
Es sind zwei Denkweisen, die hier aufeinanderprallen. Google will liberale Gleichbehandlung sämtlichen Netzverkehrs und vor allem schnelles Internet, während die Telekommunikationsunternehmen ein Interesse an Regulierung und Verknappung haben, da man daraus Geschäftsmodelle und Bezahlangebote stricken kann. In der Sache "schnelles Internet" erhält Google Rückenwind von Vint Cerf, der als Urvater des Internets gilt. Er sagte, dass sich die Telekommunikationsunternehmen wie kleine Kinder bei einem Wutanfall benehmen. Wortwörtlich würden sie sich so verhalten: "Ich werde das System nicht bauen, solange ich nicht drei Kugeln Eis und ein Pony bekomme." Es ginge hier aber um eine andere Sache: allgemeine Zugänglichkeit und die Neutralität des Internets. Man sollte dabei erwähnen, dass Cerf derzeit für Google arbeitet.
Vint Cerf
Derek Slater von Google führte die Idee für Liberalisierung der "letzten Meile" weiter aus. (Ausführlich kann man das im Google Policy Blog nachlesen.) Demnach würden viele Unternehmen und Universitäten im Besitz der Glasfaserleitungen sein, die sie letztendlich ins Internet bringen. Dieses sollte zukünftig auch für normale Kunden möglich sein. Dabei stellen sie es sich so vor, dass die Leitungen zu lokalen Stationen führen, an denen man sich als Kunde relativ einfach aussuchen kann, wer sie ins Internet bringen wird. Kurz: Internetdienstleistungen sollen nicht mehr infrastrukturorientiert, sondern kundenzentriert sein.
Momentan führt Google in Kanada ein Experiment in dieser Richtung mit 400 Teilnehmern durch. Obwohl das Experiment auch scheitern kann, heißt es, wird man wertvolle Erkenntnisse gewinnen können. Neue kreative Lösungen müssten her. Die Forderung von Google bleibt, dass jeder extrem schnelles Internet bekommen soll. Dazu haben sie sich einer Initiative angeschlossen, an der auch BitTorrent und eBay beteiligt sind. Man denkt auch über die Forderung nach, wenig genutzte Breitbandleitungen von Fernsehsendern für den Internetverkehr nutzen zu können. (020200)
(via Information Week)
(Bild: (cc) BY Wikipedia / Joi Ito)
News Redaktion am Freitag, 25.07.2008 22:07 Uhr
Nein, Google ist ein Softwarekonzern und ISPs sind Provider Das war mir klar. Die Frage war, Google irgendwann ISP? ...
Es wird langsam Zeit, dass sich ein Riesenkonzern wie Google auch mal in die "Internetpolititk" mancher Provider einmischt. Die Idee ist super, und es würde auch schon reichen wenn man flächendeckend 16 MBit hätte. Bin selbst so ein geplagter mit DSL 3000 und 20 Meter weiter hat der Nachbar 16 ...
Was soll man dazu noch sagen? Wir leben im Kapitalismus. Sowas wäre wahnsinnig schön, aber wird mit Sicherheit so bald nicht umgesetzt. :( 100 MBit für alle. Das würde einigen Seiten nicht gut bekommen. Ich denke da an RS.com. Wenn dort auf einmal jeder mit 100MBit saugen kann, dann müssten di ...
ISP : Google ? Nein, Google ist ein Softwarekonzern und ISPs sind Provider ...
ISP : Google ? ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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