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Botnetz: Fast Flux Pionier muss sich vor Gericht verantworten

Das Betreiben eines Botnetzes und die daraus resultierenden Schäden sind immens. Immer mehr Behörden sind hinter den Betreibern her und wollen ihr Treiben beenden. Der Autor eines der bahnbrechendsten Trojaner, im Bezug auf Botnetze, wird sich schon bald vor Gericht verantworten müssen. Mehrere Tausend Computer hat er mit seinem entwickelten Schädling infiziert und dann private Daten von den Rechnern entwendet. Auch vor zahlreichen "Denial of Service" (DoS) Angriffen schreckte der 19-jährige nicht zurück. Aber nun scheint das sichere Ende des Netzes besiegelt zu sein.

Jason Michael Milmont aus Wyoming, USA hat bereits gestanden. Die Entwicklung und Verbreitung des Nugache Wurms geht auf sein Konto. Er hat den Trojaner über den AOL Instant Messenger (IM) und modifizierte Installationsprogramme für Limewire verbreitet. Ein einziger Klick auf die infizierte Datei genügte, schon wurde man Teil des Netzes - Username, Passwörter und sonstige Details gerieten ohne Verzögerung in die Hände des Angeklagen Milmount.

Der Wurm Nugache zirkulierte schon Anfang 2006 und war eines der ersten Botnetze, die ein dezentrales System benutzt haben. Anstatt sich auf einen einzigen Kontroll-Server zu verlassen, nutzt das Netzwerk einen Peer-To-Peer Mechanismus um die Zombies zu steuern. Getauft wurde diese Technolgie auf den Namen "Fast Flux", diese veränderte die cyberkriminelle Welt der Hacker maßgeblich. Ein solches Botnetz auszuschalten scheint nahezu unmöglich. Auch das Netz des Sturm-Wurms bedient sich dieser Technik. Im Lauf der Zeit hat Milmont zahlreiche Features eingebaut, um ihm die Verwaltung von Nugache zu erleichtern. Unter anderem hat er ein grafisches Interface dafür geschrieben. Nugache konnte ebenfalls sämtliche Tasteneingaben loggen und sensible Daten sniffen. Ein Blick in den Taskmanager war bei NT, XP und 2000 eher brotlos. Denn in den besagten Systemen war der Prozess unsichtbar. Durchschnittlich verfügte Milton über 5.000 - 15.000 Drohnen, die komplett von ihm gesteuert werden konnten.

Im April 2007 hat er mit gestohlenen Kreditkartendetails Einkäufe im Internet getätigt, der Schaden beläuft sich alleine in diesem Fall auf rund 1.400 US-Dollar. Nun drohen ihm im Falle einer Verurteilung bis zu fünf Jahre Gefängnis und eine Geldstrafe von bis zu 250.000 US-Dollar. Auch hier erfolgte die Aufklärung des Sachverhalts in Kooperation mit dem FBI.

(via the register, thx!)

News Redaktion am Samstag, 28.06.2008 22:09 Uhr

Tags: hacker gericht ddos dos netz usa botnet kreditkarte trojaner fast flux milmont sturm-wurm wurm drohne

 
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4 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • snagon am 02.07.2008 17:56:09

    who das nen ich einen master..... so einen müsste man als nsa hacker angaschieren statt ihn zu verhaften der könte sicher den ganzen "terorissmus" aufdecken von wem auch immer der begangen wird. versteht mich nicht falsch ich finde sowas schlecht aber wenn diese person sich schon so ein Netzwerk auf ...

  • Black-Lion am 29.06.2008 18:02:57

    Statt ins Gefängniss müsste man dem einen gutbezahlten Job in einer guten IT Firma geben. Dito! Oder beim FBI im Kampf gegen Cyberverbrechen (nein, nicht Urheberrechtsverletzungen). ...

  • am 29.06.2008 15:02:17

    Statt ins Gefängniss müsste man dem einen gutbezahlten Job in einer guten IT Firma geben. ...

  • am 29.06.2008 13:39:18

    Boah krass. Das ist natürlich in keinster Weise zu befürworten, ABER das muss doch ein gigantisches Know-How erfordert haben, um sowas zu realisieren! ...

  • gullinews am 28.06.2008 17:22:38

    Das Betreiben eines Botnetzes und die daraus resultierenden Schäden sind immens. Immer mehr Behörden sind hinter den Betreibern her und wollen ihr Treiben beenden. Der Autor eines der bahnbrechendsten Trojaner, im Bezug auf Botnetze, wird sich schon bald vor Gericht verantworten müssen. Mehrere T ...

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