
Justizia findet bekanntlich immer einen Weg aus der Misere. So diesmal wieder erlebt, vor der amerikanischen Gerichtsbarkeit. Auf der einen Seite die Kläger, das "National Security Archives", auf der anderen Seite die Beklagten, das Weiße Haus. Den Vorsitz führte die US-Bezirks-Richterin Colleen Kollar-Kotelly, welche vielen insbesondere für ihre glorreiche Urteilsfindung im Rechtsstreit gegen die Monopolstellung von Microsoft in Erinnerung geblieben ist.Diesmal jedoch ging es um die höchste Macht im Lande. Nein, nicht wieder Microsoft, sondern das Weiße Haus. Konkreter das "White House Office of Administration". Diese hatten über Wochen die Anfragen des National Security Archives ignoriert, als diese nach den E-Mails aus den Jahren 2003 bis 2005 fragten. Diese hätte man nämlich speichern und einlagern sollen. Da dies nicht erfolgte, und der Aufforderung ebenfalls nicht Folge geleistet wurde, versuchte man sich beim Weißen Haus aus der Affäre zu reden. Die E-Mails seien versehentlich gelöscht worden. Wiederherstellen für die IT-Spezialisten der Chefetage ein unmögliches Unterfangen, so die Antwort an das Archiv. Diese wollten sich damit nicht abspeisen lassen, da man deren Aufgabe, die Kommunikation der Führungsetage zu speichern, scheinbar sehr ernst nimmt. Es wurde Klage eingereicht, man wollte solche "versehentliche Löschungen" bzw. "unmögliche Wiederherstellungen" verhindern. Des Weiteren sollten die Verantwortlichen für diesen Fehltritt belangt werden.
Wer sich an "Microsoft vs. The People" erinnert, wird das Urteil der Richterin schon vor dem Weiterlesen kennen. Diese legte den Streit nämlich kurzerhand bei, indem sie die für die Archivierung und Weiterleitung der E-Mails zuständige Abteilung, das "White House Office of Administration" kurzerhand zu einer "minder wichtigen Einrichtung" erklärte. Dies heißt, dass diese Abteilung nicht mehr Wert besitzt, als der Hausmeister. Das Nonplus ultra dieses Deals leuchtet schnell ein. Wer nichts Wert ist, muss auch nichts archivieren, insbesondere nicht den E-Mail Verkehr. Inwiefern dieses Urteil "versehentlich" gesprochen wurde, ist noch unklar.
(via the_inquirer & ars_technica thx!)
News Redaktion am Dienstag, 17.06.2008 14:43 Uhr
Im letzten Abschnitt ist etwas falsch. Nicht das "White House Office of Administration" wurde zu einer minder wichtigen Einrichtung erklärt, sondern das "National Security Archives". Vom Kontext her sollte es aber jeder verstanden haben. :p ...
Jaja, die super Gerichte in den USA, die Mikrowellenhersteller dazu zwingen, "nicht für Haustiere" auf ihre Geräte zu schreiben... Manchmal frage ich mich, ob das wirklich nur eine kleine Gruppe ist, die dafür aber umso mehr Mist baut, oder ob da hinten einfach alle so durchgeknallt ...
wer die lizenz zum gelddrucken besitzt und somit kostenlos öl tanken kann, darf sich sowas erlauben :T ...
Jaja, die super Gerichte in den USA, die Mikrowellenhersteller dazu zwingen, "nicht für Haustiere" auf ihre Geräte zu schreiben... Manchmal frage ich mich, ob das wirklich nur eine kleine Gruppe ist, die dafür aber umso mehr Mist baut, oder ob da hinten einfach alle so durchgeknallt sind :rolleye ...
Aufgrund diverser "versehentlich gelöschter" und "verloren gegangener" E-Mails mit scheinbar höchst interessantem Inhalt fand nun ein Prozess gegen die oberste Macht in den USA statt. Geführt wurde er unter anderem vom "National Security Archive". Das Urteil wiederum gleicht einem Freibrief fà ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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