
Die Rede ist gegenwärtig von mehr als 500.000 Personen, deren Daten für alle frei verfügbar im Netz waren. Dazu gehörten unter anderem Name, Wohnort, Religionszugehörigkeit sowie Passbilder. Eine folgenschwere Panne, die vermeintlich niemand bemerkte, bis das ARD-Magazin das Leck aufdeckte.
Das Unternehmen HSH aus Ahrensfelde zeichnete sich verantwortlich für die Entwicklung und Programmierung des Informationsregisters. Dabei verwendete man stets eine Standard Benutzerkennung sowie ein Standard Passwort. Diese waren auf der Homepage des Unternehmens für alle einsehbar, die sich über eine Demoversion der Software informieren wollten. Mit den Standardzugängen waren jedoch auch die ausgelieferten Versionen an die Kommunen versehen, wenngleich mit der wichtigen Notiz, diese umgehend zu ändern. Zahlreiche Gemeinden leisteten dieser Aufforderung nicht folge. Die Bequemlichkeit dieser Beamten hat nun dazu beigetragen, dass sich hunderttausende Meldedaten frei im Netz befanden.
Der Kommentar des Firmensprechers, Sven Kollmorgen, möchte einen dabei in Raserei versetzen. "Da ist uns ein Lapsus passiert", waren die kühlen Worte. Scheinbar interessiert man sich nicht sonderlich für die Problematik, obwohl sie doch seit Monaten ausgenutzt werden konnte. Laut Kollmorgen waren die Standardkennungen von März bis Juni auf der Homepage zugänglich.
In diesem Zeitraum zeichnete die Firma drei externe Zugriffe mit der Standardkennung auf. Laut deren Angaben sind lediglich 15 Kommunen von der Passwortpanne betroffen. Report München indes berichtet, das bei einer Stichprobe auf 5 Kommunen Zugriff genommen werden konnte. Die Wahrscheinlichkeit, bei 5 aufeinanderfolgenden Versuchen einen Treffer zu landen, wenn angeblich "nur 15" von 425 betroffen sind, kann sich jeder selbst ausrechnen.
(via futurezone thx!)
(Bild via einmachglas thx!)
News Redaktion am Dienstag, 24.06.2008 11:25 Uhr
@ Andreas37 Nein die hier: http://www.meldebehoerde.de Ist aber gerade wegen Überlastung :D abgeschaltet. Ja, ja - jetzt wird diese Panne als Überlastung bezeichnet, schöne Ausrede. ...
Mal schauen, wie weit dieser Vorfall in der Mainstreampresse Beachtung findet. Da muss man nicht mal schauen, da weiß man eigentlich jetzt schon bescheid. Natürlich wird diese "peinliche Datenpanne" viel zu wenig vom Mainstream beachtet. Übrigens titelte auch die (unsere) lokale Ta ...
Die wissen schon warum. Wenn´s mal interessiert wie Wahrscheinlich es war, dass Report München 5 Treffer in folge landen konnte, der möge da mal selbst ne Wahrscheinlichkeitsberechnung durchführen. ...
@ Andreas37 Nein die hier: http://www.meldebehoerde.de Ist aber gerade wegen Überlastung :D abgeschaltet. ...
Kann man nicht herausbekommen, um welche Internetseite es sich hierbei handelt ? Ist es diese hier: http://www.meldeaemter.de Sicher, das steht doch da alles drin. MfG Andy ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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