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OiNK: Verfahren gegen Betreiber und Uploader geht an das Crown Court

Gestern mussten Alan Ellis, der Betreiber des Trackers OiNK, sowie fünf im Rahmen der Operation Royal Ark festgenommene Uploader vor dem Magistrates Court erscheinen. Ihm sowie den fünf weiteren Angeklagten werden Urheberrechtsverletzungen in mehreren Fällen vorgeworfen. Nach mehrwöchigen Verzögerungen seitens der Staatsanwaltschaft, welche vermutlich Probleme bei der Beweisfindung hatte, hat man nun scheinbar genug in der Hand, um ein Verfahren zu eröffnen.

Der gestrige Termin barg eigentlich keine Besonderheiten. Abgesehen von einem kleinen Detail: Alle sechs Angeklagten wurden vor dem Magistrates Court gehört, darunter die fünf Uploader sowie Alan Ellis, der Betreiber von OiNK.

Jedoch wird dieser nicht der Einzige sein, dessen Fall an das Crown Court abgegeben wurde. Es war zwar an sich im Vorfeld klar gewesen, dass das Magistrates Court den Fall gegen Alan Ellis nicht verhandeln würde. Die Tatsache, dass ihm jedoch einer der Uploader an das Crown Court folgt, ist mehr als nur verwunderlich. Ellis wird der Verschwörung zur Schädigung der Musikindustrie durch Urheberrechtsverletzungen beschuldigt. Die Vorwürfe gegen die fünf Uploader lauten dagegen "lediglich", dass sie Urheberrechtsverletzungen begangen hätten. Wieso einer der fünf Uploader trotz des gleichen Verstoßes an das Crown Court weitergereicht wird, ist gegenwärtig unklar. Aufgrund der Tatsache, weil allen Uploadern derselbe Verstoß vorgeworfen wird, sind jegliche Vermutungen ebenfalls äußerst unergiebig. Bis zur nächsten Anhörung werden die Details hierzu vermutlich noch im Dunkeln verbleiben. Diese soll bereits am 2 Oktober stattfinden.

Auf der Homepage von OiNK hat Ellis den Vorwurf der Klageschrift veröffentlicht: "Zwischen dem 01.05.2004 und dem 24.10.2007 [hat man sich] in Middlesbrough mit weiteren unbekannten Personen verschworen, um die Rechte von Personen, die in musikalische Werke, Tonaufzeichnungen und Performancerechte involviert sind, zu verletzen. Dies geschah durch rechtsverletzende Kopien der Musikstücke und Tonaufzeichnungen."

Noch immer ist fraglich, welche Beweise die Staatsanwaltschaft gegen Ellis und die Uploader in der Hand haben. Angeblich zielt die Klage gegen den OiNK-Betreiber ausschließlich auf den Spenden-Mechanismus ab, der auf der Seite angewendet wurde. Mit diesem deckte Ellis die laufenden Kosten für Wartung und Betrieb des beliebten Musik-Trackers. Die weiteren Anhörungen werden mit Spannung erwartet. (Firebird77)

(via torrentfreak, thx!)

(Bild via jakemchugh, thx!

News Redaktion am Freitag, 26.09.2008 19:02 Uhr

tagsTags: musik prozess urheberrechtsverletzung betreiber bittorrent alan ellis oink tracker court crown magistrates upload anklage

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4 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • el_martillo am 26.09.2008 18:30:59

    Zwischen dem 01.05.2004 und dem 24.10.2008 in Middlesbrough mit weiteren unbekannten Personen verschworen,... das datum glaub ich nicht so ganz ...

  • am 26.09.2008 12:33:28

    Bush hat sich ja auch verschworen 9/11. Doch dem passiert wieder nichts. Man muss nur genügend Menschen auf dem Gewissen haben um Straffrei auszugehen. Tötet man einen, ist man ein Mörder und wird eingesperrt oder hingerichtet. Tötet man 10, ist man ein Massenmörder und wird eingesperrt oder ...

  • fexbest am 25.09.2008 18:57:59

    Ich find die Anklage Verschwörung zur Urheberrechtsverletzung eh lachhaft, damit wollen sie ja auch Piratebay dran kriegen... ...

  • xzeNji am 25.09.2008 18:44:46

    Kann man wirklich gespannt sein! Und ich wette die haben doch eh nicht wirklich was in der Hand? ...

  • gullinews am 25.09.2008 17:28:31

    Gestern mussten Alan Ellis, der Betreiber des Trackers OiNK, sowie fünf im Rahmen der Operation Royal Ark festgenommene Uploader vor dem Magistrates Court erscheinen. Ihm sowie den fünf weiteren Angeklagten werden Urheberrechtsverletzungen in mehreren Fällen vorgeworfen. Nach mehrwöchigen Ver ...

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