
Seit der Ankündigung des Programmes Anfang dieses Jahres haben mehr als 70.000 Künstler und Independent Labels über 450.000 Titel auf last.fm hochgeladen, um an dem Tantiemen-Programm teilzunehmen. 30 Prozent davon sollen kleine Labels sein, der Rest unabhängige Musiker.
Der Unternehmensgründer Martin Stiksel sprach zum Start des Programmes von einem "großen Tag für unabhängige Musiker". Kritik gab es von der Indie-Label-Vereinigung Merlin, die sogar rechtliche Schritte gegen last.fm prüft.
Kritikpunkte des selbsternannten "fünften Majors" Merlin, der 12.000 unabhängige Labels vertritt, sind vor allem die fehlenden Kompensationen für frühere Streamings von Songs unabhängiger Künstler auf last.fm. Außerdem sei der Interpretationsspielraum der Vertragsklauseln zu weit und könnte unangenehme Überraschungen für Musiker und Labels bereithalten. Merlin selbst hatte erst vor kurzem Verhandlungen über eine Kooperation mit last.fm abgebrochen und sich rechtliche Schritte vorbehalten.
Seit gestern sind die Songs nun im Musikstreaming-Angebot von Last.fm zu finden. Die Tantiemen werden über eine prozentuale Beteiligung der Musiker an den Werbeeinnahmen des Dienstes berechnet. Je nachdem, ob die Tracks im Online-Radio gespielt oder on-demand abgerufen werden erhalten die Künstler zwischen zehn und 30 Prozent der Werbeeinnahmen von Last.fm durch den Titel, alternativ 0,0005 oder 0,005 $ pro vollständig abgespielten Song.
Das ist für last.fm noch immer deutlich günstiger als die Nutzung von Musik, die über Verwertungsgemeinschaften wie die GEMA oder SoundExchange vermarktet wird. Das gilt insbesondere, da im letzten Jahr die Gebühren für Onlineradios enorm erhöht wurden und es seitdem für viele Netzradios schwierig ist, zu überleben.
Last.fm behauptet, trotzdem bessere Konditionen zu bieten als die Verwertungsgesellschaften. Außerdem achte man im Gegensatz zu diesen auf Transparenz. Die Künstler könnten jederzeit einsehen, wie häufig und in welchem Angebot ihre Musik abgespielt werde. In einem Punkt müssen dabei sogar die Kritiker zustimmen: Konkurrenten wie das werbefinanzierte Musik-Streaming von Myspace zahlen den Künstlern gar keine Tantiemen.
News Redaktion am Donnerstag, 10.07.2008 13:32 Uhr
super, das freut das musikhörende herz;) so muss das sein und weitergehen. wer braucht denn schon die großen labels wenns auch so geht. so fließt das geld auch dahin, wo es hinfließen soll ...
Is doch klar das die was dagegen habe ... jemand anderes macht etwas richtig :T mFg ...
Wer braucht denn heute noch Labels? Mit dem "Artist Royalty Program" will der Online Radio- und Musikempfehlungs-Dienst last.fm auch unabhängigen Musikern und kleinen Labels Vergütungen für gespielte Songs zahlen - und dabei ganz nebenbei auch noch Geld sparen. Seit der Ankündigung des P ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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