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Software Piraterie: BSA jammert auf höchstem Niveau

Die stetig steigende Anzahl von Software-Duplikaten und die weitläufige Verbreitung dieser sind besonders den Behörden in den USA ein Dorn im Auge. Zu hoch sind die steuerlichen Verluste, die damit einhergehen. Dies ist wohl einer der vorantreibensten Punkte im US-amerikanischen Kampf gegen die organisierte Software-Piraterie. Aus diesem Grund wird versucht, die Wurzel allen "Übels" zu ergreifen und dies lässt sich die Regierung auch einiges kosten. Doch was passiert, wenn die Kosten und besonders die Verluste überhand nehmen und dafür an der falschen Stelle gespart wird, zeigt sich momentan in den Vereinigten Staaten.

Die Business Software Alliance (BSA) prangert die enormen Kosten an, die im vereinten Kampf gegen Software-Piraten entstehen. Die Leidtragenden sind dabei letzten Endes die Bürger selbst, da die ausgegebenen Steuergelder an einer anderen Stelle wieder eingespart werden müssen. Aus dem Bericht einer amerikanischen Interessengemeinschaft, die von größeren Softwarekonzernen unterstützt wird, geht hervor, dass zwar vier von fünf Produkten auf legalem Wege erstanden werden, aber die Industrie dennoch eine enorme finanzielle Last tragen muss. Alleine der Unterhaltungsindustrie sollen Verluste von rund 11 Milliarden US-Dollar durch Steuerverluste entstanden sein.

Auch die Regierung beklagt sich ihrerseits über massive Verluste. Knapp zwei Milliarden US-Dollar werden auf der Regierungsseite verzeichnet. Dabei könnte man diese überdurchschnittlich hohen Summen weitaus effizienter einsetzen. Unter anderem könnte man damit mehr als 100 Schulen finanzieren oder knapp 25.000 Polizeibeamte einstellen. Neil MacBride, Vizepräsident der BSA versucht die aktuelle Lage auf den Punkt zu bringen: "In den USA herrscht zwar eine niedrige PC-Software-Piraterierate, das ändert aber nichts an den der Tatsache, dass die Zahlen steigen. Aktuell werden vier von fünf Produkten gekauft. Alleine dadurch entstehen enorme finanzielle Belastungen, die letztlich von der Regierung und der Unterhaltungsindustrie getragen werden müssen."

In den Augen von MacBride ist dies besonders tragisch, da man mit diesen Geldern viele Arbeitsplätze schaffen könnte und letztlich die Gesellschaft davon profitieren würde. Die Studie fand in acht US-Staaten statt. Abgesehen von den aufschlussreichen Statistiken wurde festgestellt, dass die Piraterie von Staat zu Staat stark variiert. In Kalifornien und Nevada lag die Rate bei 25 Prozent. In Florida und New York hingegen beläuft sie sich auf lediglich 19 Prozent. (gS-)

(via vnunet.com, thx!)

News Redaktion am Freitag, 18.07.2008 09:45 Uhr

tagsTags: piraterie verlust steuer raubkopie usa softwarekonzerne unterhaltungsindustrie bsa

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8 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • iPfirsich am 18.07.2008 18:31:56

    Einige Branchen müssen sich in meinen Augen damit abfinden das sie weiterhin nicht mehr mit der derzeitigen Firmenpolitik existieren können. Allen voran die ganzen Musik-Labels. Ich habe nicht das Geld für Bücher und Video Tutorials, egal ob mit oder ohne Internet! Ein gutes Buch kostet mindes ...

  • am 18.07.2008 17:43:04

    Wie kann man nur mit etwas rechnen, was man hätte verkaufen können. Das ist doch reine Spekulation. Wenn die Kaufkraft der Bürger schwindet und er nur noch Geld fürs Nötigste hat, ist doch klar dass der sich halt Unterhaltungsgüter nicht mehr in der Menge leisten kann wie dazumal, in besseren ...

  • Raycluster am 18.07.2008 15:47:03

    Die gute alte Arbeitsplatzkeule. :rolleyes: Und natürlich die gute alte Logik: Wer das Produkt kopiert hat, hätte es auch gekauft. ;) Exakt das Selbe dachte ich auch :rolleyes: ...

  • StaTiC am 18.07.2008 15:02:09

    lleine der Unterhaltungsindustrie sollen Verluste von rund 11 Milliarden US-Dollar durch Steuerverluste entstanden sein seit wann kann die Unterhaltungsindustrie Steuern erheben? Müsste es nicht entweder Regierung oder Umsatzeinbußen heißen. ...

  • Meran am 18.07.2008 14:17:31

    Das Zitat was Gonzfred bringt ist mir auch aufgefallen. Das kommt so rüber als ob es schlecht wäre wenn die mehr ihrer Software verkaufen, und es besser ist wenn mehr "Raubkopiert" wird. Irgendwie macht das ja dann keinen Sinn, sich zu beklagen das 4 von 5 Programmen gekauft werden (1 von 5 werde ...

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