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Studie: Online-Gamer sind sozial eingebunden

Das häufig verbreite Klischee, Online-Spieler würden Spielwelten dazu nutzen, um der Realität zu entfliehen, scheint nicht richtig zu sein. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie der Universität Leipzig gelangt. Diese stellte sogar fest, das Online-Gamer diese Spielwelten vielmehr als soziale Treffpunkte verwenden. Den entsprechenden Personen mangelt es aber nicht an sozialen Kontakten. Passenderweise wurde die Studie auf der Games Convention in Leipzig vorgestellt.

Die Studie, die durch den Medienpädagogen Bernd Schorb geleitet wurde, widerlegt oftmals bekannte Klischees des vereinsamten und kontaktlosen Online-Gamers, welcher das Tageslicht nur aus Berichten kennt.

Vielmehr würden rund 78 Prozent der Jugendlichen mit Freunden aus dem nächsten Bekanntenkreis, wie Schule oder Nachbarschaft, die Online-Welten durchreisen. Sie spielen somit gemeinsam mit Freunden und gehen soziale Bindungen ein. Als Beispiel führt Bernd Schorb den vermeintlichen Knüller im Online-Gaming Bereich an. World of Warcraft. Die Welt(en) dort würden für die Jugendlichen nicht einfach ein Spiel darstellen, welches man möglichst schnell oder gut durchspielen will. Vielmehr liege dem Ganzen die Betrachtungsweise eines sozialen Raums zugrunde, in welchem die Spieler miteinander leben und agieren. Das Spiel selbst rücke mitunter sogar in den Hintergrund, verdrängt durch die Kommunikation mit Mitspielern. Nach Schorbs Studie wurde außerdem festgestellt, dass sich Jugendliche durchaus der Gefahren bewusst sind, welche insbesondere in Online-Games verborgen sein können. Eine Befragung kam zu dem Ergebnis, dass rund 60 Prozent der nachfolgenden Probleme als gefährlich einzuordnen seien: Beleidigungen, Betrügereien, hoher Zeitaufwand durch das Spielen sowie das Suchtpotenzial.

Virtuelle Realitäten wie Second Life würden hingegen kein Interesse bei den Jugendlichen wecken. Nach den Ergebnissen der Studie würden zwar 80 Prozent der Befragten wissen was "Second Life" sei, 66 Prozent hätten jedoch kein Interesse daran, auch nur für einen kurzen Moment die "Welt" dort kennenzulernen. Für die Studie beobachtete Schorb bereits seit 2003 jugendliche Online-Gamer und befragte seit 2005 auf der Games Convention insgesamt 1.000 Online-Spieler. (Firebird77)

(via futurezone, thx!)

News Redaktion am Freitag, 22.08.2008 20:36 Uhr

tagsTags: studie warcraft online gamer problem gefahr game umfrage sozial bernd convention schorb

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57 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • am 25.08.2008 14:36:38

    Du hast keine 10 h am Stück Zeit? Was machst du denn den ganzen Tag so immanent wichtiges? Bergsteigen kann man als eine Art sehen, die Realität kennenzulernen, die Welt zu sehen. Wenn du die Welt nicht sehen willst (zu wenig "Action"?), dann ist das dein Problem (!). Und warum geh ...

  • username2 am 25.08.2008 12:22:50

    Wie bei allen anderen Suchtmitteln wird eine Abhängigkeit von den Süchtigen natürlich erst bestritten und heruntergeredet. Ich kenne auch einige Fälle, bei denen ein enormer Sozialverfall stattfindet, seitdem sie mit WoW angefangen haben. Kein Kontakt mehr zu früheren Freundschaften, total zur ...

  • Sitecom am 25.08.2008 10:57:51

    Wie soll man bitte sich dem Müßiggang geben, wenn man 10 Stunden wie ein Tier schuftet, und dann total gebrummt nach Hause kommt? Ich gehe mal davon aus, dass Wandgang (noch) Schüler ist. Und nach der Schule/Arbeit war ja garnicht das Thema, es geht zB. um die Gestaltun ...

  • ALLAHs-Diener am 25.08.2008 10:08:45

    Du hast keine 10 h am Stück Zeit? Was machst du denn den ganzen Tag so immanent wichtiges? manche Menschen arbeiten auch heutzutage. Und diese müssen immer länger arbeiten für noch weniger Geld... Wie soll man bitte sich dem Müßiggang geben, wenn man 10 Stunden wie ei ...

  • alter_Bekannter am 25.08.2008 09:51:17

    Wenn ich mir die ganzen WoW Opfer so Anschau xD Z.b auch Heut bei wohl ner WoW Präsentation :D die nennt man Süchtige, das ist wieder was anderes, wer würde sonst über 200€ für ein PC-Spiel ausgeben? Ich hab gehört das es viele gibt die das sogar auf der Arbeit sp ...

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