
Auch Microsoft versuchte bereits in dieses Geschäft einzusteigen. Mit 750.000 gescannten Büchern und 80 Millionen sonstigen Artikeln erreichte man dabei eine stattliche Menge, welche nun jedoch von deren Servern verschwinden muss. Ein Disput mit der Nonprofit-Organisation Internet Archive führte dazu, dass nahezu all diese Werke von deren Servern genommen werden mussten.
Selbstverständlich blieben einige der Werke anderweitig verfügbar, Internet Archive selbst behielt 440.000 Stück auf seinen Servern. Google dürfte sich jedoch nicht so einfach geschlagen geben, wenn es darum geht, ihre Buchsuche zu verändern. Brewster Kahle, Der Executive Director von Internet Archive, ist besorgt über Googles Booksearch Projekt: "Nichts kann Google dazu bringen ihr Booksearch Projekt zu beenden oder den Zugriff darauf willkürlich zu ändern." In Anbetracht der Tatsache, dass E-Books immer relevanter werden, eine etwas beunruhigende Tatsache. "Ich würde nicht sagen, dass Google 100 Prozent der digitalen Buchwelt innehat, aber sie sind sicher nahe an 90 Prozent," so Siva Vaidhyanathan, Historiker an der University of Virginia und Verfasser des Blogs "The Googlization of Everything." Internet Archive arbeitet gegenwärtig daran, 1.000 Bücher täglich zu scannen. Die entsprechenden Kapazitäten sollen bis Ende 2008 geschaffen werden. Dabei vermisst man es nicht, etwaige Seitenhiebe auf die Qualität der Scans von Google zu eröffnen:"Google macht einen sehr, sehr schlechten Job. Ihr OCR ist absolut ungenau, die Bildqualität ist richtig arm. Man findet abgeschnittene Texte, verschmutzte Texte, unvollständige Seiten," so die Feststellungen von Lotfi Belkhir, CEO von Kirtas Technologies, welche die Scans für Internet Archive vornehmen. Siva Vaidhyanathan bringt dabei aber das Hauptproblem zur Sprache, welches man überdenken sollte:"Wenn wir davon ausgehen, dass eine gesunde, differenzierte und zugängliche Art zu Informationen essenziell für die Wissenschaft, Politik, Kreativität und Literatur ist, dann müssen wir einen Schritt rückwärtsmachen und uns einmal fragen 'Wollen wir wirklich dass diese eine Firma die Position innehat, den Filter für die Informationen der gesamten Welt zu spielen?"
Eine gute Frage, die allerdings jeder für sich selbst beantworten muss.
(via abcnews thx!)
News Redaktion am Sonntag, 13.07.2008 17:01 Uhr
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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