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Verlust der Privatsphäre: Behörde in Australien macht intensiven Gebrauch von Google-Tools

Wie der Sydney Morning Herald berichtet, macht eine Behörde in Australien intensiven Gebrauch von Google-Earth um die Rechtmäßigkeit von Bauwerken abzuklären. Mithilfe der Google-Tools spioniert man nach illegaler Bausubstanz, die unrechtmäßig und ohne Genehmigung gebaut wurde. Die Bürgerrechtsorganisation Liberty Victorian fordert eine Beschränkung für den Umgang von Kartenmaterial dieser Art.

Dan Curlis, Gutachter der australischen Stadt Yarra, sagt, dass Google-Earth ein weiteres praktisches Werkzeug ist, welches ihn in seiner Arbeit unterstützt. Dabei lobte er vor allem auch den Detaillierungsgrad des Kartenmaterials: "Ich kann mit Google-Earth in mein eigenes Grundstück zoomen und tatsächlich Aussagen darüber treffen, ob sich die Mülleimer im Naturgebiet befinden. Die Klarheit der Bilder wird stetig verbessert und wir können in jeden Garten zoomen und einige sehr interessante Details feststellen." Im letzten Jahr hätte die zuständige Abteilung 175 Hinweise auf illegale Bautätigkeiten erhalten, wovon 35 geahndet wurden. "Luftaufnahmen und Google-Earth sind legitime Werkzeuge, die wir für unsere Untersuchungen nutzen können. Warum sollten wir davon keinen Gebrauch machen?"

Anderer Ansicht ist Anne O'Rourke. Sie ist Vizepräsidentin der Menschenrechts- und Bürgerrechtsorganisation "Liberty Victoria". Ihrer Auffassung nach werfen Werkzeuge dieser Art ernsthafte Fragen zur Privatsphäre auf. Eine Regulierung für den Umgang mit Satellitenbildern muss her, sagt O'Rouke. "Google-Earth erlaubt die unterschiedlichsten Arten der Überwachung und es wird ohne jeden Respekt gegenüber der Privatsphäre genutzt. Es müssen verbindliche Regelungen und Grenzen geschaffen werden, sowohl für öffentliche Träger, als auch für private Organisationen."

Die Bürgermeisterin von Yarra wiederum verteidigte den Einsatz von Google-Earth. Man würde es schließlich nicht einsetzen, um "Grundstückseignern nachzuschnüffeln". Doch das Werkzeug stehe jedem Bürger zur Verfügung, warum sollte ausgerechnet eine öffentliche Behörde keinen Gebrauch davon machen? Man würde es lediglich nutzen, um einen ersten Verdacht zu bestätigen. In der Regel würde man am Anschluss sowieso einen persönlichen Besuch bei den entsprechenden Grundstücksbesitzern abhalten. (020200)

(via Sydney Morning Herald, Pogo was Right) (Bildquelle: 4strugglemag, thx!)

News Redaktion am Donnerstag, 25.09.2008 17:07 Uhr

tagsTags: privatsphäre google earth karten satellitenbilder luftbilder syndney morning herald anne o'rourke pogowasright australien

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10 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • Sanchez_ am 26.09.2008 00:44:05

    manchmal gibt es hier schon schwachsinnige news..... wenn es google earth für die bevölkerung gibt, dann darf die auch jeder verwenden und davon sind behörden nicht ausgeschlossen. ...

  • soricsoon am 25.09.2008 23:16:14

    Nichts neues. Wird in Deutschland auch schon gemacht. Na logisch...warum unnötig Zeit verschwenden wenn man bequem vom Büro aus "nachsehen" kann... ...

  • _Agnostiker_ am 25.09.2008 20:56:30

    Nichts neues. Wird in Deutschland auch schon gemacht. ...

  • you am 25.09.2008 20:17:02

    Ich finde das auch legitim. ...

  • soricsoon am 25.09.2008 20:00:07

    Warum sollte man Google Earth nicht auch dafür nutzen...damit hätte ich z.B. gar keine Probleme. Hier verstehe ich die Aufregung nicht... ...

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