
75 Cent pro verkauftem App kostet das umfangreiche Werbepaket von Reverb die Entwickler. Dafür gibt es eine Reihe von üblichen und weniger üblichen verkaufsfördernden Maßnahmen zu haben.
"Reverb hat ein kleines Team von Praktikanten, die darauf konzentriert sind Boards zu verwalten, einflussreiche Spielkritiken zu schreiben und die Online Communities im Auge zu behalten. [...] Reverb setzt diese Praktikanten für die Produkte von Auftraggebern ein, indem sie Spielkritiken veröffentlichen (geschrieben von Reverb-Angestellten) um sicherzustellen, dass die Mehrheit der Rezensionen die zentralen Aussagen und Argumentationen enthalten, die das Reverb PR/Marketing-Team entwickelt."
Das Zitat stammt aus einem Dokument, das Techcrunch von einem potentiellen Kunden des PR-Unternehmens zugespielt bekommen hat. Darin bewirbt die Firma ihre ausgeklügelte Methode, Apps für das iPhone auf dem Markt zu platzieren.
So werden die Rezensionen für Apps speziell auf einzelne Zielgruppen ausgerichtet. Je nachdem, in welchem Alter sich die potenziellen Käufer befinden, setzen die Werber unterschiedliche Begriffe ein, um das Produkt in einem besseren Licht darzustellen. Auf diese Weise sollen die Apps besonders in den ersten Tagen nach ihrer Veröffentlichung den Kunden schmackhaft gemacht werden.
Techcrunch hat einige Mühen unternommen, um die unsauberen Geschäftspraktiken von Reverb aufzudecken und dabei einige Auffälligkeiten entdeckt. So gibt es eine Reihe von Nutzern des iTunes-Stores, die verdächtigerweise ausschließlich Produkte bewerten, deren Entwickler als Kunden des Werbeunternehmens bekannt sind. Es ist wohl kein Zufall, dass deren Bewertungen ausschließlich positiv sind.
Zwar sei es möglich, dass die Entwickler nichts davon wussten, wie ihre Produkte beworben werden, heißt es bei Techcrunch. Allerdings wäre es verwunderlich, wenn Unternehmen, die regelmäßig auf die Dienste von Reverb zurückgreifen, derart ahnungslos wären.
Interessant ist auch, dass sich das PR-Unternehmen bester Kontakte zu Apple rühmt. Die Werber haben nicht nur TV-Spots für den Technologieriesen erstellt: Der Entwickler, auf dessen Tipp hin Techcrunch die Geschäftsgebaren von Reverb hinterfragte, wurde von einem Apple-Mitarbeiter auf das Marketing-Unternehmen verwiesen. Wie man bei dem Konzern nun auf den Vertrauensbruch von Reverb reagieren wird, steht noch aus. Freundlich wird es sicher nicht sein.
Fest steht, dass die Verlierer solcher Maßnahmen vor allem die Käufer sind, die durch gefälschte Rezensionen hinters Licht geführt werden. Leider ist es kaum möglich, ähnliche Vergehen in Zukunft zu unterbinden. Hätte Reverb nicht derart vertrauensvoll mit seinen Machenschaften geworben, wäre der Betrug wohl nie aufgeflogen. (Simon Columbus)
Grafik: Techcrunch
News Redaktion am Sonntag, 23.08.2009 22:43 Uhr
Uralt... gang und gebe bei Amazon seit x Jahren... vorallem, Produkte bewerben, die noch nicht aufm Markt sind ^^ Sehr "lustig" auch bei Büchern, die relativ unbekannt sind und auf keiner Bestsellerliste stehen. Schön auch, wenn die Autoren sich selbst unter anderem Namen ...
Dieses PR Unternehmen hat das "PR" nicht verdient. Denn als PRler sollte man wissen, dass solche Manipulation der Öffentlichkeit mit hoher Wahscheinlichkeit auffliegen werden. Vor allem im Internet! In der PR geht es darum, "langfristig Beziehungen zur Öffentlichkeit auzubauen, diese zu halten und ...
Uralt... gang und gebe bei Amazon seit x Jahren... vorallem, Produkte bewerben, die noch nicht aufm Markt sind ^^ ...
Was hat das mit Apple zu tun?:confused: Interessant ist auch, dass sich das PR-Unternehmen bester Kontakte zu Apple rühmt. Die Werber haben nicht nur TV-Spots für den Technologieriesen erstellt: Der Entwickler, auf dessen Tipp hin Techcrunch die Geschäftsgebaren von ...
Lügen als Unternehmenskonzept, die Welt ist schlecht. :( Da frage ich mich doch, wie real dieses Rezensionssystem überhaupt ist. Ich habe auch einmal eine Rezension zu einem Spiel geschrieben, und obwohl die durchweg positiv war, ist die nie gepostet worden. Naja, anzunehmen, daß das alles nur ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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