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EU: Geschäftspraktiken bei Klingelton-Websites bedenklich

Die EU plant gegenwärtig Maßnahmen gegen den Betrieb von Klingelton-Websites, die erst im Kleingedruckten auf die versteckten Kosten aufmerksam machen. Die Preiskennzeichnung sei nicht dem Gesetz vereinbar und müsse dringend geändert werden.

Die EU-Kommissarin für Verbraucherschutz, Meglena Kunewa, macht deutlich, was sich zahlreiche jugendliche Handynutzer schon oft gedacht haben müssen. Die Preiskennzeichnung auf Websites, die Klingeltöne anbieten, ist nicht immer in ausreichender Form geboten.

Aus diesem Grunde möchte die EU mit neuen Reglementierungen gegen entsprechende Abzockangebote vorgehen, indem man diese zu einer eindeutigeren Kennzeichnung der Preise bewegt. Gegenwärtig seien in der gesamten EU etwa 80 Prozent der 558 in der EU erfassten Websites durch solche verdächtigen Geschäftspraktiken aufgefallen, wir berichteten bereits. Meglena Kunewa, die EU-Kommisarin für Verbraucherschutz, kritisiert solche Geschäfte enorm: "Viel zu viele Menschen werden Opfer von plötzlichen Rechnungen durch mysteriöse Dienstleistungen, Gebühren und Klingelton-Abos, wenn sie das erste Mal ihre Handyrechnung begutachten." Laut Kunewa werden zwielichtige Händler in Zukunft von den Behörden belangt werden. Gegenwärtig belegen Klingeltöne Platz drei der mobilen Inhalte in Europa und verursachten 2007 rund 691 Millionen Euro an Umsatz. Eine Summe, die nicht von irgendwo stammt. "Wir müssen eine eindeutige Information veröffentlichen, insbesondere gegenüber Teenagern und Kindern, damit sie auf der Hut sind", so Kuneva. "Es gibt zahlreiche verlässliche Angebote in diesem Bereich, aber um bei solchen Angeboten auf der sicheren Seite zu bleiben, muss man jedes Mal den Rechnungsausdruck überprüfen um sicherzustellen, dass man sich nicht zu mehr verpflichtet hat, als man wollte." Während der Bundesverband der Verbraucherzentrale bereits gegen deutsche Anbieter vorgegangen ist, indem er diese hat abmahnen lassen, vermisst die EU-Kommissarin gegenwärtig noch ein Vorgehen gegen andere Anbieter in der gesamten EU. Die Betroffenen dieser Methoden seien nach wie vor primär Jugendliche, die sich von den vermeintlich kostenlosen Angeboten anziehen lassen. Alleine in England wurden 39 von 43 geprüften Seiten als nicht akzeptabel bewertet. (Firebird77)

(via vnunet, thx!)

(Bild via vnunet, thx!)

News Redaktion am Montag, 21.07.2008 20:35 Uhr

tagsTags: abo gebühren handy verbraucherschutz abzocke falle europäische union kunewa meglena klingelton kommissar

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10 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • titus_shg am 22.07.2008 13:28:42

    Niedrigere Telefoniekosten oder größeren Buchstabeninhalt in SMS'en würden dein Problem auch beseitigen... ;) Ganz sicher nicht. Erstens hasse ich das Handy-Getippsel generell, (ich kann schliesslich schon sprechen :T ) , und zweitens ist telefonieren im Verhältn ...

  • titus_shg am 22.07.2008 13:11:12

    Aber für die, die solche Dienste in Anspruch nehmen ganz gut. Mag ja sein. Aber wer braucht ein Abo, wenn er einen Klingelton will? Darin besteht doch gerade die Abzocke. Würde ein Klingelton einen Euro (o. ä.) kosten, ohne irgendwelche Zwang ...

  • Sitecom am 22.07.2008 13:05:44

    Dann noch SMS verbieten und die Welt ist wieder in Ordnung. :D :T Niedrigere Telefoniekosten oder größeren Buchstabeninhalt in SMS'en würden dein Problem auch beseitigen... ;) ...

  • xzeNji am 22.07.2008 12:49:09

    Lade nie son Zeugs runter, brauch ich auch nicht. Einfach MP3s aufs Hand packen - da hat man dann seinen Klingelton. Aber für die, die solche Dienste in Ansprüch nehmen ganz gut. ...

  • DrYes am 22.07.2008 10:35:23

    Da finde ich es noch viel bedenklicher, Kindern, die überhaupt nur einen einzigen Gedanken an das Herunterladen von Klingeltönen verschwenden, ein Handy in die Hand zu geben... WORD! Ich sag nur www.diagnose-funk.ch aber wie hieß es erst kür ...

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