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Musikindustrie beklagt weitere Umsatzeinbußen

Die Musikindustrie, genauer der Branchenverband der Musikindustrie IFPI, hat Zahlen für das vergangene Jahr veröffentlicht. Neben den fallenden CD-Verkäufen seien auch die kostenpflichtigen Downloads nicht zufriedenstellend: Diese könnten die Verluste nicht ausgleichen, die die Industrie durch den Einbruch bei den CD-Verkäufen erlitten hat. Jammern auf höchstem Niveau also?

Die Verkäufe der Musikindustrie seien so niedrig wie seit zehn Jahren nicht: Die CD-Verkäufe sinken stets,  und die kostenpflichtigen Downloads lassen anscheinend auch an Quantität zu wünschen übrig. Physische und digitale Piraterie koste die amerikanische Musikindustrie laut Report der IFPI gut 5,3 Milliarden US-Dollar, der  eine Nachforschung der IPI, des Institutes für politische Innovation, zitiert. 70% dieser Einbußen seien auf digitale Piraterie zurückzuführen, so die IFPI.

Jetzt sei es unbedingt wichtig, gegen die Online-Piraterie vorzugehen: 30 Millarden illegale Downloads wurden 2007 durchgeführt, fast 40% davon entfallen auf Teenager, welche die Musik über P2P-Netzwerke teilen.

Außerdem kritisierte die IFPI die aktuelle Politik bei U.S.-Radiosendern: Für das Abspielen der Musik in den USA zahlen sie nicht etwa GEMA-Gebühren oder Ähnliches, wie hier in Deutschland, sondern erwirtschaften Umsätze von ca. 16 Milliarden Dollar.

"Yet they pay artists and record producers nothing for the music that drives their business. That situation is totally unfair - it must change and I believe that it will."

Des Weiteren geht die IFPI davon aus, dass wenn man die Internetprovider zu einer Zusammenarbeit bewegen könnte, man rund zwei Drittel der Filesharer durch einen Warnbrief ihres Providers vom illegalen Datentausch abbringen könnte. Die Schuldfrage war also schnell geklärt. Verantwortlich sind nicht die altmodischen Vertriebskonzepte der Musikindustrie, schuldig gesprochen wurden erneut allein die bösen Filesharer. Dass dieTeilnehmer der Peer-To-Peer Börsen Symptome einer Krankheit und nicht die Ursache sind, darüber hat man sich offensichtlich keine Gedanken gemacht. Und wer auf die Liebesbriefe nicht reagiert, der wird entweder abgemahnt oder muss im Extremfall mit der Sperre seiner DSL-Leitung rechnen. Ist das die Art der Zusammenarbeit, die man sich erwünscht?

(via testticker.de, thx!)

News Redaktion am Freitag, 20.06.2008 09:56 Uhr

tagsTags: filesharing musikindustrie ifpi ipi mp2p

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42 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • ludwighagen am 02.07.2008 00:59:55

    Hoffentlich ist diese überflüssige Bande endlich bankrott und gefeuert und krepiert, dann hört dieses nervige Gejammere vielleicht endlich mal auf :mad: ...

  • Allmightyrandom am 01.07.2008 22:14:22

    Ich höre gerne Musik. Und ich kaufe mir gute Alben. Meine Vorraussetzung dafür: Preise von max. 9,99€ pro CD. Meistens warte ich 1 Jahr ab wenn ich eine neue Platte haben will, dann bekomme ich die für 6-8€. Warum aktuelle CDs jedoch immer ca. 16€ kosten... Ich habe ca. 400 originale C ...

  • frogger9 am 21.06.2008 17:38:51

    warum sollte die Musikindustrie nicht den Gesetzen der Wirtschaft folgen, Angebot - Nachfrage. Somit hab ich mir kein Album mehr gekauft, da ich keine 15$ für einen auf 20Cent gepressten Datenträger zahle. Eine auf Vinyl gepresste LP kann ich noch in 20j. abspielen, bei den CDs hab ich jetzt sch ...

  • Torreuno am 21.06.2008 17:35:24

    Wenn die MI endlich mal wieder Angebote macht, die man auch kaufen kann, wird sich deren geldbörse auch wieder füllen. Wenn ich aber von einem Interpreten oder einer Gruppe eine CD kaufe, muss mir die ganze CD gefallen. Für Schrott und Lückenfüller zahle ich nichts. ganz hinterhältige ist die ...

  • money am 20.06.2008 22:35:22

    Ich kauf mir fürs Geld lieber DVD's von meinen Lieblingsfilmen und Serien. Da hab ich mehr von als von einer CD, wo mir vielleicht ein oder zwei Songs gefallen und das Teil trotzdem 10 oder mehr Onken kostet. ne Single kosten heute etwa 5-6 euro und n album kostet 20 - 30 ...

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