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Studie: Filesharing legalisieren - mit Gebühr

Matt Earp und Andrew McDiarmid haben an der UC Berkeley School of Information ihren Master mit einer äußerst interessanten Studie erworben. Diese ermittelte wie die Resonanz auf ein legales Filesharingangebot mit einer pauschalen Gebühr an den Hochschulen ausfallen würde. Die Ergebnisse können sich sehen lassen.

Ob ein solches Angebot wirklich genutzt wird, soll in naher Zukunft in England getestet werden. Dort soll mithilfe eines Zusatzpaketes Filesharing mithilfe eines eigens entwickelten Clients erlaubt sein. Ob es aber dafür einen entsprechenden Markt gibt, ist indes unklar, wenngleich die Studie von Matt Earp und Andrew McDiarmid eine interessante Tendenz unter Studenten aufweist.

Mit ihrer ersten These wollten sie darlegen, dass legales Filesharing unter Studenten gewünscht sei. Demnach sind rund 64 Prozent der Studenten durchaus bereit, für eine Art Blanko-Lizenz beim Filesharing zu zahlen. Dabei sei es besonders interessant, das rund 75 Prozent der Befragten, die schon einmal Filesharing betrieben haben, eine rund doppelt so große Akzeptanz gegenüber bezahltem Filesharing hätten, als diejenigen Personen, die mit diesem Thema noch nie in Berührung gekommen sind. Rund 60 Prozent hielten einen Preis ab 10 US-Dollar pro Semester für angemessen. Der Großteil der Antworten fiel in einen Bereich zwischen 10 - 20 US-Dollar. Ihr Fazit zur ersten These kam zu dem Ergebnis: Rund 42 Prozent der Befragten wären bereit, mindestens 10 US-Dollar pro Semester für legales Filesharing aufzubringen.

Der oftmals gerügte Punkt der Lobby, man könne ein solches Lizenzmodell nicht durchsetzen, versuchten die beiden Forscher in ihrer zweiten These zu widerlegen. Sie prüften dazu, welche Filesharing-Systeme die Studenten verwenden würden. Im Ergebnis nutzen 80 Prozent DC++ oder einen anderen DirectConnect Client. Davon verwenden 30 Prozent ausschließlich DirectConnect. Von den übrigen Befragten würden 40 Prozent einen BitTorrent Client verwenden, 23 Prozent Limewire, und 18 Prozent eMule. Ihr Fazit war, dass ein faires System dazu in der Lage sein muss, den exakten Traffic auch in einem unbekannten System, der via Internet & Intranet verteilt wird, zu erfassen. Eine Möglichkeit, die mit den genannten Clients durchaus gegeben wäre.

Die Ausarbeitung umfasst indes noch weitere Punkte, wenngleich das abschließende Statement den eigentlichen Hintergrund der Studie verdeutlicht: "Wir glauben, dass dieselben Begebenheiten, welche die Universitäten und deren Studenten zum primären Ziel der 'Aufklären & Abschrecken' Kampagne der RIAA haben werden lassen, ebenso zu idealen Kandidaten für einen Test eines solchen Systems machen."

(via zeropaid thx!)

News Redaktion am Mittwoch, 09.07.2008 17:16 Uhr

tagsTags: musik filesharing p2p studie riaa bertelsmann universität kampagne legalisierung urheberrecht aufklärung school abschreckung tausch

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14 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • dazed am 13.07.2008 03:59:24

    Erinnert mich irgendwie an den Ansatz GEMA Gebuehr von frueher - war (ist) doch auch fuer die "legale" Kopie gewesen - nur das es halt nicht so einfache + schnell + globale tausch-moeglichkeiten gab - oder sehe ich das falsch? und 10$ im semester - ha - ist wohl ein scherz, viel zu wenig - und tes ...

  • Hirnblaehung am 10.07.2008 01:08:50

    und gruppe D sitzt hinter schwedischen gardinen oder direkt unter der brücke wegen total unlogischen streitwerten bei witzlosen musiktiteln, hast du glatt vergessen ;) Jo ^^ Und wer Braucht bitte schön Chart musik und CO ? Ich komme seit Jahren ... ohne so ein scheiss ...

  • sennKEISER am 10.07.2008 00:36:24

    und gruppe D sitzt hinter schwedischen gardinen oder direkt unter der brücke wegen total unlogischen streitwerten bei witzlosen musiktiteln, hast du glatt vergessen ;) ...

  • jkp am 09.07.2008 23:58:35

    Wie soll das denn funktionieren? Die Kulturflatrate wird immer in den Raum geworden. Wenn sie denn ansatzweise realisierbar ist, fängt die ganze Schose wieder von Neuem an. Gruppe A mäkelt rum, dass sie ja eigentlich gar keine Musik hört, "warum sollen wir dafür zahlen, wenn wir es gar nicht be ...

  • Malo_ am 09.07.2008 23:37:35

    Also ein Betrag, der für 20-50 Titelkäufe im Jahr ausreicht, soll deine komplette Musiksammlung legalisieren? Hallo? :confused: Du siehst das falsch. Der ganze Produktvertrieb muss sich ändern, weg vom Verkauf einzelner Tracks hin zur Dienstleistung, die Waren anzubieten. Mit d ...

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