Ähnlich wie im Fall vom Metalab in Wien soll das Vorhaben vom Sublab, einem eigenen Verein, getragen werden, die Renovierungsarbeiten werden auch hier eigenhändig durchgeführt.
Satte 200 Quadratmeter Fläche werden dann nach Fertigstellung allen Nutzern zur Verfügung stehen. Mitglieder vom Chaostreff Leipzig, Freifunk Leipzig, der Leipziger Kamera, dem Wikipedianer-Stammtisch, der ortsansässigen Linux-User-Group, der Open Source Drone Crew und der Leipziger Ortsgruppe des AK Vorratsdatenspeicherung haben bereits ihr Interesse angemeldet.
Ghandy: Das Gebäude ist eine ehemalige Produktionshalle. Was muss von euch denn auf den 200 qm jetzt alles gemacht werden, um dort auch wirklich einziehen zu können?
Bild: Außenansicht Westwerk, die Räume sind in der kompletten vierten Etage (Etage hinter der Uhr).
Markus: Die Räume, die wir im Westwerk beziehen, sind ehemalige Büros oberhalb der Produktionshallen. Dadurch sind schon Strukturen vorhanden, die unseren Bedürfnissen sehr entgegen kommen. Vor allem Wände und Decken sowie die Raumteiler aus Holz müssen gereinigt und neu gestrichen werden. Außerdem muss fast die gesamte alte Elektrik entfernt und ersetzt werden. Auch Teile der Fenster müssen renoviert werden. Dann ist es nötig, die Räume entsprechend ihrer jeweiligen Nutzung einzurichten.
Ghandy: Wie viele Leute sind an den Renovierungsarbeiten vom Chaostreff Leipzig & den Freifunkern beteiligt? Wann rechnet ihr in etwa mit einem Abschluss der Renovierungsarbeiten?
Markus: An den Renovierungsarbeiten beteiligen sich erfreulicherweise nicht nur Menschen vom Chaostreff und Freifunk, sondern auch einige andere, die durch Berichte auf das Projekt aufmerksam geworden sind. Im Moment sind fast jeden Tag zwei bis fünf Leute in den Räumen. Einige arbeiten sogar mehrere volle Tage in der Woche mit. Aber natürlich sind wir über jede weitere Person froh, die sich in irgendeiner Form einbringt. Es gibt viele Möglichkeiten, das Projekt zu unterstützen. Die grundlegenden Renovierungsarbeiten sollen Ende des Monats abgeschlossen sein, damit die ersten Räume eingerichtet werden können.
Ghandy: Welche Vorbilder habt ihr bei der Planung? Oder soll dabei etwas völlig Eigenes dabei herauskommen?
Markus: Sicherlich gibt es Vorbilder, sowohl in Deutschland als auch international. In der Anfangsphase orientiert man sich auch an diesen. Im letzten halben Jahr haben wir jedoch eigene Vorstellungen entwickelt. Das Projekt soll von möglichst vielen unterschiedlichen Gruppen genutzt werden, aber auch die Möglichkeit bieten, dass Einzelveranstaltungen möglich sind, die in das Gesamtkonzept passen. Außerdem haben wir begonnen Kontakte zu anderen Gruppen im Westwerk aufzubauen, die an einer Zusammenarbeit mit uns sehr interessiert sind. Das heißt, dass neben der Arbeit der einzelnen Gruppen auch die Arbeit an gemeinsamen Projekten im Vordergrund steht.
Ghandy: Wie ist die Nutzung der Räumlichkeiten geplant? Im Fall des Metalabs in Wien hat jedes Vereinsmitglied einen eigenen Schlüssel, von daher ist fast 24h am Tag jemand dort und nutzt die Räume. Gibt es diesbezüglich schon Pläne?
Markus: Das diskutieren wir gerade. Grundsätzlich sind wir daran interessiert, dass der Zugang zu den Räumen so unkompliziert wie möglich ist. Die Nutzung der Räume ist durch das Umfeld nicht zeitlich eingeschränkt und daher ist natürlich eine möglichst häufige Präsenz wünschenswert.
Bild: Freifunk steht bereits zur Verfügung!
Ghandy: Was ist an Inventar bzw. Räumlichkeiten geplant?
Markus: Es stehen fünf einzelne Räume und ein großer Raum zur Verfügung. Die fünf Räume sollen dediziert für bestimmte Tätigkeiten genutzt werden. Zum Beispiel soll es eine Werkstatt und ein Büro geben. Ein Raum wird als Bar fungieren. Der 120 m² große Raum soll immer offen sein und vor allem als Treffpunkt dienen. Das bedeutet, dass es eine Bar und Sitzgelegenheiten geben wird. Außerdem sollen einige öffentliche PCs bereitgestellt werden. Dieser Raum kann von den verschiedenen Gruppen auch für Veranstaltungen, Workshops oder Treffen genutzt werden.
Ghandy: Soll das Projekt nur euch zur Verfügung stehen oder werdet ihr die Räume auch stundenweise vermieten?
Markus: Das Projekt sollen allen Gruppen und Einzelpersonen offen stehen, die an einer freien, nicht kommerziellen Arbeit im weiteren technischen Umfeld interessiert sind. Die Nutzung der einzelnen Räume soll dabei nach einem Slotprinzip erfolgen, sodass ein Raum einer Gruppe an einem Wochentag immer zur Verfügung steht. Es soll aber auch "offene" Slots geben, zum Beispiel eine offene Werkstatt. Ob die Nutzung dieser Slots etwas kostet und wie viel das sein wird, steht noch nicht fest.
Ghandy: Wie ist die bisherige Zusammenarbeit mit der Stadt Leipzig abgelaufen? Bei unzähligen leer stehenden Wohnungen und auch nicht vermieteten Gewerbeflächen in und um Leipzig herum waren die doch sicher über euer Angebot froh, oder?
Markus: Durch das Westwerk müssen wir uns nicht direkt mit der Stadt Leipzig auseinandersetzen, denn das gesamte Gelände der ehemaligen Armaturenfabrik ist vom Westwerk gepachtet worden. Unser Partner ist also das Westwerk. Die Zusammenarbeit mit dem Westwerk ist gut. Dadurch, dass versucht wird möglichst viele unterschiedliche Gruppen auf das Gelände zu bringen entsteht hier eine interessante Mischung. Grundsätzlich ist die Stadt Leipzig natürlich froh, wenn die Gebäude wieder einer Nutzung zugeführt werden.
Ghandy: Dann bleibt mir nur noch übrig euch noch viel Spaß und Erfolg bei der Fertigstellung vom Hacker Space zu wünschen! Und vielen Dank für das Interview!
Am 19.06.2008 wird ab 20:00 Uhr im Sublab im Leipziger Westwerk der Trägerverein des Leipziger Hacker Space gegründet. An diesem Abend soll die Satzung, Geschäftsordnung, als auch die erste Vorstandswahl durchgeführt werden.
Weiterführende Links
Wiki: sublab.subsignal.org/
Weitere Bilder: space.streetcleaner.org/
Mailing Liste: lists.subsignal.org/mailman/listinfo/space
Arbeitsbesprechung. Im Hintergrund die alte Fensterfront, links jede Menge Holzreste.
News Redaktion am Dienstag, 17.06.2008 09:58 Uhr
Markus:Grundsätzlich ist die Stadt Leipzig natürlich froh, wenn die Gebäude wieder einer Nutzung zugeführt werden... Ich will den Satz mal im Sinne der Stadt Leipzig beenden: ...und die Stadt kann die entsprechenden Überwachungsmaßnahmen der dort ein- u. augehenden Personen/Daten auf d ...
Markus:Grundsätzlich ist die Stadt Leipzig natürlich froh, wenn die Gebäude wieder einer Nutzung zugeführt werden... Ich will den Satz mal im Sinne der Stadt Leipzig beenden: ...und die Stadt kann die entsprechenden Überwachungsmaßnahmen der dort ein- u. augehenden Personen/Daten auf den Weg bringen ...
mein home :D ...
Hey, ich war noch nicht fertig. ;-) Sollte jetzt aber alles prima funktionieren! ...
Wiki: go.gulli.com/gulli/url/http://go.gulli.com/gulli/url/http://sublab.subsignal.org/ Weitere Bilder: go.gulli.com/gulli/url/http://space.streetcleaner.org/ Mailing Liste: go.gulli.com/gulli/url/http://lists.subsignal.org/mailman/listinfo/space die links sind sehr schlecht gesetz ...
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Sener Dincer am 14.06.2013, 11:47 Uhr
Bezugnehmend auf die anhaltende Protestbewegung gegen Ministerpräsident Erdogan hat nun auch der StudiVZ-Gründer Ehssan Dariani seine Ansichten offenbart. Via Facebook-Mitteilung teilt er mit, dass möglicherweise die Zeit für einen bewaffneten Kampf gegen die türkische Regierung gekommen sei – und zwar „Stauffenberg-like“.