
Erst vor einem Monat war bekannt geworden, dass auch diese den "Regulatory of Investigative Power Act" ausnutzten, um Bürger auszuspionieren. Besonders die Anwendungsbereiche in den Gemeinden führten zu Protesten.
Diesem Thema ist ein eigener Report des Obesten Beauftragten für Überwachung Sir Christopher Rose gewidmet, der die Gemeinderäte dafür kritisiert, Überwachungsmaßnahmen auch für die Verfolgung von Ordnungswidrigkeiten zu nutzen. Die Gemeinden setzten den RIPA im wahrsten Sinne des Wortes für jeden Scheiß ein: Selbst Hundekot und weggeworfener Müll konnten bereits eine Anfrage auslösen.
Insgesamt stellten britische Behörden 519.260 Anfragen an Telekommunikationsunternehmen wie Telefongesellschaften und Internetprovider. Dank einer Selbstverpflichtung dieser Anbieter, die seit 2001 ein Abkommen mit dem britischen Innenministerium haben, findet auf der Insel eine "freiwillige Vorratsdatenspeicherung" statt. Auf die vorgehaltenen Informationen - unter anderem Telefonverbindungs-, SMS- und eMail-Daten - dürfen eine Vielzahl von Behörden zugreifen.
Die Anzahl der Anfragen ist mit beinahe 520.000 - mehr als 1.400 pro Tag - gegenüber den Vorjahren deutlich gestiegen. In den letzten beiden Jahren lag der Wert bei jeweils unter 350.000. Sir Paul Kennedy merkt in seinem Report dennoch an, "lokale Behörden könnten weitaus größeren Nutzen aus Kommunikationsdaten als einem mächtigen Mittel zur Aufklärung von Verbrechen ziehen."
Sir Christopher Rose dagegen äußert Bedenken, einige Gemeinden hätten die "Tendenz, einen Mangel an Verständnis für die rechtlichen Grundlagen zu zeigen" und zeigten ein "schwerwiegendes Unverständnis des Konzeptes der Proportionalität."
Innenministerin Jacqui Smith äußerte sich dennoch in erfreutem Neusprech über die Berichte: "Die Reporte der Beauftragten bieten [...] die Beruhigung, dass diese Mittel angemessen genutzt werden. Diese Mittel können den Unterschied dabei machen, sicherere Gemeinden zu schaffen und die Öffentlichkeit zu beschützen - ob dadurch, dass sie uns ermöglichen, einen schlagkräftigen Geheimdienst aufzubauen der einen Terroranschlag verhindern wird, daran zu arbeiten, anti-soziales Verhalten anzugehen oder sicher zu gehen, dass Gauner nicht die Öffentlichkeit betrügen."
Ein echtes Problembewusstsein für die Gefahren von Überwachung scheint es im Vereinigten Königreich weiterhin nicht zu geben. Dabei befindet sich das Niveau der Überwachung in Großbritannien bereits heute auf Augenhöhe mit China und Russland. (Simon Columbus)
(via BBC, thx!)
News Redaktion am Mittwoch, 23.07.2008 12:46 Uhr
nur mal ein beispiel zu der effektivität von kameraüberwachung. schon ein paar monate her. war mit 2 freunden in der ubahn. der eine hat dann von 5 leuten ne flasche übern kopf bekommen und ein paar schläge kassiert. dann sind se weggelaufen. die polizei und staatsanwaltschaft konnte mit den bi ...
wahrscheinlich ist die dunkelziffer noch viel höher... ...
ich bin zurzeit in england und stohne immer oefter denn es ist wirklich schlimm. ein bsp: ich laufe in einen laden und sehe ein bieldschirm haengen an dem gezeigt wird was im moment gefilmt wird.... doch wenn ich die kameras im laden zaehle komme ich auf 20 und nicht auf eine... aber mann muss auch ...
Ich finde wir sollten da mal unsere letzen noch lebenden Altnazis hinschicken, so kann der in gang gesetzte Prozess deutlich beschleunigt werden. ...
Was jetzt konsequenterweise folgen muss ist unbedingt eine präventive Massnahme gegen antisoziale Elemente der Gesellschaft! Hier gibt es ein erfolgreiches Vorbild aus der ersten Hälfte des 20ten Jahrhunderts in Zentraleuropa: Akt ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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