
Um dem steigenden Bedarf an Datenverkehr nachzukommen, zeigt Kuba in bekannter Tradition ein Ass im Ärmel, wenn es darum geht, US-Embargos zu umgehen, dieses Mal über Venezuela.
Laut Wikileaks.org schlossen Kuba und Venezuela 2006 ein vertrauliches Abkommen, welches die Verlegung eines Unterseekabels bestehend aus Glasfasern vorsieht, um den Internetverkehr nicht über die USA zu leiten. Abschluss der Arbeiten ist für 2010 vorgesehen. Wikileaks-User Julian Assange kommentiert den Vertrag als beidseitig ratifiziert. Dieser wird es den Kubanern erlauben, von hohen Geschwindigkeiten zu profitieren, denn das Land verlässt sich gegenwärtig auf Hoch-Latenzsatellitenzugänge. Von dem neuen Unterseekabel wird nicht nur Kuba profitieren, sondern auch Jamaika, Haiti und Trinidad, die dann zum Rest der Welt über La Guarda, Venezuela, mit dem Internet verbunden sind.
Die Verlegung des Kabels wird gemeinschaftlich von der CVG Telekom (Corporación Venezolana de Guyana) und der ETC (Empresa de Telecomunicaciones de Kuba) durchgeführt, die Länge der Verbindung beträgt insgesamt über 1500 Kilometer, im Vergleich liegt die Küste Floridas knappe 120 Kilometer von Kuba entfernt.
Die Geschwindigkeit des Internet in Hotels entspricht derzeit nicht mal der ISDN Norm. Trotzdem: Die Nutzung von Handys hat in diesem Land wesentlich stärker zugenommen, als viele Beobachter dies annehmen dürften. Wenn der Bau der Leitung 2010 fertig ist, werden wir sehen, ob sich Kuba in den Kreis der Staaten mit anti-amerikanischer Piratengesinnung einreiht, oder ob sich der Kurs gesamtpolitisch gesehen radikal ändern wird.
"Viva Cuba libre" (bitrao)
(via The Inquire thx!)
News Redaktion am Freitag, 18.07.2008 11:57 Uhr
Es steht schon in dem Bericht, dass 2006 mit Verhandlungen angefangen wurde, und etwas weiter oben, dass es wegen Raul ist... Eine etwas besser überdachte News wäre hier auch schön. Naja, wenn noch die Einfuhrbeschränkungen für DVDs aufgehoben werden... ...
Na toll, Internet im Hotel kostet 8 Euro pro stunde. Bei einem Monatseinkommen von ca. 20 Euro ist das ja mal ein echtes Schnäppchen. Von Handys und Computern wollen wir da gar nicht mal reden. ...
Vertraulich? Das Abkommen mit Venezuela wurde am 24. Januar 2007 beschlossen und am 25. Januar 2007 in den kubanischen Zeitungen verbreitet (zb granma und juventud rebe ...
Das mit dem Kabel ist gut ! Aber das mit den Handys ist auf keinen Fall neu! :dozey: Ich meine die Meldung war schon anfang des Jahres draussen! Ansonsten super! ...
Kuba hat mit dem Machtwechsel von Senior Castro zu Junior Castro mit neuer Liberalität überrascht, so wurde den Kubanern der Einsatz von Handys im Land erlaubt, sowie der Erwerb von Computern. Um dem steigenden Bedarf an Datenverkehr nachzukommen, zeigt Kuba in bekannter Tradition ein As ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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