
Da reguläre Bankgeschäfte immer eine umfassende Auskunft über die beteiligten Kontoinhaber preisgeben, vermeiden Cyberkriminelle diesen Weg des Geldflusses. Daher bietet es sich an, die Gelder aus zwielichtigen Quellen in virtuelle Zahlungsmittel zu wechseln, um diese später wieder zurückzutransferieren. Dr. Igor Muttik von McAfee hat einen Vorschlag parat, um diese Machenschaften auf effektive Weise zu unterbinden.
Muttiks Vorschlag richtet sich dabei an die Betreiber der Webseiten selbst. Er sieht eine mögliche Lösung darin, einen Zeitpuffer zwischen dem Auftrag zu einer Transaktion und dessen Ausführung zu erzwingen. Mit der gewonnenen Zeit würde man den Gesetzeshütern eine Chance geben, den Geldfluss besser verfolgen zu können. Man will so den Hintermännern und deren Cashflow besser auf die Schliche kommen.
Igor Muttik lässt auch die anderen Möglichkeiten der Online-Geldwäsche nicht unausgesprochen. Aus dem Bericht geht hervor, dass aktuell beträchtliche Summen mithilfe von E-Mail Spam gewaschen werden. Dabei gelangen die ohnehin schon illegal erschlichenen Gelder in groß angelegten Spam-Kampagnen und die Gewinne daraus, direkt in den Taschen der Betreiber. Muttik spricht sich als weitere Lösungsmöglichkeit dafür aus, eine (geringe) Gebühr für die virtuell verschickten Nachrichten zu erheben. Er ist der Meinung, dass man damit viele Spam-Aktionen bereits im Keim ersticken könnte. Ob tatsächlich Gebühren für die Übermittlung von E-Mails erhoben werden können, darf allerdings stark infrage gestellt werden. Selbst wenn der Versand von Junkmails jedes Jahr Unsummen verschlingt - das kostenlose Verschicken von E-Mails ist eine der Grundpfeiler des Webs. Wie aber will man die Gebührenpflicht für E-Mails technisch umsetzen? An dieser Stelle sollte man alternativ darüber nachdenken, zumindest alle verschlüsselten E-Mails kostenfrei zu transferieren. Wer auch immer Werbemails unters Volk bringen will, wird kaum scharf darauf sein, vorab von allen Empfängern den Key zu erfragen. Zudem: Wer gibt einem Spammer schon freiwillig seine Daten? Vielleicht könnten die Cyberkriminellen so ungewollt für mehr Datenschutz im Internet sorgen. Eine Überlegung wäre es zumindest wert. (gS- & Ghandy)
(via VNUnet.com, thx!)
News Redaktion am Samstag, 30.08.2008 13:57 Uhr
Das ist so nicht ganz richtig: Es sind zwei Unternehmen, die jedoch beide zu United Internet gehören. Dazu gehört u.a. auch 1&1 als ISP/Reseller. ...
Was ist denn das für ein Käse? Wenn jetzt zb web.de ab heute auch nur 1Cent pro Mail verlangen würde, würde man einfach zu gmx gehen? Web.de und GMX sind afaik die gleichen Unternehmen.;) ...
Dafür aber völlig unbrauchbar. Dann müsste man es eher von einem kostenpflichtigen zu einem -freien Dienst machen und nicht andersrum. Sobald das was kostet, werden doch alle, die eine Möglichkeit dazu haben, davon abgehen und eigene Alternativen suchen oder aufbauen. Wird einfach nicht kommen. ...
Warum Gebühren für Emails? Denkt mal nach, ein wichtiger Grund ist ganz einfach und nachvollziehbar: Mehr Überwachung Denn: wenn etwas kostet, muss man auch irgendwie Geld überweisen und sobald man überweist ist man anhand der Bankdaten identifizierbar. ...
Das machen die niemals, da sonst Milliarden Leute für ihre Mails zahlen müssten. sag das demjenigen, der das "Besteuern" erfunden hat. (wenn ich den erwische! :mad: ) besonders toll finde ich, dass das weder eine meinung, noch ein argument ist. :T lg, millennia ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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