
Am Institute of Industrial Research der Universität von Portsmouth möchte man in einem dreijährigen Forschungsprogramm Geräuscherkennung für die Kameraüberwachung adaptieren.
Systeme, die es für visuelle Überwachung schon gibt, soll es nun auch für Geräusche geben. Erkennen soll das System auffällige Muster, die auf verdächtiges Verhalten oder Gewalt- und Straftaten hindeuten. So kann man Erkennungsmuster für splitterndes Glas oder menschliche Schreie ausmachen, die die lauschende Kamera automatisch erkennt. Über lernende Algorithmen sollen harmlose von auffälligen Geräuschen unterschieden werden können. Die Kamera soll dadurch in der Lage sein, einen harmlosen Umzug mit splitternden Glasflaschen von einem gewaltsamen, tobenden Mob zu unterscheiden. Über unterschiedliche Geräuschtypen soll die künstliche Intelligenz dann den Gefahrengehalt der Situation analysieren und zumindest vorsorglich die Szenerie filmen.
Die "intelligente" Kamera richtet sich automatisch auf die Gefahrenquelle aus. Durch den Einsatz von ebenfalls visueller Mustererkennung soll die Kamera eine sorgfältige Vorauswahl von "Gefahrenstoff" selektieren. Diese Technik soll dem Problem vorbeugen, dass Mitarbeiter in den Sicherheitszentralen Tausende von Stunden Videomaterial sichten müssen, um auffällige Ereignisse zu sondieren. Auch denkbar ist das Szenario, dass nach einem auffälligen Geräusch automatisch die Videoverfolgung über das stadtweite Überwachungsnetzwerk aktiviert wird. Nachdem also die eigene Spur auf Video gebannt ist, kann man auch nachträglich noch eine Menge weiterer Analysemöglichkeiten anwenden, um Verdächtige zu enttarnen. Damit wird die Reihe der "intelligenten" Kameras und der Totalüberwachung ein weiteres Fragment erweitert.
Die Kamera soll selbstverständlich keine Gespräche aufzeichnen oder andere, die Privatsphäre einschränkenden Möglichkeiten umsetzen. Man will durch diese Technik die Sicherheit im öffentlichen Raum gewährleisten. Dass systematische Überwachung nur wenig zur Prävention von Gewalt und Verbrechen beiträgt, statt dessen die Privatsphäre einschränkt, wird vermutlich erneut auf taube Ohren stoßen. Denn auch für die lauschende Kamera gilt, dass erst aufgezeichnet wird, wenn das Verbrechen bereits geschehen ist. Zur Gewaltprävention soll es ein eine wesentlich einfachere und wirksamere Lösung geben: Straßenbeleuchtung. Siehe hierzu das ausführliche Interview mit Nino Leitner über sein Dokumentarfilm "Every step you take" und den Überwachungswahn in Großbritannien.
( via PCOpen, Ravenhorst )
News Redaktion am Donnerstag, 26.06.2008 20:15 Uhr
Indem man Leuten gibt was sie brauchen und jeder Mensch gleich viel hat schon... Leider wird das niemals passieren. früher oder später schon. die zeit der kapitalisten in deutschland läuft bald ab... ...
Darum geht's in dieser News aber nicht, wie schon gesagt ;) Sonst gebe ich Dir Recht. Das ist aber das Problem, mit welchem man hier konfrontiert wird. Zu der Zeit, als Gehard Schröder noch Kanzler war, wurde ein schönes Gesetz rausgebracht, welches die Geldflüsse der ...
Kriminalität kann nicht im Keim erstickt werden - Leider. Indem man Leuten gibt was sie brauchen und jeder Mensch gleich viel hat schon... Leider wird das niemals passieren. ...
achso, anstatt energie darin zu verwenden kriminailtät in der wurzel zu ersticken, gibt man alles, um sie zu überwachen. :T Kriminalität kann nicht im Keim erstickt werden - Leider. Außerdem wachsen Eure Argumente gerade über das Thema hinaus. Es geht hier um eine ko ...
Warum schimpft Ihr auf die Totalüberwachung? Ist doch soweit alles sinnvoll. achso, anstatt energie darin zu verwenden kriminailtät in der wurzel zu ersticken, gibt man alles, um sie zu überwachen. :T dadurch verhindert man ja auch so viel, und damit [url=http:/ ...
Julian Wolf am 27.05.2012, 21:08 Uhr
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