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Kurz notiert:

BITKOM: Verhandlungen über Urheberrechtsabgabe auf PCs sind gescheitert

Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neuen Medien (BITKOM) kritisiert den Abbruch der Verhandlungen zum Thema Urheberrechtsabgaben auf PCs. Grund für das Scheitern ist, dass einer der Geldeintreiber der GEMA, die ZPÜ, von ihrer Maximalforderung von 60 Euro Abgabe pro verkauftem PC nicht abweichen will. Bei PCs, die es mittlerweile für 200 Euro gibt, eine lächerliche Forderung.

Die Urheberrechtsabgabe bezieht sich nicht auf Raubkopien, sondern auf das Recht der Privatkopie, dass es nocht immer gibt, aber kaum genutzt wird. So jedenfalls behauptet eine Studie, die repräsentativ von Infratest im Auftrag von BITKOM durchgeführt wurde und auf einer zweiwöchigen Beobachtung von 7.000 PC-Nutzern beruht. Demnach würde sich der Prozentsatz von urheberrechtlich einwandfreien Privatkopien auf lediglich 0,2 Prozent belaufen. Würde man diese Quote auf den besagten Billig-PC von 200 Euro umrechnen, so stünde der ZPÜ gerade einmal 40 Cent zu - ein Beitrag, den sie wohl nicht akzeptieren würden.

Die Hersteller von PCs sind bereit, ein Zugeständnis von immerhin sechs Euro pro Rechner zu machen. Selbst dieser übersichtliche Betrag würde der ZPÜ 50 Millionen Euro pro Jahr einbringen. Angesichts dieser Summen erübrigt eine Beispielrechnung über die Forderung von der ZPÜ, die pro Rechner 60 Euro Abgabe pro Rechner fordern. Addiert man die Umsatzsteuer hinzu, muss der Kunde dem Einzelhändler ganze 70 Euro pro verkauften PC mehr bezahlen.

"Kopierabgaben auf PCs sind auch deshalb fragwürdig, weil einzelne Bestandteile von PC-Systemen wie Scanner bereits jetzt abgabenpflichtig sind", so Rohleder vom BITKOM e.V. Die Verhandlungen in dieser Sache sind aufgrund der mangelnden Gesprächsbereitschaft der ZPÜ gescheitert.

( via Bitkom )

News Redaktion am Dienstag, 01.07.2008 20:18 Uhr

tagsTags: verhandlung urheberrecht zpÜ urheberrechtsabgabe bitkom privatkopie

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23 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • darth_faker am 06.07.2008 00:54:19

    Womit Äpfel mit Birnen verglichen werden. Auch auf einen PC für 200,- € kann eine Software für 10.000,- € (oder mehr) laufen. Was hat der Hardwarepreis mit der Software zu tun? Die HARDWARE wird verkauft. Und die Rechteinhaber möchten einen Aufschlag auf di ...

  • darkcloud1987 am 02.07.2008 14:35:14

    Wir sollen also 60€ bezahlen, da wir mit dem PC ja auch legale Privatkopien anfertigen können. Dies ist nur bei 99% der aktuellen CDs bzw. DVDs nicht möglich da man ja keinen Kopierschutz umgehen darf. ...

  • elChupaCabra am 02.07.2008 11:43:53

    Womit Äpfel mit Birnen verglichen werden. Auch auf einen PC für 200,- € kann eine Software für 10.000,- € (oder mehr) laufen. Was hat der Hardwarepreis mit der Software zu tun? Lochkarten herzustellen ist eine Sache, aber eine Software für 10.000€ auf eine ...

  • Jens345 am 02.07.2008 06:24:07

    Zahlen wir nicht schon sone "Steuer" für Rohlinge ? ...

  • Hirnblaehung am 02.07.2008 01:20:56

    Ehmm gibt es nicht eigentlich schon abgaben wegen den CD/DVD´s ?? Die haben einen voll anner klatsche ... sowas ist Betrug mehr nicht ... solche leute solte man einspeeren ... Ab nach Guantanamo .... mFg ...

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