Das Malvertising hat im letzten halben Jahr immer mehr an Bedeutung gewonnen. Online-Kriminelle erzielten mit dieser Methode weitreichende Ergebnisse bei der Verbreitung von Malware. Dabei wird in herkömmlichen Flash-Bannern, die primär der Werbungsanzeige dienen, Schadcode versteckt. Das am häufigsten verwendete Format für ansprechende Werbeanzeigen ist das Flash-Format (.swf). Viele organisierte Cyberkriminelle haben den Nutzen von Banner-Tauschringen längst erkannt und nutzen diese Möglichkeit, um möglichst weiträumig ihre Schädlinge zu verteilen.
Als aktuellstes Paradebeispiel für Malvertising fungiert die norwegische MSN-Webseite. Allen Benutzern von anfälligen Versionen des Flash-Players wird daher ein Update auf die neueste Version dringend empfohlen. Morten Krakvik vom Norwegian Honeynet Project hat erstmals von dem Malvertising-Befall auf MSN berichtet. Auch Krakvik ist der Meinung, dass die besagte Methode für Online-Kriminelle immer interessanter wird. Insbesondere wenn die Möglichkeit besteht, auf gut besuchten Seiten wie MSN die Banner-Schädlinge unterzubringen. Sollten sich die Besucher für einen Klick auf die ansprechende Flash-Werbung entscheiden, werden sie auf eine Live-Exploit URL weitergeleitet. Kürzlich waren von der
Malvertising-Welle auch Portale wie Digg, MSNBC und Newsweek betroffen.
Krakviks Untersuchungen zufolge sind die Versionen 9.0.16, 9.0.28, 9.0.45, 9.0.47, 9.0.115 des Adobe Flash-Players betroffen. Auch die Domain, auf der die Werbung gehostet wird, ist aktuell noch online. Bannersrotator.com konnte der Experte als Quelle der Anzeige ausfindig machen. Momentan erkennen nur 9 (!) von 36 Virenscannern das SWF-Exploit. Wie in allen Fällen ist jeder Anwender bestens beraten, stets aktuelle Programmversionen zu verwenden, um möglichen Gefahren und Angriffen zu entgehen. (gS-)
(via zdnet.com, thx!)
News Redaktion am Donnerstag, 28.08.2008 13:45 Uhr
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