
Bereits im April hat das Unternehmen den abgeschlossenen Deal mit den vier großen Plattenfirmen bekannt gegeben. Sony, Warner Music, Universal und EMI sind bei diesem Vorhaben mit an Bord. Rupert Murdochs News Corporation verlieh dem Unterfangen konsequenterweise den Namen MySpace Music.
Alle registrierten Nutzer sollen die zur Verfügung stehenden Titel der vier "Major-Labels" ohne jegliche Kosten abspielen können. Um den Produktkatalog zu erweitern, sollen auch zahlreiche Independent Labels ihre Werke auf MySpace Music anbieten dürfen. Jeder Benutzer kann sich aus dem Pool der zahlreichen Musiktitel frei bedienen und diese in eine Playlist für ihr Profil einpflegen. Alles in allem sollen darin bis zu 100 Titel Platz finden. Zum Abspielen der Musik ist es nötig, zuvor die Profil-Seite im Browser aufzurufen. Wer sich die Titel auf die heimische Festplatte holen möchte, muss knapp 80 Cent pro Song zahlen. Der kostenfreie Stream wird durch die Einnahmen aus der geschalteten Werbung finanziert.
Ein besonderer Leckerbissen für die Kritiker von Digitaler Rechteverwaltung (Digital Rights Management oder kurz DRM) dürfte die Bekanntmachung sein, dass die Songs ohne jeglichen Kopierschutz vertrieben werden. Somit bekommen die Musikfreunde endlich die Freiheit zurück, die sie so lange entbehren mussten. Dem Transfer auf jegliche Speichermedien sind keine Grenzen gesetzt.
Der Verkauf der Musik wird über das Internet-Versandhaus Amazon.com erfolgen. Weitere Einnahmen verspricht man sich durch die Kooperation mit Jamba, dem weltweit größten Anbieter für Klingeltöne. Neben MySpace gehört dieses Unternehmen auch zum Imperium von Rupert Murdoch.
Noch ist das Angebot auf den US-amerikanischen Markt begrenzt. Die Ausweitung des Vorhabens auf den europäischen Raum wird aber momentan organisiert. Aktuell beschäftigt man sich mit der Suche nach europäischen Partnern für den MySpace-Musikdienst. Sollten sich die Verhandlungen positiv entwickeln, so könnte bereits in den kommenden Monaten mit einer europäischen Variante des Vertriebsmodells gerechnet werden. Als zentrales Ziel gibt man vor, das Profil des Unternehmens um ein weiteres Stück einzigartiger zu gestalten. Mit Sicherheit will man sich so auch von der derzeitigen Konkurrenz im Online-Musik-Geschäft abheben. Einer aktuellen Studie zufolge nimmt Apple mit seinem Online-Dienst iTunes/iStore mehr als 80 Prozent des Marktanteils ein. Ob die neue Idee von MySpace an den Verhältnissen etwas rütteln wird, muss sich erst im Laufe der Zeit beweisen. Zumindest im Hinblick auf die digitale Rechte-Verwaltung hat die Social-Networking-Plattform ihrer Konkurrenz einiges voraus. (gS-)
(via telegraph.co.uk, thx!)
News Redaktion am Donnerstag, 25.09.2008 19:13 Uhr
diese personen gibts in österreich auch, keine sorge... :( nur was hat das ganze bitte mit drm-freier musik zu tun? außer dass man diese locker mal kopieren kann... auch drm-geschützte musik lässt sich kopieren, nur etwas umständlicher. gleich wie sich jede audio-cd rippen lässt, egal ob m ...
im deutschsprachigen Raum mangelt es stark an einem vernünftigen DRM-freien Musikangebot. Im deutschsprachigen Raum, vor allem in Deutschland, gibt es aber auch Institutionen wie GEMA, GEZ etc. sowie Politiker wie Angie M., Wolfgang S. und Günther B., die sich dem Kampf gegen die R ...
Ist ja eh nur von den großen Labels, interessiert mich persönlich also nicht wirklich. Für alle anderen sicher interessant, da DRM frei. ...
irgendwie nervt es mich als österreicher gewaltig, dass immer wieder von solchen download-diensten berichtet wird aber im deutschsprachigen raum nichts dazu passiert!!! ich denke, da bin ich nicht allein! wenn amazon und myspace endlich mal auch in österreich musik drm-frei anbieten ...
irgendwie nervt es mich als österreicher gewaltig, dass immer wieder von solchen download-diensten berichtet wird aber im deutschsprachigen raum nichts dazu passiert!!! ich denke, da bin ich nicht allein! wenn amazon und myspace endlich mal auch in österreich musik drm-frei anbieten würden, dann ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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