
Kritiker des Gesetzesentwurfs, darunter Oppositionspolitiker, Juristen, Journalisten und zahlreiche besorgte Bürger (unter anderem in der extra aus diesem Anlass gegründeten Bürgeinitiative "Stoppa FRA-Lagen") hatten immer wieder betont, das Gesetz schränke die Freiheit der Menschen zu sehr ein und sei außerdem schädlich für den Wirtschaftsstandort Schweden. Das schien sich zu bestätigen, als mehrere Telekommunikationsdienstleister, die normalerweise über Schweden routen (unter anderem Firmen aus Finnland und Norwegen) öffentlich ihre Besorgnis kundtaten und sich nach Alternativen umzusehen begannen. Futurezone nennt als weitere Kritiker auch Google und den schwedischen Telekommunikationskonzern TeliaSonera.
Nun sieht es so aus, als sei die schwedische Regierung angesichts derart zahlreicher und gut organisierter Kritiker zumindest teilweise kompromissbereit. Bereits vor seinem Inkrafttreten im Januar 2009 soll das FRA-Gesetz das erste Mal modifiziert werden. Am vergangenen Donnerstag kündigten Regierungsvertreter mehrere Änderungsvorschläge an.
Wichtigste Neuerung: Viele der geplanten Abhörmaßnahmen erhalten einen Richtervorbehalt. So soll "entgegen dem bisherigen Gesetzestext das Abhören von internationalen Telefongesprächen und das Lesen von E-Mails Verdächtiger nur mit richterlicher Anordnung möglich sein." Auf diese Weise soll dem Missbrauch der neuen Befugnisse vorgebeugt werden. (Annika Kremer)
(via Futurezone.ORF.at, thx)
News Redaktion am Samstag, 27.09.2008 16:09 Uhr
Lars Sobiraj am 04.02.2012, 11:32 Uhr
Während Die Linke zur Teilnahme an einem europaweiten Aktionstag gegen ACTA aufruft und Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger die Kritik am internationalen Handelsabkommen zurückweist, führte der Jurist Jens Ferner eine ausführliche Analyse jedes einzelnen Artikels durch. Wir fragten ihn, wie gefährlich ACTA tatsächlich ist. In welchem Rahmen bedroht dieses Abkommen unser aller Freiheit?
Lars Sobiraj am 09.02.2012, 11:40 Uhr
In der südenglischen Grafschaft Sussex ereignete sich letzten Monat ein Fauxpas der besonderen Art. Statt einen Einbrecher zu fassen, jagte ein Polizist mit Hilfe von Kameras für etwa 20 Minuten sich selbst. Sein Kollege an den Monitoren hatte ihn nicht erkannt und fand sein Verhalten sehr auffällig. Der beobachtete Mann habe auf heißen Kohlen gesessen, weswegen er dringend tatverdächtig sei.
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