
Lord Peter Mandelson ist ein angesehener britischer Politiker und bekleidet das Amt des Business Secretary. Vergangene Woche verbrachte er seinen Urlaub auf dem Rothschild-Familienanwesen auf Korfu.
Dieser Urlaub scheint ihm jedoch neue Perspektiven zum Thema Urheberrechtsverletzung aufgezeigt zu haben, die nicht durch die Sonneneinstrahlung hervorgerufen wurden. An einem Abend speiste er gemeinsam mit David Geffen, dem Gründer von Asylum Records. Dieses Label nahm unter anderem Bob Dylan unter Vertrag. Nach dem gewinnbringenden Verkauf des Labels gründete er Geffen Records, wo unter anderem John Lennon, Guns N' Roses sowie Aerosmith unter Vertrag stehen. Zusammen mit Steven Spielberg gründete er 1994 das Filmstudio Dream Works SKG. Geffen selbst ist somit als ein Gigant der Contentindustrie anzusehen. Das Forbes-Magazine schätzte sein Vermögen im Jahr 2004 auf etwa 4 Milliarde US-Dollar.
Natürlich blieb dieses Abendessen nicht vor der Presse verborgen. Vermutlich wäre es jedoch nie bekanntgeworden, wäre Lord Mandelson nicht drastisch verändert aus dem Urlaub zurückgekehrt. Der Labour-Politiker, der von seiner Partei als möglicher Anwärter auf den Posten des Premierministers gehandelt wird, war bisher nicht aufgefallen, wenn es um Urheberrechtsangelegenheiten ging. Nach seinem Urlaub mit einem der reichsten Vertreter der Contentindustrie scheint sich daran aber schlagartig etwas geändert zu haben. So drastisch, dass jedes britische Presseorgan mit äußerster Skepsis über die neuen Wege von Lord Mandelson berichtet.
Als er aus dem Urlaub zurückgekehrt war, verkündete er den Kampf gegen alle sieben Millionen britischen Urheberrechtsverletzer. Er ordnete die Entwerfung von Gesetzen an, die vergleichbar einem Three-Strikes-Gesetz sind. Dies bedeutet nichts anderes als die Trennung des Internetanschlusses bei mehrmaligen Urheberrechtsverletzungen durch diesen. Darüber hinaus sollen Urheberrechtsverletzern Geldstrafen von bis zu 50.000 Britischen Pfund (ca. 58.000 Euro) drohen. Im kommenden Monat soll es die ersten Debatten und Abstimmungen zur "Digital Britain Bill" geben. Welche Bedeutung dieses plötzliche Interesse für Urheberrechte auf die Gesetze haben könnte, ist mehr als offensichtlich. Ein Sprecher von Lord Mandelson erklärte inzwischen, dass das Treffen keinerlei Einfluss auf dessen neuerliches Interesse gehabt hätte.
Eine Quelle aus seinem Büro erklärte jedoch gegenüber der Presse folgendes: "Bis zur vergangenen Woche hat Mandelson wenig Interesse an der Digital Britain Agenda gezeigt. Plötzlich kehrt Peter aus dem Urlaub zurück und ordnet diese Entwürfe an, die härtere Gesetze fordern."
Hier liegt offensichtlich einiges im Argen. Leider werden wir wohl nie erfahren, was bei diesem Abendessen "besprochen" wurde.(Firebird77)
(via dailymail, thx!)
(Bild via dailymail, mark richards, thx!)
News Redaktion am Montag, 17.08.2009 18:58 Uhr
Naja, vllt ist das einfach der Weg wie man heutzutage politisch etwas erreicht, wir könnten doch ein Paypal Konto einrichten um einen Politiker auf nen Urlaub einzuladen und dabei ein paar "Geschenke" zu machen, und das traurige daran wäre wohl, das man damit wohl mehr Einfluss hätte als anders . ...
Man kann nur hoffen, dass die Piraten in GB so drastisch an Einfluss gewinnen, dass den etablierten Kräften dort klar wird, dass solch krasse Formen politischer Prostitution vom Wähler nicht toleriert werden. Und Lord Mandelson sich, seinem prostitutivem Charakter entsprechend, nach seiner Abwah ...
Das ist doch nichts neues. Solche Gespräche laufen immer hinter verschlossenen Türen und in einem angenehmen Ambiente oder in gewissen Etablissements ab. Nicht selten fließen auch Gelder für die gemeinsame Sache (aber ich will hier nichts unterstellen) :D Aber mal wieder interessant zu sehen, ...
Leider nicht ganz korrekt. Dieses Treffen war so offensichtlich und inkl. hand-shake, dass inzwischen jedes halbwegs vernünftige Presseorgan darüber berichtet. Guardian, Mail, Telegraph, usw. usw. Zum Glück ist dem so! Die Diskussion darum kann der frisch gegründeten P ...
Sowas wird ganz sicher nicht in den Mainstream Medien auftauchenLeider nicht ganz korrekt. Dieses Treffen war so offensichtlich und inkl. hand-shake, dass inzwischen jedes halbwegs vernünftige Presseorgan darüber berichtet. Guardian, Mail, Telegraph, usw. usw. ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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