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U2 Manager again: Radioheads Vermarktungsstrategie war Müll

Der Manager der Band U2, Paul McGuinness, machte erst jüngst Schlagzeilen für seine fantastische Idee, die Provider müssten ihr Geld mit den Labels teilen. Ein Deal zwischen Labels und Provider sei absolut notwendig, um die Musikindustrie zum alten Glanz zurückzuführen. Jetzt fiel er bei einem Interview über Radiohead´s Album "In Rainbows" her, dessen Vermarktungsstrategie seiner Meinung nach ein totaler Fehlschlag war.

Von der abwegigen Idee, die Provider müssten einen Vertrag mit den Labels schließen, hin zu einem solchem Querschläger auf Radiohead. Paul McGuinness verstehen inzwischen wohl nur noch die wenigsten, amüsant sind seine Thesen jedoch allemal. So geschehen bei einem Interview auf BBC 6 Music. Auf die Vermarktung des neuen U2 Albums angesprochen, stellte McGuinness sofort klar, in welche Richtung der Zug fährt."Es wird einige Aktionen zum Releasetermin des neuen Albums geben. Für U2 sind CDs aber nach wie vor ein fester Bestandteil unserer Verkaufsstrategie, was daran liegt, dass wir viele verkaufen. Nichtsdestotrotz werden wir mit jedweder Technik arbeiten, die den Release des Albums so interessant wie möglich macht."

Dabei bezieht er sich jedoch nicht auf "Pay-as-much-as-you-like" Vermarktungsmodelle, wie sie Radiohead versucht hat. Für ihn seien solche Ansätze völlig nutzlos und würden einem totalen Fehlschlag gleichen.

"Wir sollten alle der Tatsache ins Auge blicken, dass Radioheads jüngster Versuch wie man ein Album online verkauft, ein totaler Fehlschlag war."

Dieser Attacke, auf die Radiohead und deren Absatzidee folgte, unverzüglich ein Rundumschlag gegen alle User, die dieses Angebot wahrgenommen hatten.

"Gerade weil es auf deren Website für umsonst zu haben war, wenn das den der gewünschte Preis für jemanden ist, so haben doch 60 bis 70 Prozent der Downloader nichts anderes getan, als die Tracks zu stehlen, obwohl es kostenlos war!"

Harte Worte also in Richtung Radiohead und potenzielle Downloader. Die Retourkutsche für diesen böswilligen Angriff kann indes gespannt erwartet werden, da sich sicherlich nicht alle 60 bis 70 Prozent als Diebe bezeichnen lassen.

(via bbc thx!)

(Bild via supersonicsounds thx!)

News Redaktion am Donnerstag, 12.06.2008 16:43 Uhr

tagsTags: musik filesharing vermarktung radiohead paul u2 in bbc mcguinness rainbow

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25 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • Teufel_in_Blau am 13.06.2008 14:59:24

    Der Typ ist ein Vollidiot mit einem zu großen Ego. Solche Leute ignoriere ich im Reallife und tue es ebenso im Netz. Das die Leute dafür nicht zahlen liegt ja vielleicht auch an der Qualität des Albums. Und mal nebenbei erwähnt, dass es funzt hat ja der gute Trend Raznor mit seinen letzten Albe ...

  • dem am 13.06.2008 11:01:41

    hallo, hat radiohead nicht mit dem "zahle soviel wie du kannst prinzip" viel geld gemacht? ich meine sie haben das ganze album doch selber produziert, zumindest am anfang, jetzt kann mans ja auch vom major kaufen! was ist der manager eigentlich für eine wurst? auf den konzerten( ich musste mal m ...

  • am 13.06.2008 10:26:29

    "der Glanz der Musikindustrie" Eine Industrie die hauptsächlich nur noch auf Einwegmusik aufbaut. Deren Hauptziel es ist maximale Gewinne einzufahren. Für Deutschland wären die ganzen "Tv made Bands" ein gutes Beispiel. Deren Einnahmen bestehen teilweise zu 25% aus Klingeltönenverkauf. Spricht ...

  • darkcloud1987 am 13.06.2008 01:34:14

    Ein Deal zwischen Labels und Provider sei absolut notwendig, um die Musikindustrie zum alten Glanz zurückzuführen. Dem kann ich nur zustimmen, wenn es der Musikindustrie weiter so schlecht geht müssen die tatsächlich Arbeiten um an Geld zu kommen. Könnt ihr euch das vorstellen!? ...

  • CharlesBukowski am 13.06.2008 01:07:15

    Schade, dass er Radiohead nicht noch als Sozialisten/Kommunisten bezeichnet hat. Das wäre die Schaumkrone gewesen, herrlich. :rolleyes: ...

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