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Litauen: 300 Webseiten auf einen Schlag gehackt

Eine Sicherheitslücke in einem Webserver ermöglichte einen Angriff, den Litauen in solch einem Ausmaß bislang noch nicht gesehen hat. Auf über 300 Webseiten konnten Hacker den Bug zu ihrem Vorteil ausnutzen. Ein offensichtlich ideologisch geprägter Akt, denn der Inhalt der Seiten wurde "defaced" und soll eine Antwort auf ein kürzlich auf den Weg gebrachtes Gesetz darstellen.

In Litauen ist nun gesetzlich verboten Symbole aus der Zeit der Sowjetunion öffentlich darzustellen. Auch das Abspielen der sowjetischen Nationalhymne ist ab sofort untersagt. Eine Entscheidung, die bei Teilen der Bevölkerung auf Ablehnung stößt. Besonders bei einer Gruppe von Hackern. Diese konnten eine Sicherheitslücke auf einem Webserver ausnutzen und pro-sowjetische Sprüche und Symbole auf den Seiten einbinden. Die meisten Webseiten wurden auf einem einzigen physikalischen Server gehostet und somit genügte es, die Kontrolle über diesen zu gewinnen. Experten vom litauischen Computer Emergency Response Team (CERT) gehen von einer Lücke im Webserver oder im Linux des Servers aus. Dank der nützlichen Tipps von CERT arbeitet der Hosting-Provider nun an der Behebung der Schwachstelle. Der betroffene Server befindet sich bei der Firma Hostex, früher bekannt als MicroLink.

Die Vorfälle in Litauen zeigen gewissen Parallelen zu den Angriffen in Estland, die sich im April und Mai dieses Jahres ereignet haben. Damals waren ebenfalls politische Aktionen der auslösende Grund für das Vorhaben der Hacker. In Estland sprach sich die Regierung dafür aus, dass eine Gedenkstätte für Soldaten des Zweiten Weltkrieges verlegt werden soll. Diese Entscheidung verursachte massive Proteste und Gewaltausschreitungen bei der in Estland lebenden russischen Bevölkerung und lieferte den Hackern ein Motiv. Staatliche Webseiten von Banken und Schulen wurden Denial-of-service (DoS) Angriffen ausgesetzt. Dies sollte die Unzufriedenheit der Bevölkerung ausdrücken. In Estland hat man schnell russische Hacker für die Vorfälle verantwortlich gemacht. Die russische Regierung war nach eigenen Angaben nicht beteiligt und gab an, über die Vorhaben auch im Vorfeld nicht informiert gewesen zu sein.

CERT selbst hat den Fall einer Spezialabteilung der Polizei übergeben. Dort kümmern sich nun auf "Cybercrime" spezialisierte Experten um die weitere Aufklärung. Bislang wurde bekannt gegeben, dass westeuropäische Proxyserver genutzt wurden, um die wahre Identität der Hacker zu verschleiern. Diese Tatsache bereitet den Ermittlern offensichtlich größere Schwierigkeiten als zunächst vermutet. Die Experten gehen davon aus, dass sie länger damit beschäftigt sein werden, die Hacker ausfindig zu machen.

(via yahoo, thx!)

News Redaktion am Samstag, 05.07.2008 13:46 Uhr

tagsTags: provider russland hacker linux sicherheitslücke estland webserver deface union litauen cert hostex microlink sowjet

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7 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • becks-gold am 16.07.2008 22:55:06

    300 Seiten auf einmal is ma net schlecht. ...

  • snagon am 12.07.2008 11:58:37

    die hakcer kriegen die nie die sind schon über alle berge wenn die die nach jahren ausfindig gemacht haben^^ also bitte wer nichtmal seine webserver schützt und dann von einem dos angriff geschädigt wird ist wirklich ein versager also bitte:D ...

  • -=|PR0M3TH3U$|=- am 06.07.2008 16:22:40

    Was soll denn der unqualifizierte Scheiss von wegen Sowjets? Man weiß nicht 100%, ob die das waren oder jemand anderes und wenn Leute dumm genug sind, die Server nicht ausreichend abzusichern, sind sie selbst schuld :T ...

  • followingvinyar am 06.07.2008 16:02:13

    scheiss sowjets :eek: idi nahuy ...

  • gaidis am 06.07.2008 15:53:26

    scheiss sowjets :eek: ...

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