
An und für sich ist der Keystroke-Logger als Arbeitserleichterung für die Benutzer gedacht. Dem Anwender soll beim Eintippen eines Suchbegriffs oder einer Adresse (URL) Hilfestellung geben werden. Zu diesem Zweck haben die Entwickler in ihr Programm diese Vorschlagsfunktion eingebaut. Dieses aus datenschutzrechtlichen Gründen fragliche Feature hat aber durchaus eine Kehrseite, die so manchen Benutzer stören könnte.
Im Hause Google hat man dieses Feature für den Chrome auf den Namen Google Suggest getauft. Bei Microsoft war man ähnlich kreativ und ist auf den Namen Suggested Search gekommen. In der Vorgehensweise nehmen sich aber beide Funktionen nichts und arbeiten im Prinzip ziemlich identisch. Wenn der Anwender eine Adresse eingibt, so startet der IE eine Suchanfrage an eine zentrale Datenbank und übermittelt die getippten Buchstaben. Dort werden die Eingaben mit bereits existenten Einträgen verglichen.
Dabei verfolgt man vorrangig das Ziel, dem User so viel Komfort wie möglich zu bieten. Fraglich ist jedoch, in wie weit der Datenschutz dabei auf der Strecke bleibt. Technisch gesehen ist es mit Gewissheit möglich, anhand der IP-Adresse des Absenders einen Rückschluss auf die wahre Identität des Benutzers zu ziehen. In diesem Zusammenhang ist allerdings nicht lückenlos klar, was Microsoft mit den Daten (abgesehen von den Suchbegriffen) des Absenders vorhat. Doch dem ist es an Features noch nicht genug. Die Anwendung kann dem User zudem auch verschiedenste Vorschläge zu ähnlichen Webseiten anzeigen. Ob und wie lange die Daten auf den Microsoft-Servern gesichert werden, ist bislang nicht bestätigt.
Ob die Suggested Search jedoch in eine glorreiche und lange Zukunft blicken wird, gilt es in Frage zu stellen. Als die genauen Arbeitsweisen von Google Suggest am vergangenen Wochenende publik wurden, ging ein Aufschrei durch die Reihen der Datenschützer. Ob Microsofts neuem Tool nun von seiten der Anwender ein ähnliches Schicksal blüht, muss abgewartet werden. Google hat auf die Vorwürfe jedenfalls prompt reagiert und versucht, das hitzige Geschehen zu beruhigen. Angeblich werden die Daten im Unternehmen für 24 Stunden umfassend gespeichert und anschließend anonymisiert.
Zugute halten muss man den Entwicklern aus Remond ohne Frage, dass die Suggested Search erst den aktiven Betrieb aufnimmt, wenn der Anwender dem explizit zustimmt. Die Programmierer haben die Funktion nicht als Standardeinstellung in das Programm eingebaut und überlassen die Entscheidung dem Kunden. Wer bei der Installation gefragt wird, ob er vom IE Vorschläge unterbreitet haben möchte, sollte es sich aber besser zweimal überlegen, ob er diese Frage bejahen möchte. (gS-)
(via idg.com.au, thx!)
News Redaktion am Donnerstag, 11.09.2008 20:13 Uhr
...Url type="application/x-suggestions+json" method="GET" template="http://suggestqueries.google.com/complete/search? output=firefox& client=iceweasel& qu={searchTerms}"... Das steht beim Firefox 2 seit ewigen Zeiten in der Standardkonfig zum Google-Suchplugin. Firefox über ...
dagegen hat der browserverlauf aber garnix beim browser-hersteller zu suchen - schließlich bietet er ja nicht das gesamte internet an ;).. und das im austausch für diese "suggestions" - dürfte wohl kaum jemandem wirklich bewusst sein.. leider vergisst man zu oft, (geht m ...
spontan fällt mir da wikipedia ein (wer weiß, wieviele das sonst noch machen), da kriegt man (neuerdings?) auch vorschläge beim tippen.. seh ich in dem zusammenhang nicht allzu kritisch.. ob man nun einen begriff char-by-char schickt oder komplett.. macht evtl. mehr traffic, dafür kommt man schn ...
Und das ist er weil …? ...
http://www.heise.de/newsticker/Firefox-sendet-wie-Chrome-Daten-an-Google--/meldung/115857 Der HEISE Artikel ist totaler Bullshit. http://code.google.com/apis/safebrowsing/firefox3_privacy_faq.h ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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