
Dem Bericht von Kaspersky Labs zufolge enthielten nur 0.78% der Mails im ersten Quartal 2009 Phishing-Versuche, während es im zweiten Quartal nur noch 0.45% waren. Symantecs Beobachtungen zeigen im Vergleich von Juli zu August hin einen Rückgang um 0.01%, was 0.29% der getesteten Mails entspricht. Zählt man Trojanische Pferde und Viren dazu, so waren es prozentual gesehen 6% weniger, aber noch immer war damit ein Gesamtanteil von 86.9% aller Mails als gefährlich einzustufen. Dabei zielen 60% der gefaketen Mails auf Kunden von PayPal (43.7%) und eBay (13.1%) ab. Was Banken angeht, so sind es hauptsächlich europäische Kreditinstitute und solche aus den USA, auf deren Kunden man es abgesehen hat.
Als verantwortlich für den Rückgang sieht Kaspersky hauptsächlich die Weiterentwicklung von Anti-Phishing-Technologie. So sei es ihren Angaben nach kein Wunder, denn damit würde Phishern dieses Geschäftsfeld zunichtegemacht werden, was es weniger attraktiv mache. Auch die in aktuellen Browsern wie dem Internet Explorer, Firefox und Opera integrierten Anti-Phishing-Techniken könnten ihren Teil dazu beigetragen haben, ebenso wie die Aufklärung und gesteigerte Aufmerksamkeit der User. Das Vorgehen gegen Cybercrime-freundliche Hoster und die verbesserten Security-Suits werden gleichsam als mit dem Rückgang zusammenhängend bewertet.
Die angesprochene Verlagerung der Betrugsabsichten vermutet man in einer Form von Malware, sogenannten Banking-Trojanern. Dabei scheint sich abzuzeichnen, dass anstatt mit Phishing-Mails an die Accountdaten von Usern zu kommen, gleich direkt vor Ort die Schwächen der Technik genutzt werden, um die Aufmerksamkeit des Menschen zu umgehen. So sammeln und versenden also spezielle Programme im Auftrag von Kriminellen die wichtigen Daten und verschicken sie anschließend an Server, von wo aus sie sicher wieder abgeholt werden können, um anschließend auf dem Schwarzmarkt zu landen. (MSX)
(via The Register, thx!)
(Bildquelle: allspammedup.com, thx!)
News Redaktion am Donnerstag, 27.08.2009 22:59 Uhr
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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