Der Dekan des Fachbereichs Informatik der TU Darmstadt, Professor Dr. Karsten Weihe, hatte in seiner Keynote unter anderem die Bedeutung Darmstadts als Wissenschaftsstadt und wichtiges Zentrum der IT-Branche hervorgehoben und entsprechend lehrreich waren die MRMCDs für die Besucher. Im Laufe der knapp drei Tage gab es zahlreiche Diskussionen, Experimente, Vorträge und Workshops zu den verschiedensten Themen.
Das Motto der MRMCDs hieß diesmal "connecting the dots"- eine Anspielung darauf, dass verschiedene Fachgebiete (und Herangehensweisen an aktuelle Themen) sich auf diesem Treffen austauschen und vernetzen sollten. Dementsprechend gab es nicht nur zu den üblichen "Hackerthemen" (wie IT-Sicherheit, Kryptographie, Programmierung und freie Software) Veranstaltungen, sondern auch Vorträge zu Physik, Elektrotechnik, Datenschutz und Medienarbeit.
Durch die Mitarbeit des Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung und die aktuelle gesellschaftliche Entwicklung erlangte der Datenschutz auf diesem Treffen eine zentrale Rolle. Neben vielen informativen Vorträgen gab es auch eine Podiumsdiskussion zum Thema, an der unter anderem Constanze Kurz, Pressesprecherin des Chaos Computer Club, und Ricardo-Cristof Remmert-Fontes vom Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung teilnahmen. Es wurden viele interessante Argumente und Ideen ausgetauscht, wie man die Medien und die Bevölkerung auf das Thema Datenschutz aufmerksam machen und auf lange Sicht ein höheres Ausmaß von Respekt vor der Privatsphäre Anderer in unserer Gesellschaft erreichen kann. Was leider etwas fehlte, waren Vertreter einer entgegengesetzten Position, also Befürworter staatlicher Überwachungsmaßnahmen. Diese hatten leider die Einladungen nicht angenommen, so dass zwar ein produktiver Ideenaustausch, aber keine wirkliche Kontroverse stattfand.
Am Sonntag, dem letzten Tag der MRMCDs, kam es dann unter Regie einiger Datenschutz-Aktivisten zu einer Spontandemonstration durch Darmstadt "Für die Freiheit, gegen Überwachung". Unter anderem wurde auf Überwachungskameras aufmerksam gemacht und für den großen Datenschutz-Aktionstag am 11. Oktober und die in diesem Rahmen stattfindende Demonstration in Berlin geworben.
Mit Datenschutz aber auch mit Technik hatten auch die Vorträge zum Themenkomplex RFID-Chips und biometrische Ausweise zu tun. Diese wurden von Constanze Kurz und "starbug" gestaltet, die sich beide schon lange mit diesem Thema beschäftigen und dem Publikum das Thema informativ und mit durchaus humorvollen Elementen nahebrachten. Ebenso guten Anklang fand Oliver Knapp mit seinem Vortrag über die Risiken von Wahlcomputern.
Auch Physik-Interessierte kamen nicht zu kurz. Neben einer Veranstaltung zu Tesla-Spulen und einem längeren Vortrag über Teilchenphysik und das CERN (bei denen die Funktionsweise eines Teilchenbeschleunigers unter anderem mit Hilfe von Enten und Bierkisten erklärt wurde, was zwar unorthodox klingt, aber hervorragend funktionierte) gab es auch einen Bericht aus dem Kontrollzentrum der ESA, wo der Vortragende "dj spock" live das Rendezvous der Raumsonde Rosetta mit dem Asteroiden Steins verfolgt hatte. Er brachte viele Fotos und eine Menge Informationen mit.
Auch die IT-Sicherheit kam nicht zu kurz. Für Einsteiger gab es beispielsweise eine Einführung in die Kryptoanalyse, für Fortgeschrittene einen sehr guten Vortrag zum Thema "Self-Replicating Malware on Home Routers" und einen zu Angriffen auf gängige Verschlüsselungs- und Hashalgorithmen.
Neben so viel Vortragsprogramm konnte man natürlich auch die Dinge tun, die zu einem solchen Kongress dazugehören und ihm Atmosphäre geben- hacken, spielen, sich mit Gleichgesinnten austauschen, ein Live-Konzert der Gruppe Pornophonique besuchen oder ein Fußballspiel der Roboter-Fußballmannschaft der TU Darmstadt ansehen.
So waren wohl die meisten der gut 300 Besucher enttäuscht, als am Sonntag Abend die 7. MRMCDs mit dem Closing Event und einer anschließenden Party zuende gingen. Wahrscheinlich werden viele von ihnen spätestens im nächsten Jahr wieder dabei sein, wenn in Darmstadt die 8. MRMCDs stattfinden. (Annika Kremer)
Bildquelle: heartbeaz @ flicker, thx!
News Redaktion am Montag, 08.09.2008 22:34 Uhr
Fehlt nurnoch eine funktionierende Bahnverbindung - ach nein, die werden ja weiter reduziert... ...
schön sowas immer danach zu erfahren. nun hab ich n jahr zeit es wieder zu vergessen Lesen muss natürlich noch selbst: http://www.gulli.com/news/metarheinmain-chaosdays-111b-2008-06-27 - wir haben im Vorfeld darüber berichtet! ...
schön sowas immer danach zu erfahren. nun hab ich n jahr zeit es wieder zu vergessen! ...
Am vergangenen Wochenende (05.09.-07.09.) fanden in den Räumen der Technischen Universität zu Darmstadt die 7. Meta-Rhein-Main Chaos Days (MRMCDs) statt. Dabei handelt es sich um ein von verschiedenen Ortsgruppen des Chaos Computer Club, dem Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung und Anderen organi ...
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Lars Sobiraj am 14.05.2013, 13:52 Uhr
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Lars Sobiraj am 12.05.2013, 12:51 Uhr
Wie ein 73-jährige Japaner beweist, kann man das am häufigsten benutzte Tabellenkalkulationsprogramm Microsoft Excel nicht nur für reguläre Berechnungen einsetzen. Tatsuo Horiuchi erstellt ausnahmslos seine traditionellen Gemälde mit Hilfe dieses Programms. Er arbeitet bereits seit 10 Jahren mit der Software und stellt seine Bilder in diversen Ausstellungen vor.