittelweg zwischen Linux und Microsoft eingeschlagen. Die Basis dazu liefert ein Ubuntu Linux.

Die österreichische Landeshauptstadt wollte eigentlich schon etwas länger beim quelloffenen Betriebssystem bleiben. Manchmal kommt es eben anders als gedacht und nun wird wieder migriert. Und zwar auf Windows Vista und das für schlappe acht Millionen Euro. In einer Gemeinderatssitzung soll dieses Vorhaben nun offiziell beschlossen werden. Ursprünglich wollte man in Wien 32.000 Rechner auf Linux umrüsten. Nur ein sehr kleiner Anteil von 1.000 Rechnern bekam bisher das offene System verpasst. Diese Tatsache tut jedoch den enormen Kosten für eine Windows Migrationen in keinster Weise einen Abbruch. Denn mit Linux hätte das gleiche Vorhaben sicher keine acht Millionen Euro gekostet. Die MA 14 ist in der Hauptstadt Österreichs verantwortlich für die EDV-Systeme. Insgesamt hat die Abteilung rund acht Millionen Euro für die Anschaffung von Softwarelizenzen veranschlagt. Dabei sind aber wohlgemerkt noch nicht die Kosten enthalten, die für Hardwareanschaffungen benötigt werden. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass ein Rechner der nicht aus der neusten Produktionsserie stammt, so problemlos mit Vista arbeitet, wie mit Linux. Sollte aber eine Abteilung nun den Wunsch haben, explizit "Wienux" zu wollen, so wird die MA 14 weiterhin eine Installationen tätigen.

In Deutschland hingegen läuft der Hase in die andere Richtung. Die Arbeitsplätze des öffentlichen Dienstes in der Hauptstadt Berlin werden künftig mit Linux und Windows ausgerüstet. Entwickelt wurde diese außergewöhnliche Mischung vom IT-Dienstleistungszentrum ebenfalls in Berlin. Die Lösung wurde Hand in Hand von Microsoft Deutschland und der Linux Information Systems AG erarbeitet. Sowohl technisch als auch wirtschaftlich soll die Kombination den Anforderungen der Bediensteten gerecht werden. Als Basis dient dabei das Ubuntu Linux mit dem KDE (K-Desktop-Environment) als grafische Oberfläche. Auch Microsoft steuert seinen Anteil bei und bietet seine Dienste über Proxy an. Zum Beispiel die Anbindung einer Workstation an einen Microsoft Windows Server oder an Exchange. Des Weiteren soll es auch gewährleistet sein, sich am Active Directory anmelden zu können. Nachdem man schon über drei Jahren beschlossen hatte auf Linux umzusteigen, scheint die Realisierung nun endlich voranzugehen.

(via pro-linux.de, thx)

News Redaktion am Mittwoch, 04.06.2008 15:58 Uhr

tagsTags: open source linux ubuntu vista windows wienux wien berlin

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14 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • Mati_ am 05.06.2008 21:00:29

    Da blutet das Steuerzahlerherz mal wieder. Ich sehe es nicht ein ein warum zum normalen arbeiten Windows gebraucht wird. Einmal eingerichtet ist es doch um keinen deut schwieriger zu bedienen. Was anderes ist die ganze Windows/Linux Geschichte für Privatrechner, aber für Arbeitsrechner, bei denen ...

  • paceman am 05.06.2008 20:51:33

    Die Beamten müssen wohl überhaupt nicht umgeschult werden. Die haben doch in der Regel nur ihre 2-3 Programme laufen, und da könnten die auch Amiga Workbench nehmen, Hauptsache die Programme bleiben gleich. In Wien hat MS wohl mal wieder die schwarzen Geldkoffer rausgeholt, um gena ...

  • Ihrgendwehr am 05.06.2008 16:01:26

    Wo steht überhaupt in ner Quelle was von 8 Millionen? In anderen News war immer mal von 400 000 die Rede, was auch realistischer klingt... ...

  • she3p am 05.06.2008 06:54:21

    Denn mit Linux hätte das gleiche Vorhaben sicher keine acht Millionen Euro gekostet. Auf welche Berechnungen / Daten stützt sich denn ein solcher Satz? Oder ist damit nur die Tatsache gemeint, dass die Lizenzgebüren wegfallen? (Zugegeben: beträchtlich) ...

  • stephantom am 04.06.2008 22:36:20

    Wir haben auf der Arbeit nen SuSE Exchange Server, da wäre das mit dem AD garnet mal so schlecht Ubuntu hat mit der letzten Version Likewise eingebunden. Auf der Produktseite gibts Pakete für viel ...

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