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Studie von Bigchampagne: Tauschbörsen sind unverdrängbar

Eine Studie der Musikverwertungsgesellschaft MCPS-PRS Alliance, sowie des Marktforschers Bigchampagne gelangt zu dem Ergebnis, dass das neue Album der britischen Band Radiohead in Tauschbörsen massenhaft verteilt wurde, obwohl der Download des Albums direkt von deren Website möglich war.

Dieses Beispiel zeigt eigentlich nur zu deutlich, welcher Beliebtheit sich Tauschbörsen erfreuen. Obwohl das Material legal bezogen werden kann, wurde es dennoch in Tauschbörsen eingestellt und getauscht.

Filesharing-Netzwerke stellen für Rechteinhaber nach wie vor einen vermeintlichen unbezwingbaren Gegner dar, der ihnen nach eigenen Aussagen unglaubliche Umsatzeinbußen zufügt. Das Album "In Rainbows" war bereits vergangenes Jahr veröffentlicht und zum Download zur Verfügung gestellt worden, wobei die Fans sich entscheiden konnten, wieviel sie bereit sind, für den Download zu zahlen. Die Spekulationen, ob dies für die Band rentabel war, blieb bislang ungeklärt, wenngleich die Studie deutlich aufzeigt, welch enormen Andrang die Tauschbörsen genießen.

So war das Album bereits am ersten Tag rund 400.000-mal illegal via BitTorrent verbreitet worden. Nach 25 Tagen lag die Zahl bereits bei 2,3 Millionen. Eric Garland, der Chef von Bigchampagne, erklärte, worauf sich Rechteinhaber einstellen müssen: "Inhaber von Urheberrechten sollten sich der Tatsache bewusst sein, dass sich die Tauschbörsen hartnäckig halten. Sie sind unglaublich beliebt und werden niemals verschwinden. Es ist an der Zeit, nicht mehr gegen den Strom der Kundenwünsche zu schwimmen." Die Studie kam des Weiteren zu dem Ergebnis, dass durch die Art und Weise wie "In Rainbows" veröffentlicht wurde, die Nachfrage nach Radiohead-Konzertkarten enorm zugenommen habe, da man mehr potenzielle Hörer erreichte. Chefvolkswirt bei MCPS-PRS, Will Page, äußerte sich, dass die Plattenfirmen sich langsam fragen sollten, ob die Jagd nach Filesharern überhaupt noch rentabel sein. Der Nutzen, welcher aus einer größeren Bekanntheit gezogen wird, sei nämlich immer außen vor gelassen worden. (Firebird77)

(via ftd, thx!)

News Redaktion am Montag, 04.08.2008 15:02 Uhr

tagsTags: p2p studie rechteinhaber radiohead urheberrecht in unverdrängbar plattenfirma rainbow tauschbörse

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9 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • Loddafnir am 05.08.2008 08:25:15

    ja wenigstens macht jemand ne studie, is ja blöd wenn man nicht auf fakten bauen kann oder ? Zum Thema Tauschbörsen gibt es mindestens so viele Untersuchungen wie zum Thema Handystrahlung. Auf eine Studie folgt die Gegenstudie usw. Und diese Studie, die die Musikverwertun ...

  • aeg3k4 am 04.08.2008 23:50:42

    @xzeNji: irgendwie bei jeder news schreibt jemand das sie Schei**e, überflüssig oder sonst was ist... sowas kann man sich eigentlich sparren:mad: Ich find die Studie nicht schlecht, vieleicht bewegt es ja mal die MI dazu auch über die guten seiten von Tauschbörsen nachzudenken (schnellere Verb ...

  • Souffrir am 04.08.2008 21:53:11

    So war das Album bereits am ersten Tag rund 400.000-mal illegal via BitTorrent verbreitet worden. Wieso steht da illegal? Zum einen schont das die Server der Homepage. Zum anderen ist es so einfacher zu finden. ...

  • forgiveme am 04.08.2008 20:40:12

    WOW, um das zu erkennen brauchen die ne STUDIE??? Unglaublich.. :dozey: Loddafnir ja wenigstens macht jemand ne studie, is ja blöd wenn man nicht auf fakten bauen kann oder ? ...

  • The_GPoint am 04.08.2008 18:25:26

    Nachrichtenmagazine und Zeitungen konnten bisher nicht dazu beitragen das "sich unterhalten" aus den menschlichen Verhaltensweisen zu verdrängen. Obwohl fast alles, was sich in der Welt so ereignet über TV, Radio, Zeitung und Internet erfahrbar ist, geschieht es immer noch regelmäßi ...

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