
Larry Page und Sergej Brin werden den 7.9.2008 zum "Day of the Tentacle" abändern. In Deutschland existiert mittlerweile ein Quasi-Monopol. Derzeit werden vier von fünf Suchanfragen über Google gestellt: 79,8 Prozent aller Internetnutzer "googeln", um genauer zu sein. Das Verb selbst hat es sogar bis in unseren Duden geschafft. Auch bezogen auf den Weltmarkt dominiert das Unternehmen mit einem Marktanteil von 60,4 Prozent. Yahoo erreicht mit geradezu läppisch wirkenden 10,8 Prozent den zweiten Platz. Der Kauf der chinesischen Suchmaschine Baidu, die schon häufiger als Angriffsziel der Musikindustrie diente, hat sein Übriges getan. Alleine Baidu hat 9,2 Prozent des Marktes der Erde in diesem Sektor inne.
Google mischt wirklich überall mit: AdSense, Android, Blogger, Picasa, Google News, Google Calendar, Google Mobile, eigener Second Life-Klon, Gears, Google Produktsuche, Google Talk, Toolbar, YouTube, Google Wikis, Google Office, Streetview, Google Mail, Google Maps, Google Earth, Google Analytics - Google everything and Google everywhere!
Pinki und der Brain Der Page und der Brin haben noch während des Studiums den Grundstein für ihre Suchmaschine gelegt. Mehr als eine Million US-Dollar gab es als sogenannte Anschubfinanzierung. Unterm Strich geradezu ideale Bedingungen für den Start. BITKOM-Chef August-Wilhelm Scheer: "Von solchen Bedingungen können Studenten hierzulande nur träumen." Bei zwei von drei gescheiterten Gründungsplänen (64 Prozent) fehlt der Kapitalgeber für das Start-up. Und Scheer fragt: "Wo sind die deutschen Googles?" Nun, die Antwort liegt auf der Hand: Die sind bei den miesen Konditionen hierzulande inklusive der hohen Steuern, dem allseits präsenten Amtsschimmel, um nur zwei Faktoren zu nennen, längst gen Westen zum Beispiel in die USA ausgewandert. Und, weil viele hochqualifizierte Vertreter der IT-Branche, man könnte sie auch Brains nennen, verschwunden sind, brauchen wir in Deutschland andere Zuwanderungsgesetze, so glaubt Herr Scheer von der BITKOM. Ganz falsch liegt er damit nicht, doch beschreibt deren Analyse nur einen kleinen Teil des Problems. In Deutschland haben sich in 2007 gerade einmal 466 hoch qualifizierte Arbeitnehmer aus Ländern außerhalb der EU niedergelassen. Wen wundert es? Von solchen Hürden wie dem § 202c des Strafgesetzbuches, dem Hackerparagrafen. Ach, davon wollen wir an dieser Stelle lieber gar nicht erst sprechen.
Wie dem auch sei: Happy Birthday Datenkrake! Wer bitte kann euch jetzt noch aufhalten? "Die Welt ist eine Kugel, sie sollte keine Google werden", meinte Gerald Reischl in seinem Buch Die Google Falle. Die unkontrollierte Weltmacht im Internet. Zu spät, Gerald, zu spät. Sie ist's schon. Im Reizzentrum spielte man derweil Sherlock Holmes und legte eine höchst brisante aber nicht gänzlich von der Hand zu weisende Theorie auf den virtuellen Wühltisch der Blogosphäre: Ist die Sperre von Rottenneighbor gar ein Produkt unseres krakeligen Geburtstagskindes? Die Frage vermag ich nicht zu beantworten, muss ich doch gleich die E-Mails der Redaktion bei Google Mail abrufen. ;-)
Bild: Auch Kraken können kunstvoll sein, die Documenta 07 hat es unter Beweis gestellt.
Text & Foto: Lars "Ghandy" Sobiraj.
News Redaktion am Freitag, 05.09.2008 13:18 Uhr
Happy Birthday Google ! :p Der virtuelle Mülleimer wird 10 Jahre alt ! Es wird Zeit für einen neuen. :D ...
http://www.chip.de/artikel/Google-Bessere-Alternativen-zum-Such-Monopolisten_25620613.html wer jetzt Angst vor Google bekommt, kann ja mal diese Suchmaschinen unterstützen. ich werde es zumindest mal versuchen, aber Google ist ja nicht grundlos Nr.1 der Suchmaschinen. ...
irgendwie.... unheimlich das es google jetzt schon 10 Jahre gibt. was wohl díe Zukunft bringt? ein Google Mircosoft? oder gar Google Apple? oder Google McDonalds?! irgendwann hat google noch sein eigenes Land wenn es so weiter geht. ...
Das ist schon geil. Google Analytics am laufen und hier auf dicke Hose machen. ...
Ein Kumpel und ich starten auch bald durch wie Larry Page und Sergej Brin ^^ edit: Achja, wir arbeiten auch an ein System, dass Profile von Nutzer erstellt. Aber wir werden den Nutzern freistellen, ob sie es wollen oder nicht. Das ganze dient nur zur Verbessrung der Produkte. ...
Lars Sobiraj am 04.02.2012, 11:32 Uhr
Während Die Linke zur Teilnahme an einem europaweiten Aktionstag gegen ACTA aufruft und Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger die Kritik am internationalen Handelsabkommen zurückweist, führte der Jurist Jens Ferner eine ausführliche Analyse jedes einzelnen Artikels durch. Wir fragten ihn, wie gefährlich ACTA tatsächlich ist. In welchem Rahmen bedroht dieses Abkommen unser aller Freiheit?
Lars Sobiraj am 09.02.2012, 11:40 Uhr
In der südenglischen Grafschaft Sussex ereignete sich letzten Monat ein Fauxpas der besonderen Art. Statt einen Einbrecher zu fassen, jagte ein Polizist mit Hilfe von Kameras für etwa 20 Minuten sich selbst. Sein Kollege an den Monitoren hatte ihn nicht erkannt und fand sein Verhalten sehr auffällig. Der beobachtete Mann habe auf heißen Kohlen gesessen, weswegen er dringend tatverdächtig sei.
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