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Yorkshire und sein Überwachungwahn: Tragen von Hüten in Pubs verboten

Um die üblichen Schlägertypen in britischen Pubs durch die Überwachungskameras der Polizei besser erkennen zu können, wurde das Tragen von jeglicher Kopfbedeckung in der Grafschaft Yorkshire verboten. In der Stadt Sheffield wurden erneut die Besitzer von Pubs aufgefordert ihre Gäste daran zu erinnern, dass sie ihre Hüte innerhalb der Kneipe absetzen müssen.

Manche Besucher hatten mit ihrer in diesem Teil Englands typischen Kopfbedeckung dafür gesorgt, dass die Beamten sie trotz der Überwachungskameras nicht erkennen konnten. Von einigen Bewohnern wurde diese Anordnung stark infrage gestellt.

"Ich habe nie etwas derartig Blödsinniges gehört, als wenn man jemanden aus Yorkshire bittet, seine weiße Mütze auszuziehen.", so ein älterer Anwohner. Eine Sprecherin der Polizei im Süden Yorshires hatte Bewohnern den sogar den Zutritt verboten, weil sie ihre traditionelle Kopfbedeckung aus Protest in Banken oder anderen öffentlichen Einrichtungen nicht absetzen wollten. Es wäre zu Zwischenfällen in Kneipen und anderen Geschäften gekommen, so die Sprecherin. Und nun könne man die Akteure aufgrund ihrer Mützen nicht identifizieren. Diese hätten ihre Gesichter mit Absicht verborgen, damit sie von den Beamten, die versuchten die Bilder der Überwachungskameras auszuwerten, nicht erkannt werden konnten.

Nino Leitner kam im Verlauf seines Dokumentarfilms "Every step you take" zu der Schätzung, dass jeder Brite, der sich in einer Großstadt auf den Weg zur Arbeit macht, jeweils rund 300 Mal von Überwachungskameras der unterschiedlichsten Anbieter gefilmt wird. Das Bildmaterial von mehreren Millionen Kameras in Großbritannien kann wegen der fehlenden Mitarbeiter nicht ausgewertet werden. So passiert es häufiger, dass man beim Versuch der Aufklärung eines Verbrechens die Bänder vor einer möglichen Auswertung schon wieder überspielt hatte. Bis auf das aktuelle Beispiel in Yorkshire haben die meisten Briten aber überhaupt kein Problem mit ihrer flächendeckenden Beschattung. Die schwarzen Gegenstände weit über ihren Köpfen werden von vielen Einwohnern fälschlicherweise als Lampen identifiziert. Auch können sie sich mit ihren Autos keinen Meter auf öffentlichen Straßen der Inselnation bewegen, ohne dass von den Computern der Polizei ein Bewegungsprofil jedes PKWs erstellt wird.

(via telegraph & fefes Blog, thx!)

News Redaktion am Montag, 09.06.2008 08:58 Uhr

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21 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • Knuffolino am 12.06.2008 12:56:29

    zu was es führt wenn jeder trottel eine waffe besitzen darf sieht man ja wohl in den usa gut genug Aha, sieht "man" das also. Na ja, wie heißt es doch so schön: if guns are outlawed, only outlaws will have guns. Oder anders ausgedrückt: diejenigen, auf die's ankommt, s ...

  • titus_shg am 10.06.2008 19:57:16

    zu was es führt wenn jeder trottel eine waffe besitzen darf sieht man ja wohl in den usa gut genug Aha. Und wozu genau führt es da? Dann gefällt Dir das hier aber bestimmt viel besser, oder? Sc ...

  • miclange am 10.06.2008 19:43:10

    Ein Zeichen für einen freien Bürger war auch mal das Recht, Waffen zu tragen. Aber auch das hat man den Bürgern (nicht nur in England) ja schon lange genommen, angeblich (wieder mal), um sie zu "schützen". Dass man sie damit völlig wehrlos macht, und dadurch den Kriminellen noc ...

  • m0n.key am 10.06.2008 15:25:44

    Wie muss man sich das vorstellen, hängt da in jedem Pub eine Kamera ? Ich dachte die gibt's nur im Außenbereich ? :confused: ...

  • Tyranastrasz am 10.06.2008 14:36:40

    Seit 2001 starben in Europa 247 Personen durch Anschläge, 256 durch Stürme, 9000 durch die Hitzewelle 2003, 50.000 durch falsche Medikamente. Und mehr als 2000 Menschen haben seit 2001 eine Million gewonnen. und so die alltags geschehnisse hast du sogar ausen vor gelass ...

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