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EU-Datenschutz: Peter Hustinx will Meldestellen und Datenschutz statt Netzfilter und Überwachung

Peter Hustinx gab eine Stellungnahme zum europäischen Programm "Safer Internet" ab. Der EU-Datenschutzbeauftrage warnt davor, dass man aus Jugendschutzgründen in Onlinemedien auch solche Inhalte filtert, die für eine Auseinandersetzung hilfreich sind. Technologien zur Filterung sollten eher dafür genutzt werden, um die Privatheit der Nutzer zu erhöhen. Meldestellen sollen den Schutz in den Medien erhöhen. Die Überwachung von Telekommunikationsmedien dagegen sieht Hustinx eher bei den Strafverfolgungsbehörden, als bei der Privatwirtschaft.

Peter Hustinx gab in einer Pressemitteilung seine Position zu dem EU-Programm "Safer Internet" bekannt. Das Programm widmet sich der Datensicherheit von Onlinemedien, vor allem im Hinblick auf den Schutz von Kindern. Vier Punkte waren dem EU-Datenschutzbeauftragen dabei besonders wichtig.

So spielt der Datenschutz eine wichtige Rolle beim Kinderschutz. Auch wenn sich das Programm besonders den Kinderschutz auf die Fahnen geschrieben hat, so sollte man beachten, dass der Schutz von persönlichen Daten grundsätzlich die Sicherheit in Onlinemedien erhöht. Dem gegenüber sollte jeder Überwachung von Netzwerken Rechnung getragen werden.

Anstatt zu versuchen, Inhalte systematisch zu filtern, sollte man anstelle dessen die Technologien nutzen, um die Privatsphäre in den Medien zu erhöhen. Durch systematisches Filtern könnte als unerwünschter Nebeneffekt auftreten, dass man wichtige und relevante Inhalte ungewollt mitfiltert. Man sollte lieber ein Netzwerk aus Meldestellen aufbauen, die den Strafverfolgungsbehörden angeschlossen sind, bei denen man verdächtige oder sonst wie schädliche Inhalte melden kann.

Die Industrie sollte "Best Practice"-Methoden entwickeln und nach Möglichkeit umsetzen. Überwachung sollte, falls sie doch notwendig sein sollte, nicht von Telekommunikationsanbietern umgesetzt werden. Diese Aufgabe sieht Hustinx eher bei den Strafverfolgungsbehörden.

( via Virtuelles Datenschutzbüro, Futurezone )

News Redaktion am Dienstag, 24.06.2008 01:49 Uhr

tagsTags: internet jugendschutz peter hustinx europäische union onlinemedien kinder safer internet

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4 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • frankomatic am 03.07.2008 08:52:06

    @wicht22: Du hast die Meldung scheinbar nicht richtig gelesen,oder? es geht um MEHR Privatheit und WENIGER Überwachung. ;) ...

  • wicht22 am 24.06.2008 14:53:08

    Wetten, dass die Musikindustrie wieder ihre Drecksfinger im Spiel hat? ...

  • griever92 am 24.06.2008 12:45:12

    @duckmichweg das mit den studiengebühren müsste mal jmd laut sagen vlt denken dann die politiker um, oder sie erhöhen die gebühren noch, damit sie sich günstigere "kaffeefahrten" leisten können, weil es ein größeres "angebot" gibt. zensur ist immer schlecht egal aus welchen grund. wenn in ...

  • Duckmichweg am 24.06.2008 12:11:42

    Hier kann ich Peter Hustinx nur zustimmen. Meine Meinung: Das Problem bei den Anfängen vom Internet war, dass sich viele Eltern keine Ahnung über das Internet hatten (zumindest die Schutzmöglichkeiten für Kinder). Mit jeder Generation werden die Eltern erfahrener, da sie auch mit dem Internet ...

  • gullinews am 24.06.2008 01:49:35

    Peter Hustinx gab eine Stellungnahme zum europäischen Programm "Safer Internet" ab. Der EU-Datenschutzbeauftrage warnt davor, dass man aus Jugendschutzgründen in Onlinemedien auch solche Inhalte filtert, die für eine Auseinandersetzung hilfreich sind. Technologien zur Filterung sollten eher da ...

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