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Online ID Cards: Sollen mehr Sicherheit bringen

Ein Zusammenschluss von Softwarefirmen und Onlinebezahlsystemen arbeitet momentan an einer neuen und angeblich bahnbrechenden Technologie. Damit soll die Benutzung von Passwörtern zur Bestätigung der eigenen Identität nicht mehr länger nötig sein. Gelöst werden soll dies mithilfe der sogenannten ID-Card. In Anbetracht der vielen Schwachstellen von unsicheren Passwörtern sei dies ein zwingend notwendiger Schritt, so die Entwickler.

Die Problematik bezüglich der Benutzung von Passwörtern ist bekannt. Für jede Anmeldung bei einem Internetdienst sind diese erforderlich. Viele benutzen immer das gleiche Passwort, konnte dieses an einer Stelle ergattert werden, wird jeder Hacker versuchen, es auch bei anderen Diensten anzuwenden. Zum Schutz der eigenen Daten und des eigenen Geldes ist es ratsam, niemals dasselbe Passwort mehrfach zu verwenden. Zudem wird zu einer möglichst ausgefallene Kombination von Buchstaben und Zahlen geraten, die sich aber niemand merken kann. Viele Anwender sind für solch sichere Passwörter schlichtweg zu faul. Diese Tipps sind seit Jahren weitläufig bekannt, befolgt werden sie jedoch nur selten. Und darin sieht das Team der Information-Cards das zentrale Problem. Ihnen ist es gelungen eine Technologie zu entwickeln, die die Identität des Anwenders ohne Eingabe von User-Details bestätigen kann. Dadurch würde es dem Nutzer erspart bleiben, möglichst komplizierte Passwörter auswendig zu lernen. Alles was er zur Identifikation benötigt, ist auf der ID-Card gespeichert. Hochrangige Firmen arbeiten gemeinsam an dem neuen Sicherheitskonzept. Dazu zählen Equifax, Google, Microsoft, Novell, Oracle und PayPal. Auch weitere Angaben wie das Alter des Anwenders sollen auf der virtuellen Karte gespeichert werden können. Als einen weiteren Schritt hoffen die Entwickler auf den Einsatz der ID-Card in Firmen.

Es muss sich jedoch erst herausstellen, ob sich der freie Markt vom Einsatz solcher Karten überzeugen lässt. Sicherlich ist der Erfolg im privaten wie beruflichen Einsatz primär davon abhängig, wie hoch der Preis für ein solches System angesetzt wird. Auch muss sich zunächst im Praxistest zeigen, ob die Karten wirklich so sicher sind wie man es uns derzeit verspricht. Für angeblich totsichere Systeme wie Wahlmaschinen ist von Firmen schon häufiger geworben worden. Manchmal war deren Einsatz eher mit der Öffnung der Büchse von Pandora vergleichbar.

(via register, thx!)

News Redaktion am Montag, 30.06.2008 14:34 Uhr

tagsTags: microsoft bezahlung online identity card passwort oracle sicherheit novell identifikation

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39 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • DeLong666 am 06.07.2008 18:46:12

    Ist ja schön und gut aber dan könnt sich ja alle gleich mit Ihrer DNA regestrieren blos der Rest der Welt macht es wieder nicht...hahaha also was bringt es dann?? ...

  • titus_shg am 03.07.2008 12:43:53

    Hehe, ja mag schon sein das ich keine guten Argumente gebracht hab :-). Muss mich da selber nochmal detailierter reinlesen. Aber hab mir grad ne InfoCard für mein openId Account erstellt. Ich finds ganz praktisch *schäm*. Dabei ist mir aufgefallen das man nach dem erstellen der Inf ...

  • JoanaDu am 03.07.2008 12:36:55

    "id" auf zentralen Server, mhhh wo wird denn jetzt deine Benutzer-Id gespeichert? dezentral? . Bei InfoCards kommt das Prinzip der Assertion-Party und Relyng-Party zum Einsatz. Man kann mehrere Identity Provider nutzen und es soll auch keine Erstellung von Surf-Profilen möglich sein. Warum sollte ...

  • snagon am 03.07.2008 12:19:30

    Wie wird denn der Seite zugesichert, daß ich über 18 bin? Ich kann doch auch lügen, wenn ich da angeblich "anonym" bin und meine Privatsphäre (von wem gegenüber wem eigentlich?) geschützt wird. Aha????? Aber im Artikel steht doch genau das hier : Warum ist m ...

  • JoanaDu am 03.07.2008 12:02:27

    Das Gefühl habe ich deshalb, weil ich in Deinen Ausführungen bisher kein Argument entdeckt habe, was für mich ein Grund wäre, sowas freiwillig zu benutzen. Welchen Nutzen hätte ich persönlich davon? Deine Argumentation geht überwiegend in die Richtung, daß "na ...

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