
Die drei Kinderreporter wurden vom ARD perfekt ausgestattet, um den Politikern die Überwachung einmal zu verdeutlichen. Diese glänzten dabei jedoch nicht nur mit ihrer Art, alles schön zu reden. Vielmehr offenbarten sich abermals große Wissenslücken bei eben jenen Leuten, die das Pro und Contra von Überwachung abwägen sollen.
Den Anfang darf Ulla Schmidt machen, der mithilfe einer Minikamera und angeschlossenem Monitor verdeutlicht werden soll, wie es ist, überwacht und gefilmt zu werden. Diese zeigt sich sehr gefasst und versucht zu verdeutlichen, dass auch sie der Überwachung nichts abgewinnen kann. Ganz im Gegensatz zum Bundesinnenminister, welcher sofort darauf folgt. Von den Kinderreportern mit der Kamera konfrontiert, äußert er sich wenig beeindruckt: "Aha, dass wollt ihr jetzt dem Innenminister (also ihm selbst) zeigen, ne? Und da bin ich mal gespannt, wie das ist." Natürlich stellen die Kinderreporter für ihn keine wirkliche Gefahr dar. Ein wenig mehr Offenheit hätte man dennoch erwarten können. Schließlich ist die Behauptung "wir tun aber die Leute nicht überwachen und ausspionieren" schon etwas grotesk, wenn man die Ansätze des Innenministers bedenkt. Die Standard-Floskel zum Abwiegeln, kindergerecht aufbereitet: "Nur wenn's ganz schlimme Bösewichte sind, wo die Polizei hingucken muss." Gerade im Umgang mit Kindern wäre ein korrekter Umgang mit unserer Sprache wichtig gewesen. Die Verlaufsform existiert in unserem Sprachgebrauch noch immer nicht.
Verkehrsminister Tiefensee hingegen hat bereits eine sehr konkrete Vorstellung, wie Überwachungskameras im Idealfall aussehen sollen: "Das ist ja sogar noch 'ne große Kamera, mittlerweile gibt es ja ganz, ganz, ganz, ganz kleine, die man überhaupt nicht sieht." Als man Gregor Gysi befragt, ob die Bundeskanzlerin seine E-Mails lesen kann, zeigt er sich ebenso wie Ulla Schmidt ablehnend, schließlich "wär das ja ein starkes Stück, wenn sie das könnte.[...]" Innenminister Schäuble reagiert wie gewohnt abwiegelnd, bei einer ähnlichen Fragestellung, ob Angela Merkel den E-Mail Verkehr überwachen kann: "Nein, kann sie nicht, denn dann müssten wir ja dich überwachen [...]"
Und für einen kurzen Moment glänzen die Augen des Innenministers, als ob er bereits daran denkt.
(via netzpolitik, thx!)
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Video: ARD Morgenmagazin - Kinderreporter
News Redaktion am Montag, 07.07.2008 13:47 Uhr
Schade, dass die Kids die olle Merkel nicht gefragt haben, wann sie endlich was gegen die Kinderarmut unternimmt und dagegen, dass immer mehr Gelder für Kinder und Jugendeinrichtungen gestrichen werden, damit die dann für Krampfeinsätze im Ausland aus dem Fenster gepulvert werden. ...
ich geb soweit icks-uepsilon recht, habe eine ähnliche meinung wieso sollte ich auch aufgrund der mehrheit in diesem forum meine meinung ändern? um besser anzukommen? nicht wirklich :rolleyes: verstehe auch gar nicht was am Interview in diesem Artikel so "unglaublich" gewesen sein soll, in Anbetr ...
Schade, dass die Kids die olle Merkel nicht gefragt haben, wann sie endlich was gegen die Kinderarmut unternimmt und dagegen, dass immer mehr Gelder für Kinder und Jugendeinrichtungen gestrichen werden, damit die dann für Krampfeinsätze im Ausland aus dem Fenster gepulvert werden. ...
alter es reicht noch so ein geschwafel und ich raste aus dieser schäuble bringt mich noch zum suizid verdammt ich glaub ich mach nen eigenen staat auf... ...
@Firebird: Also den Verweis auf den korrekten Sprachgebrauch hättest dir gern sparen können. Ziemlich unpassend, gerade das als Pointe zu benutzen. Wenn dir an der deutschen Sprache so viel läge, kannst ja die vielen Rechtschreibfehler in den Gulli-News korrigieren gehen. Zur Thematik selbst: Ic ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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