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England: Und wieder gingen einige Laptops flöten

Es scheint einfach nicht ruhig um dieses Thema werden zu können. In Großbritannien setzt sich die endlos wirkende Serie der Computerverluste fort. In diesen Fall war es neben einer Ministerin, deren Notebook gestohlen wurde, ein Krankenhaus. Abgesehen von sensiblen Regierungsdaten hat nun jemand Zugriff auf über 20.000 unverschlüsselte Patientendaten. Offensichtlich gestaltet es sich schwieriger als gedacht, auf die mobilen Geräte aufzupassen.

Immer wieder wurden in der Vergangenheit zahlreiche englische Staatsbeamte vom Rechner- und Datenverlust heimgesucht. Erst kürzlich wurden in einem Zug streng vertrauliche Dokumente über die Lage im Irak und Informationen bezüglich der al-Kaida vergessen. Nun setzt sich die Misere fort. Der Kabinettsministerin Hazel Blears ist etwas besonders Dreistes widerfahren. Offensichtlich ist es einem Dieb gelungen, ihren Arbeitscomputer aus einem Büro im Norden von England, zu entwenden. Darauf befanden sich, wie man es bereits vermuten mag, natürlich wieder Daten der Regierung, die eigentlich nicht für die Augen Dritter bestimmt waren. Sichtlich unerfreut zeigt sich Premierminister Gordon Brown über die sich häufenden Vorfälle. Bei einer Kabinettssitzung hat er alle Minister über die weitreichenden Konsequenzen informiert und zu einer besseren Sorgfalt aufgerufen. Ob dies Früchte tragen wird, muss sich erst herausstellen.

Auch das St George's Krankenhaus in Tooting ist nicht vor Diebstählen gefeit. Gleich sechs Laptops konnte sich dort jemand unter den Nagel reißen. Aus der Abteilung für Herzerkrankungen wurden diese entwendet und beinhalten schätzungsweise 20.000 Patientendaten. Darunter die vollständigen Namen, das Geburtsdatum und die Postleitzahl. Ereignet hat sich der Vorfall am Wochenende vom 7. zum 8 Juni. Wieso auf die Verschlüsselung der Daten verzichtet wurde, ist noch unklar, Fakt sei es jedoch, dass dies nicht gemacht wurde. Ein simpler und genau so leicht zu umgehender Passwortschutz sollte die Daten wohl vor den Einblicken Fremder schützen. Ein wohl eher schwacher Schutz, da es ausreichen würde, mit einem anderen Betriebssystem zu Booten. Das St. George's Krankenhaus hat sich heute offiziell bei allen Patienten entschuldigt.

Teilweise scheint es, Regierungsmitglieder sollen so denunziert oder auf diesem Weg "geheime" Informationen gestreut werden. Manche Beobachter zweifeln daran, dass so viele Zwischenfälle in so kurzer Zeit überhaupt möglich sind. Ob diese Ereignisse endlich ein Zeichen setzen und es bald etwas ruhiger um dieses Thema wird, steht noch in den Sternen. Besserungen geloben natürlich alle beteiligten Parteien.

(via theregister & smh, thx!)

News Redaktion am Mittwoch, 18.06.2008 18:43 Uhr

tagsTags: verlust england regierung laptop notebook krankenhaus daten

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10 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • money am 19.06.2008 23:59:59

    Die Behörden sind überfordert mit dem Thema Verschlüsselung. Kürzlich bekam ich vom Steueramt eine Email Antwort. "Ich konnte die Datei im Anhang nicht öffnen." Hö ich habe doch keine Anlagen geschickt, aaah, die PGP Signatur! Antwort: Seien Sie unbesorgt hierbei handelt es si ...

  • am 19.06.2008 23:43:00

    Die Behörden sind überfordert mit dem Thema Verschlüsselung. Kürzlich bekam ich vom Steueramt eine Email Antwort. "Ich konnte die Datei im Anhang nicht öffnen." Hö ich habe doch keine Anlagen geschickt, aaah, die PGP Signatur! Antwort: Seien Sie unbesorgt hierbei handelt es sich nur um die ...

  • Papierdrache am 19.06.2008 11:00:10

    Ich möchte nur darauf hinweisen, dass in der deutschen Verwaltung auch hunderte Laptops jährlich verschwinden. Berichtet halt nur keiner drüber weils diskreter gehandhabt wird. ...

  • am 19.06.2008 10:07:41

    Ich versteh nicht wieso es (manche) Behörden nicht schaffen ihre Festplatten zu verschlüsseln und den Usern ein langes Passwort vorzuschreiben... ...

  • gS- am 19.06.2008 09:47:21

    Korrekt, man sieht es besonders in England, dass immer mehr "weg kommt". ...

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