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RIAA: Erster Widerstand gegen Filesharing-Zwangsmaßnahmen an amerikanischen Hochschulen

Die gerichtlich durchgesetzten Zwangsmaßnahmen gegen Filesharing an amerikanischen Hochschulen zeigen erste Effekte, die nicht im Interesse des Lobbyverbandes RIAA sein können. Abgesehen von der Tatsache, dass sich die RIAA durch Aktionen solcher Art bei der nachwachsenden Generation zukünftiger Konsumenten extrem unbeliebt macht, so haben immer weniger Universitäten Lust darauf, das Spiel der Musikindustrie mitzuspielen. Die Gründe sind unterschiedlich, im Grundtenor aber ähnlich: "Warum sollten wir die Industrie unterstützen?"

Es ist nicht ganz vier Wochen her, als in den USA das Lobbygesetz der Musikindustrie beschlossen wurde. Universitäten sollen fortan die Musikindustrie dabei unterstützen, gegen Urheberrechtsverstöße vorzugehen. In einem ersten Schritt sollen die Universitäten einen Plan vorlegen, wie sie gedenken gegen Piraterie und Filesharing auf dem Campus vorzugehen. Gulli berichtete darüber.

Doch schon nach wenigen Wochen kommt die Ernüchterung für die Industrie, denn die meisten Universitäten möchten nicht so recht. Die Gründe, welche sie hervorbringen, sind meist weniger politischer Natur, als eher pragmatisch. Man sieht nicht ein, warum man zum unbezahlten Handlanger für die Industrie werden soll. Im Gegensatz zur Industrie sind die Mittel grundsätzlich knapp, beziehungsweise nicht dafür bestellt, um eine Art "Polizeiarbeit" zu leisten. Andere Stimmen sagen, dass der Zeitaufwand extrem steigt, um eine rigorose Überprüfung der Netzwerke zu bewerkstelligen.

Administratoren an Universitäten fühlen sich durch die RIAA in ihrer täglichen Arbeit gestört. Viele würden die Abmahnungen nicht mehr an die Studenten weiterleiten. Brian Rust vom Madison Department of Information Technology sagte hierzu: "Es ist eine Sache zwischen der Industrie und einzelnen Personen. Grundsätzlich sind unsere Netzwerke relativ transparent." Ihre Universität wäre eine der wenigen, die von Anfang an dagegen waren, die Industrie zu unterstützen.

Die University of Kansas beispielsweise steht auf dem Standpunkt, dass Rechtsstreitigkeiten dieser Art nicht in der Natur der universitären Ausbildung liegen. Sie hätten aufgehört, Briefe und E-Mails der Musikindustrie an ihre Studenten weiterzuleiten. "Dieses ist nicht unsere Aufgabe" und betrachten das eher aus universitätsphilosophischer Sicht. (020200)

(via p2p net)

News Redaktion am Sonntag, 31.08.2008 03:16 Uhr

Tags: filesharing riaa universität usa studenten abmahnung

 
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8 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • Memphi am 31.08.2008 21:35:01

    Es war schon immer so, dass an Universitäten, wo mit meist neuester Technik gearbeitet wird, diese auch mal weniger legal verwendet wird. Aber ich täte es nicht zu hoch sterilisieren, schließlich kommen aus diesen Einrichtungen später viele Ingenieure oder allgemein Wissenschaftler, die in aller Reg ...

  • beeze am 31.08.2008 18:09:44

    Aha, das heißt also auch: sobald Geld fließt, helfen die Unis den Damen und Herren der Musikindustrie....ganz toll. ...

  • salvatore99 am 31.08.2008 16:39:27

    Die Unis sollen gefälligst aufhören, ihre Rechenzentren im Kampf gegen den Krebs arbeiten zu lassen! Die sollten lieber den Traffic analysieren. natürlich umsonst :T YMMD :T Ich kann die Unis vokommen verstehen. ...

  • ghazghkull am 31.08.2008 12:01:14

    Die Unis sollen gefälligst aufhören, ihre Rechenzentren im Kampf gegen den Krebs arbeiten zu lassen! Die sollten lieber den Traffic analysieren. natürlich umsonst :T ...

  • Duckmichweg am 31.08.2008 11:16:09

    Und was genau ist bitte schlecht an diesem Satz? Gar nichts. Es ist nur so, dass genau die RIAA hier zwar verlangt, dass die Universitäten ihre Ressourcen für die Filesharing-Jagt aufwenden, selbst aber keine Lust verspürt die Unis dabei finanziell zu unterstützen. ...

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