
Die Autoren der Studien erläuterten das Potenzial elektronischer Kommunikationsmittel, mit denen die Bevölkerung deutlich mehr als bisher an den politischen Prozessen zur Entscheidungsfindung beteiligt werden könnte.
Die Gewichtung des Internets nimmt ständig zu, rund ein Viertel der Bevölkerung hat bereits politische Informations- und Beteiligungsangebote im Internet genutzt. Darüber hinaus können sich zehn Millionen Menschen laut der Studie vorstellen, staatliche E-Partizipationsangebote im Web anzunehmen. Man arbeitete mehr als 30 konkrete Vorschläge aus, wie man die Verbindung zwischen Bundesverwaltung, Bundesregierung und Bevölkerung zukünftig besser gestalten kann. Auf Basis der Vorschläge werden jetzt Projekte entwickelt, die in Kürze in der Bundesverwaltung umgesetzt werden sollen.
Schäuble gab an, Angebote zur persönlichen Teilnahme an politischen Entscheidungsprozessen wären ein wertvolles Mittel. Er möchte die Distanz zwischen dem Bürger und der Politik mit konkreten Maßnahmen einschränken. Die heutigen Beschlüsse des Kabinetts haben zu einer Vertrauensbildung leider nur wenig beitragen können. Warum sollen sich Menschen an eine Regierung wenden, die flächendeckend ihre Grundrechte einschränkt und konsequent die Befugnisse diverser Behörden ausweitet? Christian Koch von der Piratenpartei ist der Meinung, falls der Entschluss des Kabinetts auch im Parlament abgesegnet werden sollte, so würde sich das BKA zu "einer Überwachungsbehörde der Superlative" entwickeln. Da helfen auch die durchaus gut gemeinten Ansätze Schäubles zur E-Partizipation und E-Inklusion nichts. Wenn in Deutschland im Zuge der Überwachung eine zunehmende Stimmung des Misstrauens vorherrscht - wie will man mit solchen Aktionen wieder für Gutwetter sorgen? Einen drohenden Dammbruch kann man auch nicht mit ein paar kosmetischen Pflastern abdichten. Beim 2006 aufgestellten "E-Government 2.0 - Programm" des Bundes stehen die Belange des Bürgers erst an vierter Stelle. Vornehmlich will man sich um die elektronische Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Verwaltung, den elektronischen Personalausweis, sichere Transaktionen und andere Belange kümmern. Welch Wunder wenn bei der Wertung der Bürger im Gegenzug wenig Interesse an der Politik zeigt?
Es scheint, wir werden zu einem Volk, dass immer wieder durch die Ankündigung neuer Maßnahmen wie Online-Durchsuchung, Vorratsdatenspeicherung, Wohnraumüberwachung, Bundestrojaner etc. aufgeschreckt wird. Und in Zeiten der diversen Skandale in den Konzernen zeigt sich, dass solche Methoden nicht nur Kinderschänder und Terroristen, sondern schlichtweg jeden treffen kann. Fraglich, wie man da effektiv für mehr Beteiligung und Interesse an der Politik werben will.
(via bmi.bund.de, Bild von annalist, thx!)
News Redaktion am Mittwoch, 04.06.2008 21:59 Uhr
War ja klar, nun wo der Stasitrojaner durch ist. Bei einer höheren Beteiligung im Internet kann der Staat noch mehr Privatleute überwachen und die wahren Verbrecher, Terroristem und CO lachen sich eins. ...
Der arme Mann was der grosse Bruder ihm vorgibt (USA) muss er ausführen , aber ein vorteil hat es Die Arbeitlosenquote wird dann wieder drastisch sinken , weil ja die ehemaligen IM Mitarbeiter reaktiviert werden :T ...
> suchte Schäuble gestern nach Möglichkeiten, um die Menschen wieder mehr > für politische Themen zu interessieren. Und wenn die Leute sich dafür interessieren, aber nicht seiner Meinung sind, dann interessiert es ihn nicht. ...
Ich würde nur gerne wissen welche Leute hinter Schäuble stecken, soviel Bockmist kann doch kein einzelner verzapfen ... ...
Der Kerl meint das auch noch so .. ...ich bin so enttäuscht. ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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