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Australien: AFACT begrüßt Filesharer-Warnungen

Die Australian Federation Against Copyright Theft (AFACT) hat ihre große Zustimmung zu dem in England getätigten Memorandum zwischen Providern und Rechteinhabern ausgesprochen. Eine solche Zusammenarbeit sei äußerst nützlich im Kampf gegen Online-Piraterie, weshalb eine Umsetzung auch in Australien denkbar wäre.

Laut einer Berechnung von AFACT lagen die Verluste der Contentindustrie durch Piraterie seit 2005 bei rund 320 Millionen US-Dollar. Dabei wurde angeführt, dass die Einnahmen immer mehr sinken würden. Ursache hierfür sei die enorme Verbreitung von Breitbandanschlüssen.

Adrianne Pecotic, die Geschäftsführerin von AFACT, erklärte, dass Kunden in den USA, welche von ihren Providern direkt damit konfrontiert wurden, urheberrechtlich geschütztes Material in Tauschbörsen gestellt zu haben, dies zukünftig zu unterlassen hätten. Aus diesem Grunde bevorzuge man ein Verwarnungsschreiben, da diese oftmals auch keine Kenntnis von ihrem fehlerhaften Handeln haben. "Die Mehrheit der Menschen, die Filesharing betreiben, wissen nicht, dass es illegal ist, oder dass es jemanden verletzt. Wenn neun von zehn Personen, welche illegales Filesharing betreiben, auf die Briefe reagieren und damit aufhören, dann gibt es keinen Grund weiter einzuschreiten. Der Lerneffekt tritt ein und es ist effizient." Aus diesem Grunde wünscht man sich einen identischen Handel auch mit australischen Providern. Der Vorsitzende des größten australischen Providers, Justin Milne, sieht dies jedoch skeptisch. Für ihn sei eine Disziplinierung von Usern, welche unter dem Verdacht stehen urheberrechtlich geschütztes Material getauscht zu haben, keinesfalls die Wunderwaffe, die sich die Filmindustrie wünscht. "Es gibt nichts, was sie tun könnten, um dieses Problem zu beheben. Wenn Leute aber darüber nachdenken, kommen oftmals die Provider ins Spiel um eine Wunderwaffe bereitzustellen. Eines wollen wir Provider definitiv nicht sein. Richter, Jury, Henker, Sheriff", so Justin Milne. Gegenwärtig tendiert AFACT noch zu einem Three-Strikes ähnlichen System. Egal welche Entscheidung schlussendlich gefällt wird, die Einnahmen der Industrie werden durch Warnungen und Sanktionen nicht plötzlich steigen. Dies ist ebenfalls - Fakt. (Firebird77)

(via theage, thx!)

News Redaktion am Montag, 04.08.2008 14:02 Uhr

tagsTags: filesharing p2p urheberrechtsverletzung provider afact warnung three strikes sanktion

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1 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • StarSheriff am 04.08.2008 13:15:46

    Die Australian Federation Against Copyright Theft (AFACT) hat ihre große Zustimmung zu dem in Die Australian Federation Against Copyright Theft (AFACT) hat ihre große Zustimmung zu dem in England getätigten Memorandum zwischen Providern und Rechteinhabern ausgesprochen. Eine s ...

  • gullinews am 04.08.2008 13:10:53

    Die Australian Federation Against Copyright Theft (AFACT) hat ihre große Zustimmung zu dem in England getätigten Memorandum zwischen Providern und Rechteinhabern ausgesprochen. Eine solche Zusammenarbeit sei äußerst nützlich im Kampf gegen Online-Piraterie, weshalb eine Umsetzung auch in Aus ...

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