
Bei einer Umfrage in 154 Verwaltungen auf allen Ebenen stellte sich nun heraus, dass die meisten Verantwortlichen vom freien Dokumentenformat ODF noch nicht einmal gehört haben. Ebenso die Anweisung vom niederländischen Parlament selbst war den Entscheidungsträgern weitgehend unbekannt. Dabei müssen, laut Vorgabe, bis Ende des Jahres alle Behörden in der Lage sein, mit offenen Formaten umzugehen.
Es handelt sich um eine Studie, die von Marketcap durchgeführt und von Adobe und NOIV beauftragt wurde. NOIV ist ein Projekt der Regierung, welches den Einsatz von Open Source und offenen Standards in der Verwaltung erhöhen soll. Die Studie zeigt unter anderem, wie enorm proprietäre Produkte im Denken der Verantwortlichen verwurzelt sind. Die Verwaltungen befürchten, dass sie den Bürgern bei einer Umstellung viele Erklärungen liefern müssten, und glauben nun offensichtlich, dass die Bürger ein proprietäres Format bei Dokumenten, wie beispielsweise Microsofts doc-Format, erwarten.
Andere Sorgen hat jedoch Adobe. Die Verwaltungen zögern ebenso mit dem Kauf von PDF-Dokumentenverwaltungssystemen. Die Begründung der Behörden: sie befürchten, auf ODF umstellen zu müssen. Dass beide Formate wenig miteinander zu tun haben bzw. sich ergänzen, scheinen dabei viele nicht zu verstehen.
Ineke Schop vom NOIV hält unterdessen die Einführung von ODF und PDF für schwierig. Da viele Verwaltungen weiterhin auf Microsoft-Produkte setzen und diese schlussendlich auch verwenden, sei die Kooperation mit Microsoft wichtig. Sie fürchtet, dass Microsoft die Verwaltung an die eigenen Produkte binden will. Man kann daher nur hoffen, dass es Microsoft mit der Offenheit wirklich ernst meint. (_Benny_)
(via osor, thx!)
News Redaktion am Samstag, 13.09.2008 10:24 Uhr
Lars Sobiraj am 04.02.2012, 11:32 Uhr
Während Die Linke zur Teilnahme an einem europaweiten Aktionstag gegen ACTA aufruft und Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger die Kritik am internationalen Handelsabkommen zurückweist, führte der Jurist Jens Ferner eine ausführliche Analyse jedes einzelnen Artikels durch. Wir fragten ihn, wie gefährlich ACTA tatsächlich ist. In welchem Rahmen bedroht dieses Abkommen unser aller Freiheit?
Lars Sobiraj am 09.02.2012, 11:40 Uhr
In der südenglischen Grafschaft Sussex ereignete sich letzten Monat ein Fauxpas der besonderen Art. Statt einen Einbrecher zu fassen, jagte ein Polizist mit Hilfe von Kameras für etwa 20 Minuten sich selbst. Sein Kollege an den Monitoren hatte ihn nicht erkannt und fand sein Verhalten sehr auffällig. Der beobachtete Mann habe auf heißen Kohlen gesessen, weswegen er dringend tatverdächtig sei.
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