
Der 43-jährige Terry Childs wurde am vergangenen Sonntag festgenommen und in vier Fällen von "Sabotage eines Computer-Netzwerkes" angeklagt. Laut der Anwältin des zuständigen Distrikts, Kamala Harris, hat Childs Veränderungen am städtischen WAN vorgenommen und so den anderen Administratoren den Zugang versperrt. Er "richtete außerdem Vorrichtungen ein, um unauthorisierten Zugang zu dem System zu erhalten", hieß es in einem Statement des Anwaltsbüros.
Das Netzwerk funktioniert weiterhin wie gehabt. Allerdings habe die Stadt keinerlei administrativen Zugang zu den Switches und Routern des Netzwerkes, wie der Chef des städtischen Amtes für Telekommunikations- und Informations-Dienste zugeben musste.
"Es war ein wenig entmutigend, zu entdecken, dass diese Person unser Netzwerk derart abgschottet hat", erklärte Ron Vinson. "Wir überwachen weiterhin das System, um sicherzustellen, dass wir die Vollständigkeit des Netzwerks wahren", fügte Childs' Vorgesetzter hinzu. "Das größte Problem ist der Zugangscode, den wir jetzt versuchen zu bekommen."
Childs weigert sich allerdings, das benötigte Passwort herauszugeben. Nach seiner Verhaftung hatte er der Polizei anfangs falsche Codes genannt, später dann erklärt, er werde die tatsächlichen Passwörter nicht verraten.
Laut Vinson war der Fall aufgeflogen, nachdem die Behörde kürzlich einen neuen Sicherheitschef eingestellt habe. Daraufhin sei die Polizei eingeschaltet worden, deren Ermittlungen zu Childs' Inhaftierung geführt hätten. Warum der Netzwerk-Administrator, ein Angestellter des Amtes für Telekommunikations- und Informations-Dienste, das den städtischen IT-Bereich inklusive eMail-System, Webseiten und Telekommunikations-Infrastruktur betreibt, das Netzwerk manipuliert hat, ist nicht bekannt. Childs' wird nach Aussagen von Kamala Harris weiter in Untersuchungshaft bleiben.
"Die Kaution ist auf 5 Millionen Dollar festgelegt worden und die Höchststrafe, wenn er in allen Fällen für schuldig bekannt würde, betrüge sieben Jahre Gefängnis."
Derweil arbeitet die Stadt zusammen mit Cisco Systems daran, das Problem zu lösen. Sollte es allerdings nötig werden, die manipulierten Router und Switches zu ersetzen, könnten schnell Kosten in Höhe von mehr als 250.000 Dollar für den Vorfall auflaufen.
Die Stadt muss sich unterdessen fragen lassen, wie es überhaupt soweit kommen konnte. Der Chef eines Sicherheitsunternehmen äußerte sich kritisch:
"Seine Vorgesetzten sollten es besser wissen. Da müssen manche Sicherheitsvorkehrungen übersehen worden sein, wenn eine einzelne Person so viel Schaden anrichten konnte."
Wenigstens auf eine Frage kann Ron Vinson allerdings beruhigend antworten: Könnte Childs nun die Kontrolle über das städtische Netzwerk übernehmen?
"Nicht dort, wo er jetzt sitzt."
News Redaktion am Mittwoch, 16.07.2008 16:33 Uhr
also wenn die wirklich bruteforcen *lachen verkneif*, dann ham se vielleicht doch keine sicherungskonfigs der switches etc... :D ...
hardware austauschen weil die das pw nicht kennen? - da hat cisco aber gut beraten - für cisco ;-) Da musste ich etwas grinsen :P aber die meinen damit glaube eher den Reset und die Kosten für die Neukonfiguration ...
@Hollii es geht nicht um WLANs sondern um das WAN von San Francisco. IS doch NE etwas größere Nummer ;) Aber ich musste grinsen als ich die Story gelesen hab :D ...
hardware austauschen weil die das pw nicht kennen? - da hat cisco aber gut beraten - für cisco ;-) ...
Ich sag einfach nur BURN :D :D :D ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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