An und für sich hatte Mansour Moufid nichts Böses im Sinn, als er sich den Zugang zu dem Server erschlichen hatte. Aus den Pressemitteilungen geht hervor, dass er vorwiegend an der Schwachstelle selbst interessiert war, nicht aber an der persönlichen elektronischen Post oder anderen persönlichen Daten. Im Weiteren war er sogar bereit, die verantwortlichen Systemadministratoren auf die Schwachstelle hinzuweisen und um eine Behebung zu bitten. Letztlich hat sich das Geschehen rund um das Eindringen in den Mail-Server jedoch gänzlich gegen die Erwartungen des 20-Jährigen entwickelt. Neben einer Geldstrafe wurden ihm noch weitere Sanktionen auferlegt. Es wird dem Mathematikstudenten vorgeworfen, sich unerlaubt Zugriff zum Rechner des Universitäts-Netzwerks verschafft zu haben und persönliche Daten von 32 Student-Cards (vergleichbar mit Mensa-Karten) gestohlen zu haben.
Mansour Moufid, der die Informationen über die herrschende Sicherheitslage auf dem Mail-Server der Uni mit dem Alias Kasper Holmberg verschickte, hat nun eine Entscheidung gefällt. Ausschlaggebend war dazu der Schrieb, den er am vergangenen Donnerstag erhalten hat. Darin wurden ihm die zu erwartenden Strafen offenbart. Aus dem Brief geht hervor, dass Moufid die Daten der Studenten einer erheblichen Gefahr ausgesetzt habe. Im Gegenzug erklärte der Eindringling, dass er an den Datensätzen keinerlei Interesse hätte und er den technischen Details des Systems gegenüber wesentlich aufgeschlossener sei.
Auf den bereits angesprochenen Student-Cards befinden sich Identifikations-Nummern der Studenten, Computer- und E-Mail-Logins samt den zugehörigen Passwörtern und eine Bibliotheksnummer. Weiter kann die Karte in drei Gebäudekomplexen der Uni dazu benutzt werden, um Türen zu öffnen. Neben diesen Funktionen besteht auch die Möglichkeit, Geld auf die Karte zu laden und sie wie eine hierzulande bekannte Mensa-Karte zu verwenden.
Als ersten Teil der Strafe sieht die Universität eine Geldbuße in der Höhe von 2.768 US-Dollar vor. Dieser Betrag soll als Aufwandsentschädigung für das Ersetzen der 32 Student-Cards dienen. Als nächster Punkt ist vorgesehen, dass Moufid eine schriftliche Entschuldigung an alle geschädigten Studenten verschicken soll. Weiter soll er pro Woche eine siebenstündige gemeinnützige Aufgabe übernehmen. Als Krönung des Ganzen soll er einwilligen, sein komplettes Computerverhalten im Netz der Universität für die Dauer seines Studiums überwachen zu lassen. Moufid fühlt sich sichtlich ungerecht behandelt und wird sich für seinen weiteren studentischen Werdegang an der University of Toronto bewerben. (gS-)
(via cbc.ca, thx!)
News Redaktion am Samstag, 27.09.2008 17:02 Uhr
Vielleicht sollte er selbst Klage gegen die Uni einreichen, die ja offenbar Datensätze nicht genug schützt (darunter sein eigener). :D ...
toronto is eh besser... lieber eine sicherheitsluecke bleibt unerwaehnt und bestehen als das sie gemeldet wird... ...
Also wenn die Story wirklich so stimmt, würde ich mit allen mitteln gegen so ein vorgehen wehren. Was ist das den für ein verhalten ? Eine Sicherheitslüche zu finden, sie NICHT ausnutzen sondern umgehen den Admin zu melden und dann 2000$ Strafe zu zahlen, sich bei den Studenten entsc ...
Also wenn die Story wirklich so stimmt, würde ich mit allen mitteln gegen so ein vorgehen wehren. Was ist das den für ein verhalten ? Eine Sicherheitslüche zu finden, sie NICHT ausnutzen sondern umgehen den Admin zu melden und dann 2000$ Strafe zu zahlen, sich bei den Studenten entschuldigen (sollte ...
naja, schon ziemlich scheisse, was da passiert ist, aber ich hätte das ganze als Hacker anonym gemacht, weil irgendwelche Konsequenzen gibt es immer... ...
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Lars Sobiraj am 14.05.2013, 13:52 Uhr
Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags steht seit vielen Jahren den Bürgern und Gruppen für ihre Anliegen offen. Wir haben uns kürzlich mit einem der 80 Mitarbeiter des Hauses unterhalten. Da seit der Gründung nur sehr wenige Gesetzesänderungen durch Petitionen entstanden sind, wollen wir den Sinn dieser Institution hinterfragen. Dies ist vorerst der letzte Teil unserer Interview-Serie.
Lars Sobiraj am 12.05.2013, 12:51 Uhr
Wie ein 73-jährige Japaner beweist, kann man das am häufigsten benutzte Tabellenkalkulationsprogramm Microsoft Excel nicht nur für reguläre Berechnungen einsetzen. Tatsuo Horiuchi erstellt ausnahmslos seine traditionellen Gemälde mit Hilfe dieses Programms. Er arbeitet bereits seit 10 Jahren mit der Software und stellt seine Bilder in diversen Ausstellungen vor.