Wie soll man einen derartigen Bericht am besten anfangen? Zunächst. Die Gamescom ist viel kleiner, als erwartet - geht man von einer internationalen Messe für eine Branche aus, die momentan, wie man sagt, wächst, wächst und wächst. Doch trotz allem wurde man auf der Gamescom gut unterhalten. Erster Eindruck: Für eine Runde "Halo 3" mussten die Besucher mehr als zwei Stunden Wartezeit einplanen.
Danach kamen mehrere große, jedoch nicht gigantische, Messestände von namhaften und globalen Marken, die ihre Spiele auf großen, lichtstarken Beamern präsentierten. Bleiben wir nochmal bei der Größe... Es geht sicherlich nicht nur um das, was man sieht, sondern auch um Dinge, die nur indirekt sichtbar sind. Der Business-Bereich, der mir dummerweise dieses Jahr verwehrt blieb, soll nochmal besonders eindrucksvoll gewesen sein: Erneut zwei Hallen voll mit Business rund um die Games. Auch als anderes Metrum für Größe wurde mir folgende Tatsache zu Ohren getragen: Bereits 20 Minuten nach Eröffnung der Gamescom am gestrigen Donnerstag musste man schon 2 Stunden Schlange stehen, um "Diablo 3" spielen zu können. Und der traditionell besucherstarke Samstag kommt erst noch. Das, freilich, sind schon andere Dimensionen, als, wie so viele sagten, in Leipzig letztes Jahr. Leider fehlt mir hier der Vergleich, um das wirklich fundiert beurteilen zu können.
Bild links: Drei Jugendliche aus Fernost haben am Wii-Stand sichtlich Spaß am Gerät. Foto: Lars Sobiraj.
Aus undefinierbaren Gründen fand ich die japanischen Spielehersteller wie immer am interessantesten. Capcom und Konami zum Beispiel, wenn auch Nintendo mit ihrer schmalspurigen Darstellung etwas enttäuscht haben. Irgendwie merkt man bei solchen Gelegenheiten immer wieder, dass die japanische Kultur eine sehr verspielte ist - und die Spiele immer mehr zu sein scheinen, als ein einfacher Zeitvertreib. Selbst kleinste Details scheinen bedeutsamer zu sein als bei hiesigen Games. Wenn auch mitunter mit zweifelhaften Ideen. Im Nintendo-Gemeinschaftsstand mit SEGA mussten die armen Messe-Mitarbeiter Weihnachtsmann-Kostüme tragen - bei 37 Grad Außentemperatur. Die Hallen aber waren glücklicherweise wohltemperiert. Die Nintendo-Mitarbeiter beim Stand der Wii (vor allem Wii Fit) wirkten dagegen wie Mitarbeiter einer Arztpraxis.
Sehr überzeugend hingegen war die "eSport-Halle" (Bild ganz unten), wo nicht nur die ESL imposant gastierte und zum Zeitpunkt unseres Besuchs grade Kämpfe in World of Warcraft ausgetragen wurden, sondern auch ein Stand von SK Gaming, sowie der Deutschen Casemod Meisterschaft (DCMM). Im Eingang der Halle wurde unter anderem Aion von NC-Soft vorgestellt. Erste Videos des möglichen WoW-Killers haben das Publikum mitunter zu begeistertem Jubel angeregt.
Bild rechts: Annika & Ghandy posen vor einem PlastikTerminator. Foto: 020200.
Erwähnenswert war noch die Halle 8, wo viele kleinere und größere Aussteller ihre Stände hatten. Dort präsentierten sich Hersteller auch von Gaming-verwandten Themen, zum Beispiel Musiksoftware, Bildungseinrichtungen, der USK, oder weiteren Initiativen im Bildungsbereich. So war auch die Eltern-LAN hier vertreten oder der Digitale Kultur e.V. In diesem Bereich traf man einige alte Bekannte, und konnte auch viele neue Kontakte schmieden oder sich über verscheidene Themen informieren - fernab der puren Gamingwelt.
Alles in allem ist die Gamescom keine Veranstaltung, die die Welt verändern wird oder möchte. Aber das würde man von einer Branchenmesse auch nicht erwarten wollen, oder etwa doch? Den korrekten Board-Link zum g:b gibt es hier. (020200)
Bild unten: Die ESL präsentiert sich. Hier der pompöse Eingang zur Intel ASUS Gamezone. Foto: Annika Kremer.
News Redaktion am Freitag, 21.08.2009 13:51 Uhr
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Lars Sobiraj am 12.05.2013, 12:51 Uhr
Wie ein 73-jährige Japaner beweist, kann man das am häufigsten benutzte Tabellenkalkulationsprogramm Microsoft Excel nicht nur für reguläre Berechnungen einsetzen. Tatsuo Horiuchi erstellt ausnahmslos seine traditionellen Gemälde mit Hilfe dieses Programms. Er arbeitet bereits seit 10 Jahren mit der Software und stellt seine Bilder in diversen Ausstellungen vor.