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Olympische Spiele: US-amerikanischer Videoblogger Brian Conley in China inhaftiert

In den letzten Tagen haben chinesische Behörden eine Reihe Amerikaner und Europäer verhaftet, die während der Olympischen Spiele in Peking für ein freies Tibet demonstriert hatten - oder darüber berichteten. Zu den Betroffenen gehören auch der bekannte amerikanische Videoblogger Brian Conley und ein deutsch-tibetischer Aktivist.

Brian Conley, Initiator des preisgekrönten Videoblogging-Projektes Alive in Baghdad, wurde am 19. August zusammen mit vier weiteren Bloggern in Peking verhaftet. Sie hatten mit gemeinsam mit anderen Bürgerjournalisten ein unabhängiges Medienzentrum für Pro-Tibet-Aktivisten organisiert und Dokumentationen über deren Proteste erstellt.

Kurz zuvor war bereits der Laser-Graffiti-Künstler James Powderly vom Graffiti Research Lab wegen einer Kunstaktion mit Laser-Graffiti verhaftet worden. Nur geringe Zeit später wurde auch eine weitere Gruppe von fünf amerikanischen Aktivisten ins Gefängnis gesteckt, weil sie auf einem Banner mit LED-Throwies den Schriftzug "Free Tibet" in Englisch und Chinesisch gezeigt hatten.

Während die letztgenannte Gruppe wieder frei ist sind Powderly, Conley sowie Jeffrey Rae, Jeff Goldin, Michael Liss und Tom Grant weiter in Haft. Dazu kommt, das heute mit Florien Norbu Gyanatshang auch ein aus Deutschland stammender Pro-Tibet-Aktivist bei einer Aktion im Vogelnest-Stadion verhaftet wurde, weil er zusammen mit den Amerikanern Jeremy Wells und John Watterberg sowie der Britin Mandie McKeown die tibetische Flagge entrollt und "Free Tibet" gerufen hatte.

Die Verhaftungen dieser Aktivisten, vor allem aber des Bürgerjournalisten-Teams um Brian Conley zeigen, wie weit es her ist mit der Pressefreiheit in China. Das sich teilnehmende Nationen die Verhaftungen ihrer Staatsbürger während der Spiele gefallen lassen müssen, zeigt die vollkommene Machtlosigkeit des IOC. Das es dabei aber auch Journalisten trifft, ist eine unerträgliche Situation. Denn das nicht alle Inhalte aus dem Internet abrufbar sind, ist eine Sache. Aber das Journalisten, die diese Inhalte erstellen, in ihrer Arbeit behindert und inhaftiert werden, eine ganz andere. Aus dieser Situation kann sich Jacques Rogge nicht mehr mit ein paar Wortverdrehungen herausreden. Die hässliche Fratze der chinesischen Diktatur ist endgültig offenbar. (Simon Columbus)


Beijing: Activists detained after lighting up "Free Tibet" LED Throwies banner near Olympics site from Students for a Free Tibet on Vimeo.

(via Committee to Protect Blogger, thx!)

News Redaktion am Mittwoch, 20.08.2008 23:31 Uhr

tagsTags: china bürgerjournalismus usa peking gefängnis beijing olympische spiele inhaftiert brian conley citizen journalism free tibet ioc jacques rogge julien norbu gyanatshang led throwie protestaktion blog verhaftung

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28 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • djdede am 22.08.2008 11:30:40

    Zitat von DaTaCrAsH Meine Meinung : Wer in solche Länder reist und sich dann auch noch so aufführt ist selber Schuld. Die Konsequenz einer möglichen Verhaftung beim Protest sollte doch jedem dort klar sein?! die sache einfach zu ignorieren und der chinesischen diktatur in die hand zu spie ...

  • thehed am 22.08.2008 07:27:34

    Ich finde es nicht gut, aber es funktioniert. Und bei den Ammis ist es ja nichts anderes. Hisse du mal bei denen ne irakische Flagge und schrei "Free Irak" oder was auch immer. Dann hat dich die CIA 2 Stunden später auch schon verschleppt. Das ist zu bezweifeln, es gibt ...

  • Mr.Harmlos am 21.08.2008 19:38:36

    Oder wenn man die Kenntnisse der Chinesen noch mehr strapaziert: "FREISTAAT BAYERN". wahahahah ... den fand ich echt gut ... greets ...

  • am 21.08.2008 18:57:08

    @ BluePeer: oha, so hab ich das noch gar nicht gesehen. stimmt du hast recht, danke für den hinweis!:o Nein, aber im Ernst. Wer ein besseres System for China kennt, der möge sprechen .. hmm vllt nicht diese pseudo-Schizophrenie von offiziellem Kommunismus und inoffiz ...

  • pepe44 am 21.08.2008 18:28:53

    Der Autor bräuchte mal einen Rechtschreibkurs, sind mindestens 4 Fehler enthalten. Den könnte man doch bestimmt auch von den Spenden bezahlen :T ...

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