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Dallas, Texas: Persönliche Daten auf dem Müll

Wo Daten erhoben werden, kann Missbrauch mit ihnen getrieben werden. Dahinter muss nicht zwingend kriminelle Energie stecken, oft genug ist bereits fahrlässiger Umgang mit Daten dafür verantwortlich, dass sie an die Öffentlichkeit gelangen. Geradezu exemplarisch ist ein Fall zu sehen, der sich jüngst in Dallas ereignet hat. Dort fand jemand auf seinem Grundstück Akten, in denen sich wichtige persönliche Daten wie Adressen und Sozialversicherungsnummern befanden.

Das Grundstück im südlichen Dallas war als illegale Mülldeponie bekannt. Dessen Besitzer staunte nicht schlecht, als er bei einer Begehung zur Abwechslung keine Altreifen und Flaschen fand, sondern einen Haufen schwarzer Plastikbeutel. Einer davon war offen, der Besitzer ließ seinen Blick über den Inhalt schweifen. Es handelte sich um Telefonnummernlisten, Faxe und ausgefüllte Kundenformulare, welche Namen, Adressen, Geburtstage sowie Sozialversicherungsnummern mehrerer Personen enthielten. Genug Datenmaterial, um ohne größeren Aufwand Identitätsdiebstahl zu begehen.

Das Material stammte von der The Senior Source, einer gemeinnützigen Organisation, die älteren Bewohnern von Dallas mit verschiedenen Programmen im Alltag hilft. Laut einem Senior Source-Sprecher seinen mindestens drei Kunden von der Sicherheitslücke betroffen. Man "hoffe", dass es sich nur um die gefundenen Plastikbeutel handelt, die derart entsorgt wurden. Die Organisation wolle ihre Mitarbeiter an die Richtlinien für den Umgang mit sensiblen Dokumenten erinnern, wonach diese zu mit einem Reißwolf zu vernichten seien. Das geschehe nun auch mit den gefundenen Dokumenten.

Der lokale Fernsehsender WFAA-TV konfrontierte eine der Geschädigten mit dem gefundenen Material. Die Dame war, so der Sender, wütend über den Umgang mit ihren Daten und äußerte Besorgnis darüber, dass jemand in den Besitz ihrer Sozialversicherungsnummer kommen könnte. Diese neunstellige Zahl wird in den Vereinigten Staaten als eindeutige Personenkennziffer benutzt, welche in vielen Bereichen, etwa zur Eröffnung von Bankkonten und im Steuersystem, Verwendung findet. Datenschützer kritisieren, dass das System es Kriminellen leicht mache, die Identität anderer Personen vorzutäuschen. Im Jahr 2006 betrug der finanzielle Schaden durch Identitätsdiebstahl in den USA 15,6 Milliarden Dollar. (fraencko)

Bild: Clint C. (cc)

(via Dallas News und PogoWasRight)

News Redaktion am Montag, 28.07.2008 16:04 Uhr

tagsTags: datensicherheit identitätsdiebstahl daten datenleck dallas müll the senior source texas

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4 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • Project_2501 am 29.07.2008 13:26:53

    Oh wie schrecklich! So ein Scheiß passiert täglich, ist nix besonderes. ...

  • Diablokiller999 am 29.07.2008 10:49:40

    Ob es wohl mal einen Tag ohne Datenmissbrauchsnachrichten geben wird? Ist ja ein richtiger Desensibilisierungsversuch an der Menschheit:dozey: ...

  • Toronto am 29.07.2008 08:40:16

    wonach diese zu mit einem Reißwolf zu vernichten seien.Das gehört gestrichen... ...

  • Loddafnir am 28.07.2008 20:55:39

    Die Amis haben auch ein großes Problem. Die Sozialversicherungsnummer! Wenn man im Besitz dieser ist, kann man praktisch alle Behördengänge und Amtshandlungen damit durchführen. Das ist aber ein alt bekanntes Problem. Ich verstehe nur nicht, warum sich da inzwischen nicht was geändert hat. Das ...

  • gullinews am 28.07.2008 15:24:54

    Wo Daten erhoben werden, kann Missbrauch mit ihnen getrieben werden. Dahinter muss nicht zwingend kriminelle Energie stecken, oft genug ist bereits fahrlässiger Umgang mit Daten dafür verantwortlich, dass sie an die Öffentlichkeit gelangen. Geradezu exemplarisch ist ein Fall zu sehen, der sich ...

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